Allgemeine Berichte | 04.09.2018

Seniorenheim St. Josef - Kita Marienburg

Viel Spaß bei der „Generationsbrücke Deutschland“

Beim gemeinsamen Spiel lernte man sich schnell besser kennen.

Vallendar. Der demographische Wandel ist eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen, vor der wir in Deutschland in den nächsten Jahrzehnten stehen. Immer mehr alten und auch pflegebedürftigen Menschen steht eine zunehmend kleinere Anzahl von Kindern und Jugendlichen gegenüber. Zudem haben sich durch die Institutionalisierung der Betreuung von Alt und Jung die Begegnungsmöglichkeiten verringert.

Daher führt die Generationsbrücke Jung und Alt zusammen, indem sie regelmäßige Begegnungen zwischen Bewohnern von Altenpflegeeinrichtungen und Kita-Kindern beziehungsweise Schülern ermöglicht. Vorrangiges Ziel ist es, Altenheimbewohnern und Kindern gemeinsame Zeit und Glücksmomente zu ermöglichen. Feste Partnerschaften von Kind und Senior in einer festen Gruppe, ein aktives Miteinander, sowie regelmäßige, ritualisierte Begegnungen stellen die Grundpfeiler des Konzeptes dar. Die Kinder profitieren von der Lebenserfahrung älterer Menschen, und die Senioren von der Unbekümmertheit und Lebensfreude der Kinder: eine Win-Win-Situation. Die schon sehr gut funktionierende Zusammenarbeit von St. Josef mit der Kita Marienburg wird durch dieses Projekt intensiviert.

Vor Kurzem fieberten sieben Bewohner dem ersten Treffen mit den Kindern der Kita Marienburg entgegen. Sowohl die Bewohner von St. Josef als auch die Kinder wurden im Vorfeld gut auf diese erste Begegnung vorbereitet. Einmal monatlich treffen sich die Kinder mit den Senioren in der Wohnküche des Altenheimes und verbringen Zeit miteinander. Dabei handelt es sich um Patenschaften, das heißt, dass jedes Kind einem Seniorpartner für die Dauer des Projektes für ein Jahr zugeordnet wurde. Begleitet wird das Projekt von zwei Erzieherinnen der Kita und zwei Mitarbeiterinnen des Seniorenheimes. Natürlich waren sowohl die Kinder als auch die Senioren auf ihren Partner gespannt. Begonnen wurde die Stunde mit einer spielerischen Vorstellungs- und Kennenlernrunde. Beim anschließenden Spiel mit Luftballons und Tüchern zur Walzermusik tauten die Teilnehmer schnell auf. Es ging gleich laut und lachend zu, etwaige Berührungsängste wurde innerhalb von Minuten abgebaut. Anschließend gab es Gelegenheit für die Tandems zum Malen. Die Kinder und Senioren zeichneten jeweils die Handkonturen des anderen auf Papier, malten und schmückten diese aus und schenkten sich ihre Werke gegenseitig. Ein Bewohner nutzte spontan die Gelegenheit und bastelte gemeinsam mit zwei Jungs Papierflieger. Die Probeflüge sorgten für Gelächter und große Freude in der Gruppe.

Zum Abschied sangen die Senioren für die Kinder das Lied „Auf Wiedersehn, bleib nicht so lange fort…“ Es war ein wunderbarer Vormittag mit viel Spaß und Freude für Jung und Alt. Einige Senioren hängten sogleich ihre von den Kindern gemalten Bilder in ihrem Zimmer auf und erzählten noch tagelang von dem Vormittag. Auch die Kinder hatten großen Spaß. Ein Junge sagte seiner Mutter, als er abgeholt wurde: Wir haben jetzt Freunde im Altenheim. Besser kann man es nicht ausdrücken. Alle freuen sich nun auf das nächste Wiedersehen im September, Ideen dafür gibt es schon ausreichend.

Beim gemeinsamen Spiel lernte man sich schnell besser kennen.
Die Kinder mit den Senioren beim ersten Treffen.Privat

Die Kinder mit den Senioren beim ersten Treffen.Fotos: Privat

Beim gemeinsamen Spiel lernte man sich schnell besser kennen.

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