Josef Dötsch, MdL zur Situation der Vertretungslehrer in der VG Weißenthurm
Lehrer als Leiharbeiter
Viele Lehrkräfte verlieren in den Sommerferien ihre Arbeit
Weißenthurm/Vallendar. „Lehrer in meinem Wahlkreis verlieren über die Sommerferien ihren Arbeitsvertrag“, erklärt der CDU-Landtagsabgeordnete Josef Dötsch. Wie das Land mit seinen befristet beschäftigten Lehrern umgehe, sei schockierend. „Die Landesregierung will Kosten sparen und setzt viele Lehrer über die Sommerferien auf die Straße. Für die meisten bedeutet das, dass sie für die Zeit der Sommerferien arbeitslos sind und von ihren Rücklagen oder von Sozialleistungen leben müssen. Die Zahlen zeigen vor allem auch, dass während der Zeit der Beschäftigung die Stellenzuschnitte vieler Vertretungslehrer katastrophal sind. Der Stundenumfang wird in vielen Fällen so gering gehalten, dass es schwerfällt, von dem daraus resultierenden Lohn zu leben, geschweige denn noch etwas anzusparen“, so Josef Dötsch.
Immer wieder melden sich betroffene Lehrer im Wahlkreisbüro von Josef Dötsch. Doch nicht nur die Lehrer sind betroffen. Da Schulleitung und Lehrer erst mit Ferienende den Einsatzort und das Unterrichtsfach der Lehrkräfte kennen, fehlt die erforderliche Vorbereitungsphase in den Sommerferien für die Lehrer und die Schulorganisation. Dies muss dann nach den Ferien erfolgen, wenn der Unterricht eigentlich ansteht, zulasten der Schüler. „Gerade Ministerpräsidentin Malu Dreyer hört sich gerne gegen Leiharbeit und Kettenverträge reden. Selbst aber, als Arbeitgeberin der Landesbediensteten, schickt sie Lehrer ohne Vertrag zu Beginn der Sommerferien arbeitslos nach Hause. Das ist staatlich organisierte Leiharbeit. Bitter ist besonders, dass die Landesregierung trotz der jahrelangen Kritik keinerlei Anstalten macht, ihre Praxis zu ändern“, so Josef Dötsch.
So sind nach Mitteilung der Landesregierung selbst, alleine in den Realschulen plus und den Gymnasien im Bereich der Verbandsgemeinden Vallendar und Weißenthurm sowie der Stadt Bendorf 15 Lehrkräfte in diesem Jahr betroffen. Pressemitteilung
Josef Dötsch, MdL