Völkerball bot Rammstein-Klassiker mit Pyro-Technik vom Feinsten
„Summer in the City“
Rockspektakel auf dem Kirchplatz lockte mehr als 2.000 Besucher nach Bendorf
Bendorf.Zum fünften Mal rockte es mit „Summer in the City“ auf dem Kirchplatz. Die Veranstalter - die Stadt Bendorf, die Werbegemeinschaft Blickpunkt und die ARGE Rockfestival Bendorf unter der Federführung von Weihnachtsrockmacher Michael Enschelmaier - hatten bei der Bandauswahl voll den Geschmack des Publikums getroffen. Angesagt waren zwei der gefragtesten Coverbands - also Musikgruppen, die hauptsächlich Stücke anderer bekannter Gruppen täuschend echt kopieren - die stilechte Bühnenshow eingeschlossen.
Juke Box Hero und Völkerball
Im Vorprogramm standen Juke Box Hero auf der Bühne mit Musik der Gruppe Foreigner - toll interpretiert und dargestellt. Richtig siedend heiß wurde der Sommer in der Stadt Bendorf allerdings erst nach 21 Uhr - „Völkerball“ trat auf - eine Tributband von „Rammstein“. Da ging die Post aber heftigst ab. Mehr als 2.000 Zuschauer waren gekommen, um die Songs und die Bühnenshow live zu erleben. Die hatte es wahrlich in sich, inklusive den Outfits der Musiker, der Requisite und der Maske. Hinzu kam eine ganze Reihe von Pyrotechnik mit Licht und Feuer - das heizte den Zuschauern im abendlichen Hochsommerklima zusätzlich ein.
Ein echter Wirtschaftsfaktor
„Wir haben 1.620 Karten im Vorverkauf an die Konzertbesucher verkaufen können“, stellt Werner Prümm, Fachbereichsleiter Wirtschaftsförderung von der Stadt Bendorf zufrieden fest - hinzu kamen mehrere hundert Karten an der Abendkasse. Die Vorbereitungsarbeit habe sich gelohnt, so der Wirtschaftsförderer. Alleine der diesjährige Bühnenaufbau dauerte durch die Pyrotechnik zwei Tage länger als sonst. „Summer in the City“ habe sich damit erneut in der Stadt Bendorf etabliert, und stellt ein Sommer-Pendant zum Weihnachtsrockfestival in der Stadt dar, dass schon seit über 25 Jahren ein fester, sehr gefragter Bestandteil des Veranstaltungskalenders in der Region ist, so Prümm. Open-Air-Rockveranstaltungen in der Stadt, im Ortskern, sind im Sommer sehr beliebt und sind neben dieser Funktion ein echter Wirtschaftsfaktor. Dass so etwas funktioniert, geht nur, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen und zusammenarbeiten. In der Stadt Bendorf scheint das auf Anfrage fantastisch zu funktionieren. Stadt, Anwohner und Gastronomen arbeiten Hand in Hand. Selbst das direkt in der Nähe liegende Krankenhaus sieht keinen Grund zur Beschwerde, so die Veranstalter. Das ist scheinbar nicht selbstverständlich. Davon können die ehrenamtlichen Veranstalter von „Rock am Roodes“ im benachbarten Vallendar ein Lied singen, das gar nicht so gut klingt. Da gibt es Auflagen bezüglich Termin und Uhrzeit und Lärmmessungen werden angekündigt. Wie stellte Wilhelm Busch schon fest: Musik wird störend oft empfunden, weil stets sie mit Geräusch verbunden. Und einzelne Personen können tausend Menschen den Spaß an der Freude nehmen - Friedrich Schiller brachte es auf einen Punkt: Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem Nachbarn nicht gefällt - schade ist´s!
Über 2.000 Besucher rockten den Bendorfer Kirchplatz.
