Internationale Eröffnung des Jubiläumsjahres 2014
Schönstatt feiert Geburtstag und Tausende gratulierten
Vallendar.Josef Kentenich war Pallottinerpater und lebte von 1886 bis 1968. Kentenich muss wohl eine große Portion Charisma gehabt haben, ganz sicherlich war er ein mutiger Mann, der sich für seinen Glauben stark engagierte und dafür über drei Jahre im Konzentrationslager Dachau inhaftiert war. Kentenich lebte und wirkte unter anderem in Vallendar. Der 18. Oktober 1914 gilt als Gründungstag der Schönstattbewegung.
Am letzten Wochenende begannen in Vallendar die Feierlichkeiten zur Internationalen Eröffnung des Jubiläumsjahres 2014. In einem festlichen, gut zweistündigen Gottesdienst auf der großen Wiese nahe dem Schönstattkapellchen eröffnete Stanislaw Kardinal Rylko, Präsident des Päpstlichen Rates für die Laien, am Freitagabend das Jubiläumsjahr. Insgesamt 2000 Gläubige waren zur Feier gekommen.
Die Zeremonie beinhaltete eine Fülle von symbolhaften Handlungen. So klopfte der Kardinal mit einem großen Pilgerstab an die Türe der Schönstattkapelle, in der Glaubensgemeinschaft „Urheiligtum“ genannt, und trat als erster Pilger im Jubiläumsjahr in das kleine Gotteshaus. Die Marienverehrung nimmt im Glaubensleben der Schönstätter einen großen Raum ein, die Gläubigen sind mit Maria ein sogenanntes „Liebesbündnis“ eingegangen.
So wurde das Marienbild auf einer Lade in einer festlichen Prozession getragen, begleitet von Fahnenträger aus 72 Ländern. Zwei Kinder überbrachten Kardinal Rylko Grüße, ein indischer Verehrungsritus wurde zelebriert, in verschiedenen Sprachen wurden Glaubenszeugnisse abgelegt, das Feuer einer Jubiläumsfackel, entzündet in der Gründerkapelle, wurde weitergegeben. An Maria gerichtet, betete man gemeinsam: „Der Glaube von Pater Kentenich hat dich bewogen, in Schönstatt dein Haus zu errichten...wir bitten mit jedem Schritt auf unserem Pilgerweg: Entfache in uns neu das Feuer der Liebe zu dir, zu Pater Kentenich und zur Familie.“
Die Schönstattgemeinschaft versteht sich als weltweit verteilte Familie. Mittelpunkt jeder regionalen Glaubensgemeinschaft ist die Nachbildung des Vallendarer Schönstattkapellchen - Heiligtum genannt - davon gibt es insgesamt einhundertsiebenundneunzig.
Die Eröffnung des Festjahres war begleitet von zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen, so zum Beispiel der Uraufführung des Musicals „Auf dem Hochseil“ über das Leben des Gründers.
Am Sonntag feierten 3.500 Gläubige eine Messe mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Erzbischof Dr. Robert Zollitsch. Der Freiburger Bischof ist Mitglied der Schönstatt Diözesanpriester.
Die Schönstattkapelle, das „Urheiligtum“.
Das Marienbild wurde auf einer Lade in einer festlichen Prozession getragen.
Während des Gottesdienstes auf der großen Wiese nahe der Schönstattkapelle wurde ein indischer Verehrungsritus zelebriert.Fotos: AND
Insgesamt 2000 Gläubige waren zur Feier am Freitagabend gekommen.
