FDP will „Tempo 30“-Antrag für Weitersburger Straßen im Gemeinderat einbringen
Lösungsfindung im Wohnzimmer
Weitersburg. In Weitersburg hatten zahlreiche Bürger den Wunsch geäußert, das Tempo auf der Bendorfer Straße und der Hauptstraße zu mäßigen. Diese Straßen sind Kreisstraßen. Daher kann die Gemeinde nicht alleine entscheiden. Sie muss aber den Antrag für Tempo 30 stellen. Das ist bisher nie geschehen. Paul Peter Baum und Carsten Renner als Mitglieder der FDP erkannten, dass sie dieses Problem nur im Gemeinderat lösen können.
Sie organisierten eine Wahlliste für die Kommunalwahl. Spontan schlossen sich besorgte Eltern und Großeltern an. Ein Antrag wurde entworfen. Ein glücklicher Zufall war, dass Sandra Weeser, stellvertretende FDP-Landesvorsitzende, ohnehin einen Hausbesuch in Weitersburg plante. Sie empfand sofort als junge Mutter von zwei kleinen Kindern die Ängste der Weitersburger Eltern und Großeltern mit. Sie ließ den Entwurf durch einen ehemaligen Verkehrsminister begutachten. Familienvater Herbert Mertin brachte als Rechtsanwalt und ehemaliger Justizminister juristisches Fachwissen ein. Ein Ingenieur für Straßenverkehr gab elektronisch technische Ratschläge. Der Antrag der FDP für die erste Sitzung des Gemeinderates nach der Wahl steht auf www.weitersburg.net. Wenn der Eindruck stimmt und viele Bürger von Weitersburg diesen Plan mögen, gehört auch dazu, dass sie genügend Vertreter der FDP in den Gemeinderat wählen. Nur wenn mindestens Zwei dort sitzen, können sie eine Fraktion bilden. Nur eine Fraktion kann einen Antrag stellen. Das heißt, die FDP bittet Alle, auch die sogenannten Nichtwähler, um eine Art von Bürgerbegehren. In Weitersburg möchten „einige Neue im Rat einmal genau das machen, was die Bürger wollen.“
Dazu brauchen sie aber einen demokratischen Auftrag. Im weiteren Verlauf des Abends wurde noch darüber gesprochen, wie auch weiterhin genügend Kinder zur Welt kommen, die geschützt werden müssen. Hierzu brachte Esther S. Shoemaker, eine Forscherin der Universität Ottawa in Kanada, ganz frische Eindrücke von einer Konferenz von Hebammen aus Brüssel mit. Esther ist unserer Gegend verbunden, denn sie hat ihr Abitur am Hilda-Gymnasium in Koblenz bestanden. Den Kongress in Brüssel hatte die Europäische Union angestoßen und finanziert. Europa fördert Gesundheit – nicht nur von Frauen – durch Austausch von Wissen über Ländergrenzen und Regionen hinweg. Bei der Erörterung zeigten die anwesenden FDP-Mitglieder, dass sie ihre höhere Bildung als Verpflichtung ansehen. Sie setzen sie für das Gemeinwohl ein und schaffen Lösungen.
Sie alle kennen das Problem, dass Leistung nicht immer und überall für Jeden möglich ist. Jeder der Anwesenden musste schon Familie und Beruf miteinander vereinbaren. Der Ausbau der Kinderbetreuung ist der FDP wichtig. Dazu müssen die Gemeinden genügend Geld erhalten. Die FDP will auch einen Weg finden, dass leistungsbereite, aber in ihrer Fähigkeit begrenzte Menschen Hilfe bekommen. Das betrifft junge Familien, aber auch Ältere. Diese Hilfe sollte so gestaltet werden, dass Menschen ihre Leistungsbereitschaft ausleben können. Bei solchen Plänen, die weit über die Gemeindegrenzen hinausgehen, zeigt sich dann doch der Wert einer bundesweit aktiven und vernetzten Partei gegenüber einer örtlichen Wählergruppe. Pressemitteilung
der FDP Weitersburg
