Mitglieder der Kolpingsfamilie Vallendar fuhren zum diesjährigen Kolpingstag nach Köln
Mitmenschlichkeit und Solidarität zeigen
Köln/Vallendar. Anlässlich des 150. Todestages von Adolf Kolping fand in der Kölner Innenstadt unter dem Motto „Mut tut gut“ vom 18. bis 20. September der Kolpingtag 2015 statt. Zu diesem Ereignis kamen circa 15.000 Kolpingmitglieder aus ganz Deutschland angereist, darunter auch 14 Mitglieder der Kolpingsfamilie Vallendar. Es waren auch Gäste aus den europäischen Partnerdiözesen und sogar aus Afrika und Südamerika gekommen.
Mehrfach kam an diesen Tagen Gänsehautstimmung auf. So gleich bei der Eröffnung in der Lanxess-Arena, Deutschlands größter Sport- und Versammlungshalle. Das Abendprogramm mit Musik und verschiedenen Vorführungen spiegelte das breite Wirken der Kolpingsfamilien in allen Lebensbereichen wider. Hier wurden unter anderem Grußbotschaften des Papstes und der Bundeskanzlerin auf einem Großbildschirm übertragen.
Am Samstag war die Kölner Innenstadt fest in der Hand der traditionellen Kolpingfarben, Schwarz und Orange. Der Tag begann mit einem Morgengebet in verschiedenen Kirchen. Anschließend wurde in der Altstadt an fünf Hotspots die inhaltliche Arbeit des Kolpingwerkes dargestellt. Die Bereiche Ehe/Familie/Lebenswege, Eine Welt, Arbeitswelt, Kirche und Gesellschaft sowie junge Menschen wurden thematisiert, außerdem gab es Ausstellungen und Vorträge über Adolph Kolping, sein Wirken und sein Werk. Einer der Höhepunkte war die Solidarisierung des Kolpingwerk-Bundesverbands mit Verfolgten aller Nationen. Natürlich durfte auch ein Besuch am Grab Adolph Kolpings nicht fehlen - es war in diesen Tagen ein Lichtermeer. Bei einer Schuhspende, die vorab ausgerufen worden war, kamen 22.000 Paar Schuhe für die Kolping-Recycling GmbH zusammen, darunter auch Schuhe aus Vallendar. Der Erlös geht an das Projekt „Blumenberg“ der Kolpingjugend im Diözesanverband Köln. Zu den weiteren Höhepunkten zählte die Aufführung des Musicals „Kolpings Traum“; viele waren ergriffen von dessen Inszenierung. Das Bundestreffen endete am Sonntag mit dem Abschlussgottesdienst unter Beteiligung unzähliger Kolpingbanner. Kardinal Rainer Maria Woelki hielt dabei eine aufrüttelnde Predigt und rief nochmals zur Mitmenschlichkeit und zur Solidarität mit Flüchtlingen auf. Bezug nehmend auf das Schicksal der Flüchtlinge, gab er den Besuchern mit auf den Weg: „Machen wir es wie Adolph Kolping! Erkennen wir Gott in jedem menschlichen Antlitz.“
