100 Jahre Schönstatt
Mit Freude brechen wir auf
Pilger aus der Diözese Osnabrück waren die ersten im Jubiläumsjahr
Vallendar-Schönstatt. Das große Jubiläumsjahr Schönstatts hat begonnen. Die Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr werden weltweit getroffen. Vor den großen internationalen Jubiläumsveranstaltungen im Oktober, zu der in Vallendar-Schönstatt 8.000 Pilger aus aller Welt erwartet werden, startete die Wallfahrt von Osnabrück nach Vallendar am Rhein, dem Ursprungsort der weltweiten Schönstattbewegung.
Nahezu 400 Pilger aus der Diözese Osnabrück, 180 Pilger aus verschiedenen Städten Deutschlands, mehr als 600 Schönstätter Marienschwestern, ein Kirchenchor, Pilgergruppen aus Brasilien und Argentinien, Einzelpilger, die sich spontan auf den Weg nach Schönstatt machten, das ist das Resümee dieses ersten Wochenendes im Jubiläumsmai. Dass Bischof Dr. Franz-Josef Bode die Wallfahrt aus Osnabrück begleitete, war ein starkes Zeichen seiner Verbundenheit mit der Schönstattfamilie. „Und wir gehen mit Ihnen, Herr Bischof“, versprach Hans Muhle, Leiter der Schönstattbewegung im Bistum Osnabrück, seinem Bischof im Namen der Pilger.
Jubiläumsfreude und viele Anliegen
Das strahlende Maiwetter, die spirituellen Angebote, die bewegenden Gottesdienste, all das trug dazu bei, dass sich das Motto der Wallfahrt in die Seelen und in die Gesichter der Pilger einprägen konnte: Mit Freude brechen wir auf. Dass sich die Freude aneinander, an der Natur, am gemeinsamen Gebet, an Gott auch bei allen Sorgen und Nöten, die die Pilger zum Wallfahrtsort mitbrachten, leben lässt, machte sich am Singen und Lachen und im frohen Austausch miteinander immer wieder bemerkbar.
Am Ende der Wallfahrt stand für die Pilger fest: Die erste Generation Schönstatts hatte in der Zeit des 1. Weltkrieges einen kompletten Alternativentwurf zu Hass und den Schrecken des Krieges vorgelebt. Und heute wollen sie mithelfen, vom Schönstattheiligtum aus ein Reich der Liebe und des Friedens zu bauen.
Mit großem Vertrauen auf die Hilfe der Gottesmutter vom Urheiligtum aus, gestärkt durch das Zeugnis der vielen Glaubenden, die sie in diesen Tagen erlebt hatten, machten sie sich am Sonntagnachmittag wieder auf den Weg. „Die Strapazen einer langen Busreise lohnen sich immer“, ruft ein Pilger beim Abschied zu.
Die Pilger bringen ihre Anliegen zum Urheiligtum und feiern eine Jubiläumswallfahrt. Fotos: privat
Auch die Schwestern waren sehr zahlreich zu ihrer Jubiläumswallfahrt an diesem Maiwochenende gekommen.
Am Samstagabend endete der Wallfahrtstag besinnlich mit einem Gebet in der Anbetungskirche auf Berg Schönstatt.
