Bezirksliga Mitte
Unglückliche Niederlage
SV Niederwerth - TUS Immendorf 1:2 (0:0)
Niederwerth. „Wenn man schon kein Glück hat, dann kommt auch noch Pech dazu“ - diese fußballerische Binsenweisheit praktiziert und lebt der SV Niederwerth zurzeit in der Bezirksliga Mitte. Am Samstag setzte es die vierte Niederlage hintereinander für das Insel-Team und allmählich wird es Zeit für eine Trendwende.
Gegen TUS Immendorf sollte ein Dreier her. Der SV Niederwerth setzte im Heimderby wieder auf Ossi Lau und Alex Schäfer, die beide ihre Rotsperren abgesessen hatten.
Mit Schwung und Kombinationsfußball sollten die Freunde aus Immendorf in die Knie gezwungen werden. Doch die Platz- und Witterungsverhältnisse stoppten allzu oft die Offensivbemühungen des SVN, der letzte Pass kam kaum an. Dennoch blieb der SVN das Team mit dem größeren Bemühen, die TUS leistete zwar eine grundsolide Abwehrarbeit, doch im Spiel nach vorn blieb auch hier vieles Stückwerk.
Das Spiel erstarrte in Halbzeit eins oft im Mittelfeld, ein Zweikampf folgte dem nächsten - und so war es nicht verwunderlich, dass der Schiedsrichter torlos zur Pause bat.
Nach dem Wechsel erhöhte der SVN den Druck, brachte nun seine Angriffe besser durch und sorgte für Gefahr vor dem Immendorfer Tor. Die Gäste hatten nun alle Hände voll zu tun, um den „SVN-Express“ zu stoppen. Hinten hatten die Blauen alles sicher im Griff. Trainer Brace forderte nun mehr Laufbereitschaft ein, ordnete Positionswechsel an, um die Gäste aus der Reserve zu locken. Und das brachte den Erfolg in der 69. Minute: Mit der schönsten Kombination des Tages brachte Lau Nobel in Position, der mustergültig vor das Immendorfer Gehäuse flankte, wo Trapp per Direktabnahme ins lange Eck traf. Niederwerth war nun auf der Siegerstraße. Doch Immendorf wollte sich ganz kampflos nicht seinem Schicksal ergeben - ohne aber von Erfolg gekrönt zu sein.
Dann aber kam es wie aus heiterem Himmel. Ein Foul in der 80. Minute bescherte den Gästen eine gute Freistoßsituation und die nutzte Thomas Scherhag mit einem Schlenzer über die viel zu dünn besetzte SVN-Mauer zum Ausgleich. Jetzt wollte der SVN alles und eigentlich zu viel. Mit Elan ging es Richtung Gäste-Tor, doch vielversprechende Angriffe blieben immer wieder hängen. Die Ernüchterung folgte dann in der 86. Minute: Ecke für Immendorf, feiner Kopfball des Stürmers - mitten ins blau-weiße Herz: 1:2. Laus Sololauf kurz vor Schluss wäre gut genug gewesen für den Ausgleich, doch wurde er auf dem letzten Meter abgeblockt. Dass der Referee in der Nachspielzeit dann noch Gelb-Rot für Smock zeigte und bei zwei strittigen Situationen im Immendorfer Strafraum ohne Pfiff blieb, passt nach Empfinden des SVN in die eigene bescheidene: „Vorne kein Glück und hinten Pech“.
Vorschau
Aber das Team des SV Niederwerth hat durchaus Charakter gezeigt in einer schwierigen Situation, der sich der ganze Verein nun stellen muss. Mit neuer Konzentration und frischem Mut geht es nun nach Mülheim-Kärlich, ebenfalls ein schwieriges Spiel, das die Blauen aber nicht von vornherein abschreiben müssen. Teamgeist und Spielstärke sind vorhanden, um auch einmal auswärts bestehen zu können. Das Spiel findet statt am Sonntag, 17. November, 14.30 Uhr in Mülheim-Kärlich, Schulzentrum.
