Verbandsgemeinderat Vallendar tagte im Rathaus
Neuer Radweg war Thema
Radweg zwischen Vallendar und Höhr-Grenzhausen ist machbar, allerdings zurzeit nicht finanzierbar
Vallendar. Am letzten Donnerstag trafen sich die kommunalen Parlamentarier zur Verbandsgemeinderatssitzung im Rathaus. Es gab einen nicht öffentlichen und einen öffentlichen Teil. Im ersten Teil ging es um eine Vertragsangelegenheit, die nicht näher erläutert wurde. Im öffentlichen Teil beschloss man die Anschaffung eines „Mittleren Löschfahrzeugs MLF“ für die Weitersburger Wehr zum Preis von 130.000 Euro. Die Anschaffung wird durch Landesmittel in nicht unerheblicher Summe bezuschusst. Durch die öffentliche Filmvorführung der „Feuerzangenbowle“ anlässlich des Weihnachtsmarktes werden der Verbandsgemeindeverwaltung 1.500 Euro gespendet. Die Annahme von Spenden und ähnlichen Zuwendungen ist in der Gemeindeordnung geregelt. Sie bedarf der Zustimmung des Rates. Die Namen der Spender sind nicht öffentlich zu machen und werden im nicht öffentlichen Teil genannt. Der Rat nahm die Spende an.
In einer vergangenen Ratssitzung hatten die Kommunalpolitikerinnen und -politiker beschlossen 5.000 Euro zur Verfügung zu stellen, um durch ein Fachunternehmen feststellen zu lassen, unter welchen Bedingungen und zu welchen Kosten, ein Radweg zwischen Vallendar und Höhr-Grenzhausen zu verwirklichen wäre. Nun war Ingenieur Oliver Weinand zur Sitzung eingeladen und stellte seine Studie vor. Der knapp 4,2 Kilometer lange Radweg an der L 308 und durch das angrenzende Waldgebiet ist natürlich machbar und nach Ansicht des Fachmanns auch ohne besonders großen Aufwand zu verwirklichen. Nur auf wenigen Hundert Metern müsste der Weg in die Böschung gebaut werden und an anderer Stelle eventuell durch sogenannte Auskragungen geführt werden. Im Großen und Ganzen würde der gewünschte Weg über Waldgrundstücke angelegt sein. So könnte ein sicherer Radweg zwischen Westerwald und Rhein entstehen. Er berechnet die Kosten zurzeit mit knapp 2 Mio. Euro.
Es folgte eine Aussprache im Rat und schnell wurde klar, dass der wünschenswerte Radweg an den Kosten scheitert. Selbst durch kommunale Zusammenarbeit, Landes- und Bundeszuschüsse würden auf die Gemeinde Vallendar erhebliche Kosten zukommen. Geld, das nicht da ist. Andere Bauprojekte - wie zum Beispiel der Stadthallenbau - haben Priorität. So wird ein sicherer Radweg zwischen Vallendar und Höhr-Grenzhausen für die nächsten Jahre ein echter „Traumpfad“ bleiben.
