Ringvorlesung der PTHV im Rosa-Flesch Tagungszentrum, Waldbreitbach
„Personenzentrierung“
Bausteine für einen heilsamen Umgang bei Menschen mit Demenz zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Vallendar/Waldbreitbach. Auch im akademischen Jahr 2017/18 bietet die Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar (PTHV) wieder für die interessierte Öffentlichkeit eine Ringvorlesung an – dieses Mal zum Thema „Heil und Heilung“. Wie bei den beiden vorangegangenen Ringvorlesungen „Was heißt schon alt?“ (akademisches Jahr 2015/2016) und „Christliches Abendland? Wie entstehen und verändern sich europäische Identitäten?“ (akademisches Jahr 2016/17) ist auch diese wieder ein Gemeinschaftswerk, an dem Lehrende beider Fakultäten – Theologie und Pflegewissenschaft – beteiligt sind. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Ringvorlesungen findet diese an unterschiedlichen Orten statt: in Vallendar, in der Stadtbibliothek Koblenz, im ISSO-Institut in der Koblenzer Altstadt, im Rosa Flesch-Tagungszentrum Waldbreitbach und im Forum Antoniuskirche Waldbreitbach.
Zum Thema „Personenzentrierung: Bausteine für einen heilsamen Umgang bei Menschen mit Demenz zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ laden wir Sie oder eine Vertreterin/einen Vertreter Ihres Hauses sowie die interessierte Öffentlichkeit am 5. Juli ab 19.30 Uhr ins Rosa-Flesch Tagungszentrum, Margaretha-Flesch-Straße 12, Waldbreitbach, ein. Referent ist Prof. Dr. Hermann Brandenburg, Lehrstuhl für Gerontologische Pflege an der PTHV. In dem Vortrag wird der Referent die These entfalten, dass unter den gegenwärtigen Bedingungen der (stationären) Langzeitpflege eine Umsetzung einer personenzentrierten Pflege nicht möglich ist. Als Stellschrauben, an denen eine Veränderung ansetzen muss, werden drei Bereiche identifiziert. Erstens geht es um die individuelle Ebene (Einstellung, Haltung, Habitus), zweitens um die Organisationsstrukturen. Hier wird vor allem auf die Logik der organisationalen Zwänge eingegangen. Drittens wird der gesellschaftliche Bezug thematisiert. Hier wird insbesondere auf die politische Großwetterlage Bezug genommen, welche den Gesundheits- und Versorgungssektor bereits seit geraumer Zeit ökonomisiert und Pflege zunehmend zu einem Renditeobjekt gemacht hat. Bevor auf diese Perspektiven eingegangen wird, nimmt der Referent ausführlich zur personenzentrierten Pflege Stellung, die als moralisches Verhältnis zwischen Personen bestimmt wird. Ein Blick auf die Realität der Pflege in den Heimen ist ebenfalls notwendig, um die oben genannte These nachvollziehen und ggf. kritisieren zu können.
Die Ringvorlesungen werden vom Domradio in Köln übertragen und sind nach dem jeweiligen Termin in der Mediathek des Domradios (www.domradio.de) verfügbar.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.
Pressemitteilung PTHV
