Der Kirmesbaum am Niederwerther Rheinufer
Kirmes auf der Insel im Strom
Niederwerth. Er ist dieses Jahr neunundzwanzig Meter hoch und steht am Niederwerther Rheinufer: Der Kirmesbaum. Die Woche zuvor wurde er von den Kirmesmännern der Kirmesgesellschaft 1981 Niederwerth aus dem Wald geholt und aufgestellt. Auf der Insel mit ihren engen Gassen eine echte Herausforderung, die viel Erfahrung und Kraft erfordert. Aber die Kirmesleute sind ein eingespieltes Team, auf das man sich verlassen kann.
Am Samstag darauf startet dann das Kirmestreiben. Die Häuser sind bunt mit Orts- und Kirchweihfahnen geschmückt. Man startet mit einem Umzug über die Insel, holt den Ortsbürgermeister zu Hause ab und dann geht es unter den Klängen des Niederwerther Musikvereins zum Kirmesbaum.
Nicht weit davon wird in vergnüglicher Weise die „Kirmesredd off der Gass“ gehalten. Auch dieses Jahr von Achim Münz. Gemeinsam singt man die Niederwerther Hymne „Mitten in dem Rheinesstrome liegt die Insel Niederwerth...“. Nun tragen sechs kräftige Männer die Eierkrone und das Inselwappen zum Kirmesbaum. Unter Applaus der Bewohner und Gäste wird beides hoch auf den Kirmesbaum gezogen. Von weit sichtbar ist nun klar: Die Insulaner feiern Kirmes - Gäste herzlich willkommen. Die kommen natürlich gerne, besonders wenn die Kirmesleute einen Bayerischen Abend mit Karaokeschau im Angebot haben.
Die Kirmes ist eng mit der Kirche St. Georg verbunden. Deshalb gibt es am Kirmessonntag ein feierliches Hochamt in der Niederwerther Kirche und eine sehr feierliche Prozession durch das Dorf.
An geschmückten Altären beten und singen die Gläubigen. Danach geht das Kirmestreiben weltlich weiter: Karussells und Losbuden, Schießstand und Zuckerwatte, Leckeres vom Grill und natürlich das schon fast legendäre Buffet mit hausgemachten Torten und Kuchen. Und weil man eben auf einer Insel wohnt, liegt es nahe, am Kirmesmontag eine Schiffsrundfahrt anzubieten.
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