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Vallendarer Pfarrkirche erhielt neue Heizung

Kosten sparen und die Schöpfung bewahren

Richtiger Umgang mit Energie kann Kirchengemeinden und Umwelt entlasten

Kosten sparen
und die Schöpfung bewahren

Die Heizung der Pfarrkirche St. Marzellinus und St. Petrus in Vallendar wurde vor einem Jahr erneuert. Foto: Julia Fröder

09.02.2018 - 08:56

Vallendar. Viele sehnen sich nach dem tristen Winterwetter nach Frühling und Wärme. Das Thema Wärme beschäftigt in der kalten Jahreszeit auch viele Pfarrgemeinden, denn Kirchen richtig zu beheizen und dabei die Kosten sowie die CO2-Belastung für die Umwelt nicht aus den Augen zu verlieren, ist eine Wissenschaft für sich. Josef Bokern ist seit 2010 ehrenamtlicher Energiebeauftragter der Pfarreiengemeinschaft Vallendar und hat nicht nur den Energieverbrauch der Pfarrkirche St. Marzellinus und St. Petrus im Visier.

Seit November 2016 gibt es in der Kirche eine neue Heizungsanlage, die die Temperatur im Kirchenraum konstant auf 15 Grad hält. Bokern erwartet durch die neue Gas-Brennwertheizung eine Kohlendioxideinsparung von 40 Prozent pro Jahr.

Dazu kommt noch eine Einsparung bei den Stromkosten für die Umwälzpumpen von etwa 85 Prozent. „Die Investition in die neue Heizungsanlage wird so über die Jahre, nicht nur die von der Gemeinde zu stemmenden Verbrauchskosten deutlich senken, sondern auch einen Beitrag zum Umweltschutz leisten“, erklärt der Rentner.

„Zwar kostet es im Moment viel Geld, aber wir müssen in neue Heizsysteme und Beleuchtungsanlagen investieren.“ Im Oktober werden alle Lampen auf LED umgestellt sein, sagt Bokern. Die Investitionen hierfür betragen fast 100.000 Euro. „Wir rechnen mit einer Kohlendioxideinsparung von rund 8,4 Tonnen und wir sparen auch bei den Folgekosten: LED-lampen leuchten etwa 15.000 Stunden, heutige Halogenlampen lediglich 500 Stunden.“

Nach Tipps zum Energiesparen gefragt, sagt Bokern: „Die Kirchengemeinden sollten erstmal auf die Heizungssteuerung und dann auf das Alter der Heizung achten.“ Die Heizungsanlage, die in Vallendarer Pfarrkirche ausgetauscht wurde, war aus dem Jahr 1988.

Das große Thema sei meistens die Finanzierung, „da sollte man ruhig auch mal einen Kredit aufnehmen, um eine neue Heizungsanlage einzubauen.“

Auf der Agenda von Josef Bokern stehen nicht nur Kirchen, sondern auch weitere Räumlichkeiten der Gemeinde. Er engagiert sich im Umweltnetzwerk Kirche Rhein-Mosel und nimmt Kindertagesstätten in den Blick. „Kitas im Koblenzer Raum und darüber hinaus haben das gleiche Problem: Hier gibt es veraltete Technik und schlechte Einstellungen.“ So erinnert Bokern sich an Heizungen in Kitas, die weder am Abend, an Wochenenden oder in den Ferien abgesenkt werden. In manchen Fällen sei dies auch gar nicht möglich, da Wohnungen oder Pfarrheime von der Heizung mitversorgt werden. Hinzu käme die finanzielle Lage und die ungeklärte Zuständigkeit: „Wer trifft die Entscheidung und wer gibt das Geld, das Ganze zu verwirklichen?“

Es bedarf in den Gemeinden eine Modernisierung, „um den Klimaschutz, den wir uns auf die Fahne geschrieben haben, einzuhalten“, fasst Bokern zusammen.

Das Umweltnetzwerk Kirche Rhein-Mosel kooperiert im Projekt „Energiesparen in Kirchengemeinden“ eng mit dem Bistum Trier. Energieberichte, die im Rahmen des Projektes erstellt werden, werden vom Bistum anerkannt. Der Energiebericht stellt eine Voraussetzung für die Beantragung von Mitteln aus dem Klima-Fonds dar, der allen katholischen Kirchengemeinden im Bistum zur Verfügung steht. Weitere Informationen zum Thema „Energiesparen in Kirchengemeinden“ gibt es beim Umweltnetzwerk Kirche Rhein-Mosel unter www.umweltnetzwerkkircherheinmosel.de oder bei Rüdiger Kape in der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz unter Tel.: 0261-108-420.

Pressemitteilung

Bischöfliche Pressestelle Trier

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Kommentare
juergen mueller:
Das mit dem "auf was stolz zu sein" bedeutet noch lange nicht,dass hier alles positiv zu sehen ist,vor allem (Alarm),wenn die Politik der Meinung ist,etwas für gut zu befinden.Der ÖKO-Anbau hat eben nicht nur Gutes zu verzeichnen.Die ökologische Landwirtschaft verzichtet angeblich "weitgehend" auf den Einsatz von synthetischen Pflanzenschutzmitteln u.Mineraldünger (so sollte es sein - besser wäre noch,ganz darauf zu verzichten).Ökologisch wirtschaftende Betriebe importieren ihre Nährstoffe von "konventionellen" Betrieben,wie konventionelle Betriebe auch.In der ökologischen Landwirtschaft sind "Kupfer u.Schwefel" zugelassen.KUPFER weist aber eine höhere Ökotoxizität als viele Fungizide der konventionellen Landwirtschaft auf,besitzt die Wassergefährdungsklasse 2,ist "sehr giftig",hat in Gewässern (Grundwasser) längerfristig schädliche Wirkungen wie auch gesundheitliche beim Menschen (z.B.Leberschäden).Auch darauf kann Frau Höfken stolz sein,weil sie es nicht für erwähnenswert hält.
juergen mueller:
Natürlich habe ich mich als "Abgeordneter" ... !!! Also vorher nicht! Muss man erst Abgeordneter werden, um sich dafür, wie auch für andere profunde Dinge zu interessieren? Das sind Sommermärchen, Herr Oster.
Uwe Klasen :
Zitat Jörg Zschimmer: "...aber daran kann man ja dann den Flüchtlingen die Schuld geben..." --- Noch unterirdischer kann ein Mensch kaum Argumentieren. Die Vertreter, Befürworter und Anhänger der sogenannten Energiewende und des, angeblich durch den Menschen verursachten, Klimawandels agieren fast wie Sektierer, Gegenargumente werden Bestenfalls angehört aber Abgelehnt!
Jörg Zschimmer:
Im Gegensatz zur zum Beispiel Braunkohlesubvention, werden die genannten Vereine nicht subventioniert. Das CO2 zur Photosynthese wichtig ist, ist nur bis zu bestimmten Konzentrationen richtig, danach geh der Ertrag rabide zurück - aber daran kann man ja dann den Flüchtlingen die Schuld geben...
Uwe Klasen :
Die Subventionsabgreifer und unsozialen Energieverteurer diskutieren wohl darüber wie sie die Verbraucher noch mehr schröpfen können! P.S. Kohlenstoffdioxid ist elementar Wichtig für die Photosynthese!
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