Deutscher Hausfrauen-Bund OV Vallendar e.V.
Sommerliche Fahrt nach Würzburg und Umgebung
Vallendar. Es geschehen noch Zeichen und Wunder! Die Fahrt mit dem Moselaner-Bus verlief ohne jeden Stau auf der A3 Richtung Würzburg.
Strahlend blauer Himmel und fast zu hohe Temperaturen ließen die Besucher der Landesgartenschau immer wieder einen Platz im Schatten suchen. Nach der Mittagspause begaben sie sich unter fachkundiger Leitung von Frau Nickel auf einen Erkundungsgang über das Gelände, auf dem später der neue Stadtteil Hubland für 4000 Einwohner entstehen soll. Dieses Areal hatte über die Jahrhunderte eine wechselvolle Geschichte. Das letzte Kapitel hieß „Stützpunkt der amerikanischen Streitkräfte“. „Wo die Ideen wachsen“, so lautet das Motto der Gartenschau und weist damit auf Zukünftiges hin. Der Klimawandel und die damit verbundenen Wetterphänomene bringen eine veränderte Sichtweise auf den heutigen Umgang mit der Natur mit sich. Die Gartenschau macht es sich zur Aufgabe, Forschungsergebnisse und Lösungsansätze für die Zukunft vorzustellen. Natürlich kann man sich beim Rundgang auch durch herrlich angelegte Themen- und Nutzgärten, Gartenkunst, floristische Arrangements in den Blumenhallen inspirieren lassen. Und Einkehrmöglichkeiten, um sich zu erfrischen, gab es auch ausreichend, und das war an diesem Sommertag besonders wichtig.
Im Hotel „Weißes Lamm“ in Veitshöchheim angekommen, war nach all den Eindrücken erst einmal eine Ruhepause nötig. Erfrischt fand sich die Gruppe im Restaurant Rokoko zum gemeinsamen Abendessen ein. Ein sich anschließender gemütlicher Spaziergang entlang des Mains und durch die malerischen Straßen des kleinen Ortes rundete den Tag ab.
Zweiter Tag begann mit einer Stadtführung
Mit dem Thema Rokoko ging es am nächsten Tag direkt weiter. Die Stadtführerin Frau Kistenberger traf sich mit der Gruppe vor dem Schloss des Fürstbischofs von Seinsheim. Hier befindet sich einer der schönsten Rokokogärten Europas. Heckengesäumte Wege, zauberhafte Ausblicke und etwa 300 barocke Skulpturen finden sich in diesem herrlichen Park, dessen Glanzpunkt der Große See mit der Parnassgruppe ist. Der Parnass ist eine Skulpturengruppe aus Sandstein und künstlicher Felsenarchitektur, die im 18. Jahrhundert geschaffen wurde.
Per Schiff machte sich die Gruppe anschließend auf den Weg nach Würzburg. Nach ein wenig Zeit für einen kleinen Stadtbummel wartete schon der Bus am Alten Kranen zur Stadtrundfahrt durch Würzburg und auf die Festung Marienberg. Hierbei wurde die Gruppe von Frau Arz begleitet, die mit Freude ihre Heimatstadt vorstellte. Nach einem geführten Spaziergang durch den Park des barocken Residenzschlosses, einer UNESCO-Welterbestätte, im 18. Jahrhundert erbaut nach den Plänen von Balthasar Neumann, fuhren die Besucher mit dem Bus weiter zur Festung Marienberg. Ursprünglich eine Fliehburg wurde sie später zum Schloss umgebaut und nach dem Dreißigjährigen Krieg zur Barockfestung ausgebaut. In der Zeit entstand auch der Fürstengarten, von dem aus man einen beeindruckenden Blick auf die der Festung zu Füßen liegende Stadt Würzburg hat.
Es blieb noch genügend Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden und in einem der schönen Straßencafés Kuchen oder Eis zu genießen. An der Alten Mainbrücke wartete am späten Nachmittag der Bus für die Heimreise. Und wieder ging es über die A3 staufrei zurück nach Vallendar. Wenn Hausfrauen reisen….
