Allgemeine Berichte | 19.08.2014

Kreisverwaltung MYK will die Arenberger Straße umstufen

Kreisstraße soll Kreisstraße bleiben

Urbarer Bürger/-innen sollen für die Kosten der Kreisstraße (Arenberger Straße / K 85) aufkommen

Kreisstraße soll Kreisstraße bleiben

Urbar. Nach Einschätzung der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz erfüllt der relevante Straßenabschnitt der K85 nicht mehr den Voraussetzungen für die Einstufung als Kreisstraße. Deshalb will die Kreisverwaltung MYK die Arenberger Straße gemäß Para. 38, Abs.1, Landesstraßengesetz (LStrG) Umstufen in eine Gemeindestraße. Nach Para. 38, LStrG, muss eine Umstufung geschehen, wenn sich die Verkehrsbedeutung geändert hat.

Der Kreis begründet seine geplante Umwidmung damit, dass die Verkehrsbelastung bei der Kreisstraße einer Gemeindestraße entsprechen würde. Gemäß LStrG dienen Gemeindestraße nach Para. 3, Abs 3a, überwiegend dem örtlichen Verkehr. Dies entspricht im vorliegenden Streckenabschnitt keineswegs den Tatsachen.

Für Urbar stellt sich die Frage: „Welche Folgen hätte diese Abstufung für die Ortsgemeinde?“

- Alle Kosten (Fahrbahn und Gehweg) müssten für „immer“ von der Gemeinde und den Anwohnern getragen werden. Darunter würden zum Beispiel Kosten für die Unterhaltung, Sanierung, Oberflächenentwässerung, den Winterdienst und Kosten für weitere Gemeindearbeiter fallen.

- Gutschriften, im Rahmen von Verträgen mit der LBM (übernommene Aufgaben) würden entfallen.

- Geplante Ausbau-/Sanierungsvorhaben anderer Gemeindestraßen müsste eventuell wegen ihrer „Nachrangigkeit“ zurückgestellt oder gestrichen werden.

- Um die vorgenannten Kosten zu decken müssten eventuell immer wieder erneut die Wiederkehrenden Beiträge (WBK) erhöht werden. Leider hat die Verbandsgemeindeverwaltung bislang noch keine genauen Zahlen vorgelegt, aus denen hervorgeht wie teuer ein Kilometer Straßenbewirtschaftung ist. Verfolg man jedoch die Klageverfahren anderer Gemeinden/Städten gegen ähnliche Abstufungen, so liegen die Kosten dort bei knapp 3000 Euro pro Kilometer Straße und Jahr.

Befürworter der möglichen Umstufung würden aus der Arenberger Straße gerne eine „Anlieger Straße“ machen.

Üblicherweise wird der Begriff bei für den Durchgangsverkehr gesperrten Straßen gebraucht, die nur von eben jenen Anliegern befahren werden dürfen (z.B. Zeichen 250 mit Zusatzzeichen 1020-1030 Anlieger frei). Nach dem Gesetz ist derjenige Anlieger (Berechtigter), wer ein an der Straße anliegendes Grundstück bewohnt oder zu einer Erledigung aufsuchen muss.

Folglich dürften nur noch die Bewohner sowie die Personen die mit den Bewohnern in Beziehung stehen die Straße benutzen.

Alle anderen Bürger/-innen sowie durchfahrende nicht mehr. Hier wurde die Einschränkung vieler gegenüber dem Wohl weniger stehen. Dies wäre nicht verhältnismäßig und rechtens.

Um möglichst allen, insbesondere den Bewohnern der Arenberger Straße gerecht zu werden und die Straße sicherer zu machen, sollte deshalb die Geschwindigkeit auf 30 km/h abgesenkt werden. Des Weiteren sollte die Straße weiter eine Kreisstraße bleiben und der Kreis zu seiner Verkehrssicherungspflicht ermahnt und die Straße in einen verkehrssicheren Zustand gebracht werden. Weiterhin sollte der „Alte“ Zebrastreifen endlich verlegt werden (wegen besserer Sichtverhältnisse für die Schulkinder) und eine weitere Überquerung, mit einer davor befindlichen fest installierten Geschwindigkeitsmessanlage im oberen Drittel der Straße installiert werden. Um zu verhindern, dass die Anwohner einer noch höheren Lärm- und Immissions-Belastung ausgesetzt werden, sollen die Parktaschen bleiben. Jedoch sollen nachträgliche Hindernisse oder Einfriedungen unterbleiben da sich vor diesen Hindernissen, auch ohne parkende Fahrzeuge, Stau bildet. Durch das Anfahren der Fahrzeuge und das schnelle Überwinden der Hindernisse ist die Belastung höher, als wenn die Fahrzeuge mit 30 km/h die Straße entlang fahren.

Diese möglichen Maßnahmen sind nicht abschließend. Da die Zukunft dieser Straße alle Bürger betrifft, sind auch alle (nicht nur die Anwohner der Straße) zur Einwohnerversammlung am Mittwoch, 10. September, eingeladen um Verbesserungsvorschläge zu machen. Pressemitteilung

der CDU Ortsverband Urbar

Kreisstraße soll Kreisstraße bleiben

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Daueranzeige
Rund ums Haus
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Container Anzeige
Innovatives rund um Andernach
Dauerauftrag 2026
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Empfohlene Artikel
Mit dem Tod des Schauspielers Mario Adorf trauert die Stadt um einen ihrer Ehrenbürger.
304

Mayen. Mit seinem Tod verliert unsere Stadt eine der bedeutendsten Persönlichkeiten, die Mayen hervorgebracht hat. Mario Adorf, geboren 1930 in Zürich und aufgewachsen in Mayen, hat von hier aus seinen Weg in eine außergewöhnliche internationale Karriere als Schauspieler gefunden. Trotz seines weltweiten Erfolges ist er seiner Heimatstadt stets eng verbunden geblieben.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf.
38

Im Foyer des Rathauses in der Rosengasse liegt ein Kondolenzbuch aus, in das sich Bürgerinnen und Bürger eintragen können

Stadt Mayen trauert um Mario Adorf

Mayen. Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf, der am 8. April 2026 im Alter von 95 Jahren verstorben ist.

Weiterlesen

Pfarrer Jörg Meyrer. Foto: privat
7

Sie ist gerade nicht besonders verlässlich. Kriege, Krisen, harte Worte in der Politik. Vieles ist in Bewegung, manches gerät aus den Fugen. Für uns Erwachsene ist es schon nicht einfach, alles zu verfolgen – und erst recht nicht, alles zu verstehen. Und zu begreifen, warum die Mächtigen ihre Gewalt- und Kriegsspiele treiben. Wie machen Kinder das?

Weiterlesen

Imageanzeige
Wir helfen im Trauerfall
Dauerauftrag 2026
Alles rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Titel
Ostergruß
Tag der offenen Tür
fit für`s Alter?
Stellenanzeige mehrere Stellen
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Mitarbeiter IT-Administrator
Werksverkauf Anhausen
  WÄRMEPUMPE ÖL/GASHEIZUNG
Anzeige KW 15
Stellenausschreibung Hausmeister/in
Aushilfskraft (w/m/d)