Freundschaftskreis Cranleigh lud zum Bossel-Turnier
Viel Bewegung in frischer Luft
Auf der Rheininsel Niederwerth ließen die Teilnehmer um den Vorsitzenden Ingo Brenne die Kugel rollen
Vallendar/Niederwerth. Es ist eine gesellige und gesunde Sportart an der frischen Luft – das Bosseln. Eine etwa 500 Gramm schwere Holz- oder Kunststoffkugel wird abwechselnd von Teammitgliedern über eine vorher festgelegte Strecke geworfen. Es liegt in der Natur des Sportgerätes, dass die Kugel rollt und daher auch mal ungewollte Wege geht. Wenn die Kugel liegen bleibt, wird sie von dieser Stelle weiter geworfen. Die Würfe werden gezählt. Das Team mit den wenigsten Würfen gewinnt das Turnier.
Seit einigen Jahren veranstaltet der Freundschaftskreis Cranleigh am letzten Februarwochenende ein Bosselturnier auf der Rheininsel Niederwerth – die Örtlichkeit ist dafür bestens geeignet. Die Stadt Vallendar ist mit der englischen Stadt in einer Städtepartnerschaft verbunden.
Gebosselt wird auch in England. Dort heißt die Sportart „Road Bowling“. Der Vorsitzende des Freundeskreis Ingo Brenne klärte schnell die Turnierregeln und dann ging es mit über dreißig Teilnehmerinnen und Teilnehmern in fünf Teams bei strahlendem Sonnenschein an den Start. Die Teams müssen etwas Abstand halten, denn sie dürfen sich nicht ins Gehege kommen und sich gegenseitig behindern.
Nach jedem Wurf wird die Kugel mit einem Tuch gesäubert und an die nächste Dame oder Herrn weitergegeben. Und da Bewegung bei winterlichen Temperaturen durstig und hungrig macht, führte Freundschaftskreischef Ingo Brenne einen gut beladenen Bollerwagen mit, mit dabei auch das englische Nationalgetränk: Feiner Whiskey und ein heißer Glühwein tun bei kühler Witterung gut. In Abständen stärkten die Teilnehmer sich, hielten ein kleines Schwätzchen und schauten vielleicht verstohlen auf den Wertungszettel des anderen Teams. Das Ergebnis motivierte die Wettkampfteilnehmer und beim nächsten Wurf wurde eine Extraportion Schwung draufgepackt, damit die Wettkampfkugel das Weite findet.
Alle absolvierten den Rundkurs unter drei Stunden. Mit einem deftigen Mittagessen fand die Siegerehrung anschließend in der Stadthalle statt. Jedes Mitglied des Siegerteams erhielt je ein Stück der Vallendarer Währung: den Vallentaler. Die Teams führten klangvolle Namen. Die Wertung im Einzelnen: 79 Würfe das weiße Team Parzival; 83 Würfe das blaue Team Lancelot; 90 Würfe das schwarze Team Merlin; 92 Würfe das rote Team Excalibur; 103 Würfe das grüne Team Druiden.
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Wo ist die Kugel? Das unberechenbare Wurfgerät konnte hin und wieder schon mal auf Abwege geraten.
Erwartungsvolle Blicke - wie weit rollt der blaue Spielball?
