Zweiter Teil des Sitzungsberichts aus Niederwerth
„Off em Werth, do gieht et ab, alle unner einer Kapp“
Mittlerweile haben die Narren unter der Leitung von Präsident Thomas Stein bereits fünf Termine absolviert
Niederwerth. Mittlerweile haben die Werther Narren unter der Leitung ihres Sitzungspräsidenten Thomas Stein bereits fünf Mal ihren echten Werther Karneval auf die Bretter der Rheinschanz gezaubert. Momentan geht der Sitzungsmarathon auf der Insel in die Pause, denn zwei fantastische Sitzungswochenenden mit bisher fünf Sitzungen sind bereits vergangen, während nun noch zwei weitere Sitzungswochenenden mit insgesamt vier Sitzungen bevorstehen.
Angesichts der Begeisterung der Sitzungsbesucher schätzen sich die Inselnarren wieder einmal sehr stolz und glücklich über diese bislang wieder einmal großartige Session. Denn auch in diesem Jahr heißt es wieder: neunmal ausverkauftes Haus und neunmal Spaß und Frohsinn auf der Rheininsel Niederwerth.
Nachdem die KVN-Funken mit ihrem Gardetanz auf der Bühne so richtig das Feuer entfachten, betrat Toni-Peter Pütz als „Opa“ die Bühne. Er begeisterte das Publikum mit seinen Schilderungen, wie der liebe Enkel über die Weihnachtsage bei „Oma und Opa“ zu Besuch war und deren Nerven bis aufs Äußerste strapazierte. Besinnlichkeit? Fehlanzeige. Dafür umso mehr Zündstoff für die Lachmuskeln des närrischen Publikums, das diese hervorragende Büttenrede mit gewaltigem Applaus belohnte.
Nun stand niemand Geringeres als Christoph Schmidt alias „dä Schmidte’ Jung“ bereits in den Startlöchern, der in seinem mittlerweile schon vierten Jahr bei den Inselnarren in diesem Jahr als „Heiratsinstitut von Christoph Schmidt“ brillierte. In seiner unnachahmlichen Art präsentierte er dem närrischen Publikum seinen bunten Katalog von der KVN-Resterampe, um auch wirklich jeden Inselnarren unter die Haube zu bringen. Sein gigantischer Vortrag mit der geballten Ladung Humor, Gesang und noch mehr „maaah“ brachte den Saal so richtig zum Kochen.
Nun war es an der Zeit, dass die „älteste Boyband der Welt“ die Bühne in der Rheinschanz zum Beben brachte. Die Schängelsänger Toni-Peter Pütz, Jörg Hilden, Harald Stein, Rolf Rockenbach, Lori Becher, Lothar Klöckner, Werner Kreuter und Jonas Willmes, musikalisch begleitet von Gerd Meyer, heizten dem Saal mit wunderschönen Melodien und schmissigen Klängen mächtig ein. Nachdem sie die Herzen der Narren im Saal und besonders der Damenwelt im Sturm erobert hatten, verabschiedeten sie sich emotional mit ihrer tollen Hymne „Unsere Heimat“, bevor sich nun ganz hoher Besuch auf der Narrenbühne ankündigte.
Kein Geringerer als der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Mister Donald Trump, stattete der Insel einen Besuch ab und kündigte an: „Make Niederwerth great again.“ Was Sabine Reichert da mit ihrer Darbietung auf die Bühne zauberte, war schlichtweg ein Meisterwerk in Mimik, Gestik und Akzent. Als sich Donald Trump dann aber mal wieder etwas weit aus dem Fenster lehnte und es auf die Präsidentenkappe von Sitzungspräsident Thomas Stein abgesehen hatte, setzte Polizist Toni-Peter Pütz dem bunten Treiben ein Ende, der Saal war am brodeln.
Nun betraten Leon Hause und Michel Stein die Bühne, um sich wie immer herrlich gegenseitig aufs Korn zu nehmen. Dass die beiden kein Blatt vor den Mund nehmen, dürfte mittlerweile jedem Sitzungsbesucher hinlänglich bekannt sein. So entfachten die beiden auch in diesem Jahr wieder ein Feuerwerk für die Lachmuskeln des närrischen Publikums. Doch damit nicht genug: Der ohnehin schon ausgezeichnete Vortrag wurde von Werbepausen umrahmt, in denen Manfred „Dicki“ Hause den Schnaps „Echter Vallerer“ präsentierte und selbstverständlich auch verköstigte. Dass dies mit steigendem Alkoholpegel dann mehr und mehr aus dem Ufer lief, brachte den Saal dann endgültig zum Kochen. Die Sitzungsbesucher verabschiedeten Leon, Michel und „Dicki“ mit gewaltigem Applaus von der Bühne. Das nach Luft schnappende Publikum hatte sich nach dieser genialen Zwerchfellattacke nun wirklich eine Pause verdient. Doch diese diente lediglich zur kurzen Erholung innerhalb von zweimal elf Minuten, denn mit mächtig viel Stimmung brachte die Band „Talentfrei“ den Saal zu Beginn der zweiten Halbzeit sofort wieder auf Betriebstemperatur. Aber mehr zum stimmungsgeladenen Auftritt der Band „Talentfrei“ und zum restlichen Sitzungsprogramm der Niederwerther Narren in der nächsten Ausgabe.
Weitere Termine: sechste Sitzung am Freitag, 7. Februar, um 19.11 Uhr, siebte Sitzung am Samstag, 8. Februar, um 19.11 Uhr, achte Sitzung am Freitag, 14. Februar, um 19.11 Uhr, neunte Sitzung am Samstag, 15. Februar, um 19.11 Uhr.
Toni-Peter Pütz begeisterte in seiner Rolle als „Opa“.
