Allgemeine Berichte | 20.10.2015

Lauftreff TV Urbar

Ultralauf im Hohen Atlas

Ultralauf im Hohen Atlas

Urbar. Auf einen Ultralauf der ganz besonderen Art ließen sich zwei Mitglieder des Lauftrefffes vom TV Urbar am Donnerstag, 1. Oktober ein. Sie waren Teilnehmer bei der siebten Austragung des UTAT (Ultratrail Atlas Toubkal) im Atlasgebirge in Nord-Afrika. Der UTAT ist ein Ultralauf über 105 Kilometer und 6.500 +/- Höhenmeter. Die Schwierigkeit bei diesem Lauf besteht aus den wechselnden Temperaturen zwischen Tag und Nacht und der Höhe, in der die Läufer unterwegs sind. Dazu kommt noch die Autonomie der Läufer über viele Stunden, in denen weder mobiles Netz oder GPS vorhanden sind. Zusätzlich gibt es noch einen Marathon und einen Lauf über 26 Kilometer. Während sich hier in unseren Breiten der Herbst ankündigte, war es in Marokko noch angenehm warm. Frank Witzler und Frank Hardt machten sich auf den Weg nach Marrakesch. Von dort ging es noch mit dem Auto Richtung Süden in den Hohen Atlas. Auf einer Höhe von 2.600 Meter über dem Meeresspiegel befand sich das Camp der Läufer. Am folgenden Tag wurden die Startnummern ausgegeben. Der Rest des Tages wurde zur Akklimatisierung genutzt.

105 Kilometer durch den Hohen Atlas

Am Donnerstag um 6 Uhr war es dann so weit. Ein kleines überschaubares Feld von gerade mal 85 Ultraläufern wurde auf die 105 Kilometer Distanz geschickt. Nach elf Kilometern wurde der erste Pass von 3.000 Meter überlaufen. Insgesamt führte die Strecke über insgesamt fünf Pässe von je über 3.000 Meter. Der höchste Punkt der Strecke wurde mit dem Titzi Ounrar auf 3.690 Meter erreicht. Die Läufer kamen durch einsame Berberdörfer mit ihren aus Lehm gestampften Behausungen. Die Landschaft war atemberaubend, verschiedene Felsformationen wechselten sich ab. Da die Versorgungspunkte sehr weit auseinander lagen, war es unerlässlich und auch vom Veranstalter vorgeschrieben, Tabletten zur Wasserentkeimung mitzuführen.

Bei Kilometer 78 war in der Nacht der höchste Punkt erreicht. Von dort ging es 2.000 Höhenmeter in einem Rutsch hinunter in das Tal zum Dorf Imlil. Dieser Ort ist Dreh- und Angelpunkt für Trekking-Touren im Narturpark Toubkal. Von Imlil aus waren es noch 17 Kilometer bis ins Ziel, diese waren allerdings noch einmal richtig hart für die Teilnehmer. Es ging aus einem Flusstal noch einmal rund 1.600 Meter hinauf. Dort oben angekommen konnten die Läufer das Ziel schon sehen. Der letzte Kilometer verlief bergab und endete am Ausgangspunkt, an dem der Lauf einen Tag zuvor gestartet wurde. Frank Hardt war nach insgesamt 33:15 Stunden im Ziel. Frank Witzler lief nach 35:40 Stunden über die Ziellinie. Beide blieben innerhalb des vorgegebenen Zeitlimits und waren einfach nur glücklich, diesen Lauf erfolgreich beendet zu haben.

„Die Schwierigkeit bei diesem Ultralauf liegt in der großen Höhe in der gelaufen wird, gepaart mit den Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht (2- 25°C).

Die Tatsache, dass über lange Zeit keine Möglichkeit gibt, auszusteigen beziehungsweise keine Anbindung zur Zivilisation besteht, sowie das schwierige Gelände machen den Lauf zu einem der anspruchsvollsten Läufe, an denen wir bis jetzt je teilgenommen haben“ sagten Frank und Frank. „It was a country which you left as if in a dream. Happy to have dream to have dreamed and, to see if it would disappear. I held out my hand…..“ (Ernest Hemingway).

Das spartanische Camp der Läufer.

Frank und Frank...;-)).Fotos: privat

Weite und Einsamkeit des Hohen Atlas.

Ultralauf im Hohen Atlas
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