Offizielle Einweihung des Schulwaldes der Schönstätter Marienschule im Feisternachttal
Nachhaltig und fair der Natur gegenüber
Vallendar. Anlässlich des 70. Schulgeburtstages der Schönstätter Marienschule erfolgte kürzlich am Tag des Schulfestes mittags die offizielle Einweihung des Schulwaldes der SMS. Um 12 Uhr konnte Sigrid Heuer, Biologie-Lehrerin und Leiterin der Schulwald-AG, auf dem Parkplatz im Feisternachttal Stadtbürgermeister Gerd Jung, Revierförster Achim Kern, Realschulleiterin Sr. Elvira, mehrere Mütter stellvertretend für die Elternschaft sowie zahlreiche Schülerinnen begrüßen. Gemeinsam machte sich die Gruppe auf den Weg zur Schulwaldfläche, die oberhalb des Feisternachttales am Rheinhöhenweg liegt.
Bereits im Oktober 2013 hatte die damals neu gegründete Schulwald-AG die ersten 60 Laubbäume auf der durch Windbruch freigewordenen Fläche gepflanzt. Die Setzlinge sind inzwischen sehr gut angewachsen und zahlreiche weitere AG-Aktivitäten folgten (Mithilfe bei der Pflanzung von 100 Vogelschutzgehölzen ebenfalls im Feisternachttal, die Teilnahme am Dreckwegtag der Verbandsgemeinde, naturkundliche Wanderungen u.v.m.). Mit Blick auf die von den Schülerinnen gepflanzten Bäume und weitere Aufforstungen im gesamten Tal erläuterte Revierförster Kern die Bemühungen des Forstrevieres hier einen Beitrag zur Artenvielfalt zu leisten. Die Förderung der Biodiversität ist ein wichtiger Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz und hat deshalb auch im Vallendarer Forst einen hohen Stellenwert.
Neben der Pflanzung von Wildapfel, Vogelkirsche, Feldahorn und Rotbuche durch die Schülerinnen wurden zahlreiche weitere Laubholzarten, wie zum Beispiel Esche, Speierling, Elsbeere, Schwarznuss, Esskastanie und weitere Arten, hier angepflanzt. Auch hinsichtlich der Klimaerwärmung soll erprobt werden, welche Baumarten unter den sich ändernden Klimaverhältnissen besser gedeihen.
Wald erleben und entdecken
Wald erleben und entdecken und dadurch Begeisterung für die Natur entfachen, praxisorientiertes Lernen im eigenen Schulwald sowie nachhaltiges Engagement für den Naturschutz durch persönlichen Einsatz sind die drei Säulen, die hinter der Schulwaldidee stecken.
Ziel ist außerdem, dass nicht nur die AG-Schülerinnen, sondern möglichst viele Marienschülerinnen im Biologie-Unterricht die Fläche im Feisternachttal besuchen und den Wald erkunden.
Bürgermeister Jung freute sich über die Aktivitäten und die Pflege der städtischen Fläche und bedankte sich für das große Engagement. Frau Heuer lies es sich nicht nehmen, die Gelegenheit zu nutzen und Träume bzw. ihre persönlichen Wünsche auszusprechen: „Ein kleines Klassenzimmer im Freien aus einfachen Tischen und Bänken in Schulwaldnähe, ähnlich wie an der Waldökostation im Koblenzer Stadtwald, und dieses natürlich genutzt von allen Vallendarer Schulen - das wäre eine tolle Sache!“
Nach den Erläuterungen folgte ein kleiner Imbiss im Wald. Es gab "fair" gehandeltes Gebäck und Bio-Käsestangen, entsprechend der beiden Schulprojekttage von Frau Heuer und Frau Fölbach vor dem Schulfest, die mit 22 Schülerinnen die Themen "Nachhaltiger Lebensstil" und "Fairtrade" erarbeitet hatten.
Da der Begriff Nachhaltigkeit ursprünglich aus der Forstwirtschaft stammt, fand am ersten Projekttag auch eine themenbezogene naturkundliche Exkursion ins Feisternachttal statt.
Bürgermeister Jung und Förster Kern wurden zum Schulfest und in das Fairtrade-Café der Projektgruppe eingeladen, wo die Schülerinnen mit weiteren "fair" gehandelten Produkten, fairen Getränken und selbst gebackenen Kuchen aus fairen Zutaten die Gäste „fair-wöhnten“.
Die Bäume der ersten Pflanzaktion wurden in Kooperation mit der Deutschen Umweltstiftung gepflanzt.
Die Gruppe mit erfrischenden Getränken und Knabbereien.
Frau Heuer erläuterte an der Pflanzfläche der Gruppe, welche Ziele durch einen eigenen Schulwald und durch weitere Aktivitäten der Schulwald-AG erreicht werden sollen.
