Ferienfreizeit der Pfarreiengemeinschaft Vallendar-Urbar
Tolle Jubiläumstour an der Ostsee
Noorgardholz/Vallendar. Nach nunmehr neun erfolgreich durchgeführten Ferienfreizeiten in der Schweiz, in Holland, am Bodensee, im Kaunertal, in Rettenberg, am Ammersee und Alpsee war das Ziel im Jubiläumsjahr das bereits aus dem Jahr 2012 bekannte Wilhelm-Knuth-Haus an der Ostsee.
Jedes Jahr brachte bisher ein „Highlight“ mit sich, welches nicht so schnell in Vergessenheit geriet, sei es eine brennende Jeans über einem heißen Ofenrohr, verlorene Wetten, bei denen schon Vollbärte abrasiert werden mussten bzw. die Betreuer kurzzeitig die Haarfarbe wechseln mussten, einen Feueralarm nach fünfminütiger Anwesenheit in der Unterkunft, den Promi-Besuch von Jimi Blue Ochsenknecht bis hin zu abenteuerlichen Schwimmerfahrungen zweier Betreuer, die um ein Haar kein gutes Ende gefunden hätten. Aber: Alle vergangenen Freizeiten waren immer mit sehr viel Spaß, schönen Erinnerungen, netten Menschen und vielen neuen Freundschaften verbunden, genauso wie auch bei der diesjährigen Ferienfreizeit.
Los ging es am Montag, 28. Juli. Um 8.30 Uhr fanden sich 33 Kinder und Jugendliche zwischen elf und 17 Jahren am Koblenzer Hauptbahnhof ein. Pünktlich um 9:11 Uhr ging es per ICE los in Richtung Sonne, Sommer und Strand. Nach acht Stunden Bahnfahrt und anschließender halbstündiger Busfahrt war es dann endlich geschafft: Wir erreichten gegen 18 Uhr unser Ziel, das evangelische Freizeitheim in Norgaardholz, direkt an der Ostsee gelegen. Unser bereits zuvor angereistes Küchenteam erwartete uns schon mit einem fertig zubereiteten Abendessen.
An den folgenden Tagen konnten wir dank sommerlicher Temperaturen fast jeden Tag den nur 200 Meter entfernten Strand besuchen und in der angenehmen Ostsee schwimmen. Doch auch das zuvor vorbereitete Programm kam bei den Teilnehmern gut an: eine Strandolympiade mit unterschiedlichen Disziplinen, unzählige Fußball- und Volleyballspiele, ein Ausflug nach Flensburg, eine Nachtwanderung (inklusive vorher nicht eingeplanter Bekanntschaft der umliegenden Nachbarn), ein Besuch im Maislabyrinth, ein selbst inszeniertes Krimi-Dinner, Bodypainting, T-Shirts entfärben, Muschelbilderrahmen basteln sowie ein Cocktailabend bis hin zu langen Lagerfeuernächten trafen den Geschmack aller Teilnehmer. Beim diesjährigen Tagesausflug ging es morgens mit der ersten Fähre nach Flensburg: Vorbei an riesigen Containerschiffen und der legendären Gorch-Fock, dem Segelschulschiff der deutschen Marine, sowie den Ochseninseln legten wir im Flensburger Hafen an. In der Stadt bestand die Möglichkeit, die Flensburger Sehenswürdigkeiten auf dem Kapitänsweg kennenzulernen, das Schifffahrtsmuseum oder auch die Phänomenta zu besuchen, in der man hautnah die Gesetze der Physik erleben und auch ausprobieren konnte.
In den vielen kleinen Räumen des ehemaligen Kaufmannshofes und in den großzügig gestalteten, modernen Räumen des Neubaus konnten Versuche zur eigenen Wahrnehmung, zur Mechanik, Optik und zu vielen anderen Themen durchgeführt werden. Mit der letzten Fähre traten wir die Heimreise an. Im Haus angekommen, überraschte uns das bereits vorher aus Flensburg zurückgereiste Küchenteam mit dem bereits fertigen Abendessen. Ein gelungener Tag, der bis teils spät in die Nacht am Lagerfeuer seinen Ausklang fand.
Das selbst inszenierte Krimi-Dinner wurde von einer kleinen Gruppe der älteren Teilnehmer selbst erdacht und bühnenreif dargestellt und stellte die Zuschauer vor das Rätsel, wer denn jetzt nun wirklich das Bauernmädchen brutal ermordet hat.
Schließlich konnten sechs Hobbyermittler, die ebenfalls auf der Party waren, Licht ins Dunkel bringen und den Fall lösen. Unterbrochen wurde die Vorführung durch ein Drei-Gänge-Menü, bestehend aus einer selbst gemachten Tomatensuppe mit einem Hauch von Crème Frâiche und Basilikum (Vorspeise), gefolgt von einer Lasagne, wahlweise mit Hackfleisch- oder Fischfüllung (Hauptspeise) und der Nachspeise: gemischtes Eis mit Waffel und einer Note frischer Pfefferminze. Einen „Sonnenaufgangsgottesdienst“ am noch fast leeren Sandstrand (morgens um 5 Uhr) feierte P. Roman Fries mit uns, der hierfür drei Tage zu Besuch kam. Nach dem Wieder-zu-Bett-gehen folgte daraufhin ein verdienter Langschläfer-Brunch, der für die Unterbrechung der Nacht entschädigte.
Nach zehn Tagen in einem tollen Haus mit erstklassiger Lage, perfektem Wetter, lustigen und sympathischen Menschen, spitzenmäßigem Essen, vielen neuen Freundschaften und jeder Menge Spaß traten wir am Mittwoch, 6. August die Heimreise an. Ein herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle unserem Fünf-Sterne-Küchenteam Anja und Mark Isaak und Nicki Münz für die kulinarischen Meisterleistungen, sowie unserem Team-Leiter Thomas Muth, der in den letzten zehn Jahren eine Menge Verantwortung und zeitlichen Aufwand auf sich genommen hat.
Bilder und Informationen sind ab sofort auf www.ferienfreizeit-vallendar.de veröffentlicht. In diesem Sinne freuen wir uns schon sehr auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr – voraussichtlich im bereits bekannten „Alpseehof“, direkt am großen Alpsee.
