Konzertreihe „Marzellinus-Musik“ der Katholischen Kirchengemeinde Vallendar in der Pfarrkirche
„Klang in der Stille - Licht in der Nacht“
Vallendar. Festliche Musik für Orgel, die Königin der Instrumente, ruhige Atmosphäre, eine nur durch Kerzenschein beleuchtete Kirche, der Duft von Plätzchen und Glühwein - das sind die perfekten Zutaten für eine adventliche Stunde der Vorbereitung auf Weihnachten in einer doch sonst eher hektischen und stressigen Zeit. All dies bietet auch in diesem Jahr die Adventsveranstaltung im Rahmen der Konzertreihe „Marzellinus-Musik“, die am zweiten Adventssonntag (7. Dezember) um 18 Uhr in der Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus Vallendar stattfinden wird.
Unter dem Titel „Klang in der Stille - Licht in der Nacht“ wird der Kantor und Organist der Pfarreiengemeinschaft Vallendar-Urbar, Johann Schmelzer, Orgelmusik im Kerzenschein präsentieren und die Zuhörenden mitnehmen auf eine adventlich-musikalische Reise durch die Musikgeschichte von der Renaissance über Frühbarock und Barock zur Orgelsinfonik und zu einer Reise durch unterschiedliche Formen der Orgelmusik. So werden variierende Versetten genauso zu hören sein wie Passacaglia, Praeludium/Fuge und Choralvorspiel sowie betrachtende Skizzen und ein improvisiertes Tryptichon zu einem bekannten Adventslied. Trotz der Verschiedenartigkeit der Stile und Epochen werden alle dargebrachten Werke aber wegen der zu Grunde liegenden Choräle direkt oder wegen der musikalischen Affekte indirekt eine adventliche Stimmung aufbauen und so Klang in die Stille und Licht in die Nacht bringen: Dieses adventliche Motiv des Lichtes, das in der Dunkelheit erscheint, wird so nicht nur sichtbar in den Kerzen, mit denen die Kirche erleuchtet ist, sondern es wird auch hör- und spürbar in der dargebrachten Musik.
Zu Gehör gebracht wird „Maria zart, von edler Art“ des in Heidelberg geborenen blinden Komponisten Arnolt Schlick (1455-1525), das einen alten deutschen Choral zum Vorbild hat. Das Konzertprogramm wird fortgesetzt mit „Fünf Versetten zu Magnificat octavi toni“ von Girolamo Cavazzoni (~1520-1577) und „Drei Versetten zu Conditor alme siderum“ von Jean Titelouze (1563-1633), bei denen es sich um kurze Sequenzen handelt, die bei liturgischen Stücken (etwa Psalmen oder dem Magnificat) im Wechsel mit gesungenen Versen ausgeführt wurden. Die „Passacaglia variata“ von Johann Kaspar Kerll (1595-1663), das „Preludium in g-moll“ (BuxWV 149) von Dietrich Buxtehude (1637-1707) sowie das Choralvorspiel zur bekannten Adventsmelodie „Nun komm der Heiden Heiland“ (BWV 659) von Johann Sebastian Bach (1685-1750) runden den ersten Teil des Programms ab. Sodann wird es einen meditativ-betrachtenden Ruhepunkt geben: Der Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Vallendar, P. Rüdiger Kiefer SAC, wird Zitate und Paraphrasen zum Psalm 85 rezitieren, die Johann Schmelzer je mit improvisierten sinfonischen Skizzen kommentieren, interpretieren und so ins Hier und Jetzt übertragen wird. Den Abschluss des Konzerts bildet ein improvisiertes sinfonisches Tryptichon zum Choral „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“, das zu den beliebtesten und bekanntesten Adventsliedern in der katholischen und evangelischen Kirche gehört. Da der Königsberger Pfarrer Georg Weissel den Liedtext in Anlehnung an Psalm 24 zur feierlichen Einweihung der neu errichteten Altroßgärter Kirche der Pregelstadt (Ostpreußen) am zweiten Adventssonntag 1623 schrieb, ist das Lied am Konzerttag genau 391 Jahre alt und ist seitdem adventlicher Vorbote, Zeuge der Vorfreude auf Weihnachten und bringt Klang in die Stille und Licht in die Dunkelheit.
Die festliche Musik dieses Konzerts und die ruhige Atmosphäre der Vallendarer Pfarrkirche werden sicherlich dazu beitragen, eine adventlich-festliche Stunde der Vorbereitung auf Weihnachten zu erleben.
Im Anschluss an das Konzert sind alle Konzertbesucher in der Pfarrkirche zu Glühwein und Plätzchen eingeladen. Der Eintritt ist frei, um eine freiwillige Spende bei der Türkollekte wird gebeten.
