Freie Wählergruppe Niederwerth e.V.
Politik von der Insel für die Insel
Niederwerth. Nach unserem vorangegangenen Bericht zu Jahresbeginn haben sich die gemeindlichen Gremien der Insel nach der Kommunalwahl vom 25. Mai wieder neu formiert. Für die FWG Niederwerth brachte die Wahl zum Ortsgemeinderat durchaus ein gutes Ergebnis, konnte doch die FWG Niederwerth als einzige Gruppierung überhaupt Stimmenzuwächse verbuchen. Die Wählerinnen und Wähler haben dabei die äußerst aktive und vor allem konstruktive sowie zielgerichtete FWG-Politik der zurückliegenden Legislaturperiode honoriert, dafür an dieser Stelle nochmals recht herzlichen Dank. Leider hatte es nicht dazu gereicht, die einseitigen Mehrheitsverhältnisse und damit die Meinungsbildungsmöglichkeiten im Inselrat offener zu gestalten. Die FWG Fraktion ist dabei äußerst knapp an dem sechsten Ratsmandat vorbeigeschrammt und im Ortsgemeinderat nunmehr wiederum mit 5 Ratsmitgliedern vertreten. Dies sind Otmar Herzig, Andre Klöckner, Frank Schemmer, Wilfried Münz und als Fraktionssprecher Horst Klöckner. Helmut Klöckner fungiert erneut als erster Ortsbeigeordneter der Inselgemeinde. Anton Zengler, Markus Stein und Tino Zengler verstärken die FWG im Ausschuss für Technik und Umwelt. Leider war das intensive Engagement unseres Ortsbürgermeisterkandidaten Wilfried Münz nicht vom erhofften Erfolg gekrönt, da der Amtsinhaber in Niederwerth letztlich hohe Sympathien genießt.
Zwischenzeitlich hat die FWG wieder die politische Arbeit aufgenommen. So steht zurzeit vor allem wieder die Ortsentwicklung im Vordergrund. Hierzu konnten die Straßenbaumaßnahmen im Bereich der Brückenstraße sowie die Neuanlage eines Verbindungsweges zwischen der Steinstraße und dem Schultheißgang fast vollendet werden. Vor allem die Komplettsanierung der Brückenstraße auf der Grundlage des von der FWG initiierten wiederkehrenden Beitrages als Finanzierungsmodell für öffentliche Erschließungsanlagen bedeutet für Niederwerth einen weiteren Qualitätssprung. Lebens- und Wohnwert sind dort in erheblichem Maße gesteigert worden. Auch die Neugestaltung im o.g. Gassenbereich geht auf einen FWG-Antrag zur Dorferneuerung zurück, um Licht, Luft und Bewegungsfreiheit in den alten Dorfkern zu bringen.
Dass es aber nicht immer nur komplett einstimmige Meinungsbilder im Inselrat gibt, verdeutlicht die ebenfalls auf Initiative der FWG angestoßene Diskussion um das Gelände des Spielplatzes „In der Burg“. Während für die FWG Niederwerth die harten Fakten einer einerseits kaum noch vorhandenen Frequentierung dieses Platzes sowie andererseits aber vor allem die deutlich sinkende Kinderzahl auf der Insel (Gesamtzahl der Schüler/-innen in der Grundschule früher über 100 Personen, aktuell noch ca. 38 Personen) den Vorsorgeanlass für eine Neuausrichtung in diesem Bereich deutlich machen, sehen andere Meinungen im Inselrat die Veränderungsnotwendigkeiten aufgrund des eindeutigen demografischen Wandels noch nicht gekommen.
Die FWG-Niederwerth hätte hier gerne gesehen, dass die personellen und vor allem finanziellen Aufwendungen besser für die Bestandsicherung der üppig vorhandenen Infrastruktur zum Beispiel der anderen beiden vorhandenen Spielplätze neben der Grundschule und auf dem Abenteuerspielplatz Verwendung gefunden hätten oder in die Erhaltung der Grundschule selbst geflossen wären. Auch ein Mehrgenerationenspielplatz (Begegnungsplatzes für Senioren und Kinder) an anderer Stelle hätte hier aus FWG-Sicht eine zukunftsgerichtete Denkoption sein können.
Letztlich waren unsere Gedanken jedoch leider nicht mehrheitsfähig, insofern muss die weitere Entwicklung in diesem Bereich nach der Auffrischung der Bestandsanlage zunächst beachtet werden. Weiterhin hatte die FWG-Niederwerth sich dafür eingesetzt, Lösungsmöglichkeiten in Bezug auf das Anwesen des ehemaligen Wasserwerkgebäudes neben dem Schützenplatz zu erreichen. Hier wurde auf Antrag der FWG zwischenzeitlich der Kontakt mit dem Eigentümer des Anwesens gesucht, um eine verbesserte Gestaltung an diesem für die Insel sehr markanten Bereich zu ermöglichen. Die Gespräche laufen weiter.
Ebenso konnte kürzlich auch eine weitere FWG-Antragsinitiative die örtliche Umsetzung erfahren. Dies betrifft die bereits am 27.10.2009 von der FWG beantragte Vorrichtung zur Notstromversorgungsmöglichkeit des Schulgebäudes in Niederwerth. Hartnäckiges und jahrelanges Beharren auf die erforderliche Anordnung dieses für Notfälle sehr wichtigen Vorbeuge-Inventars ist nun belohnt worden, was letztlich sogar unter Mithilfe der Verbandsgemeinde-FWG auf finanzieller Grundlage der Verbandsgemeindeverwaltung Vallendar erfolgte und daher noch den Haushalt der Inselgemeinde verschonte.
Auch im kommenden Jahr wird die FWG Niederwerth nicht müde werden, neue Ideen zur Entwicklung unserer lebenswerten Gemeinde in die Beratungen einzubringen, um das Dorfleben zu aktivieren. Die Freien Wähler wünschen allen Leserinnen und Lesern ein angenehmes Weihnachtsfest sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr. Abschließend gilt noch ein Dank an alle Ratsfraktionen für eine in der Gesamtbetrachtung konstruktive und vertrauensvolle Gemeinderatsarbeit zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger der Insel.
