Achte Sternwallfahrt der Schönstätter Marienschule
Viele Wege führen zur Heiligen Pforte
Vallendar. Von Simmern, Ransbach-Baumbach und Höhr-Grenzhausen, von der Festung Ehrenbreitstein, vom Wüstenhof und als Fahrradpilger von Neuwied starteten Pilgergruppen am Morgen in Richtung Schönstatt. Ziel war - wie bei den Sternwallfahrten in den Vorjahren - das Urheiligtum. Das Besondere der Wallfahrt 2016: Sie stand im Licht des großen Jahresthemas, der Barmherzigkeit. In der Start-Statio ließen sich die Wallfahrer bei herrlichem Spätsommerwetter darauf einstimmen.
In dieser Einstimmung hieß es unter anderem: Wir setzen eine Tradition fort. Im Heiligen Jahr 2000 wurde erstmals von damaligen Eltern eine Sternwallfahrt angeregt und ausgeführt, seitdem alle zwei oder drei Jahre.
In diesem Jahr ist unsere Wallfahrt eine Antwort auf die Einladung von Papst Franziskus, der ein Heiliges Jahr der Barmherzigkeit ausgerufen hat. In Heiligen Jahren hatte die Heilige Pforte in Rom eine ungeheure Anziehungskraft. Menschen aus aller Welt pilgerten nach Rom zu den heiligen Stätten, um Hilfe und Heil zu erfahren. Dieses Mal gibt es nicht nur in Rom eine Heilige Pforte, sondern weltweit in Bischofskirchen und an Wallfahrtsorten, so auch am Urheiligtum in Schönstatt.
Ein Team, bestehend aus Lehrern, Eltern von Schülerinnen und Ehemaligen, hatte die vier Stationen auf dem Wallfahrtsweg vorbereitet. In meditativen Texten, Liedern und Gebeten wurde die Aufmerksamkeit auf barmherzige Füße, Augen, Ohren, auf einen barmherzigen Mund und barmherzige Hände gerichtet. Die Stationen waren so gestaltet, dass auch praktische Handlungselemente nicht zu kurz kamen.
Höhepunkt war die Ziel-Statio an der Pforte der Barmherzigkeit beim Urheiligtum. Dort wurden die Pilger herzlich willkommen geheißen. Darunter waren auch die Schülerinnen, die der Einladung von Papst Franziskus zum Weltjugendtag nach Krakau gefolgt waren. Auch sie sind in gewisser Weise Botschafterinnen der Barmherzigkeit. Nachdem einige markante Worte des Papstes an die Jugendlichen vorgelesen worden waren, gaben einige Schülerinnen Zeugnis von ihren Erfahrungen in Krakau. In das WJT-Lied „Selig die Barmherzigen“ stimmten dann alle ein.
Mit einem Fürbitt- und Segensgebet endete die Feier am Urheiligtum. Die 13er hatten einen Imbiss vorbereitet. So verlagerte sich das frohe Beisammensein auf den oberen Schulhof. Das Heilige Jahr geht am 20. November 2016 zu Ende, nicht aber die Einladung, Gottes Barmherzigkeit zu erfahren. Weiterhin führen viele Wege zur Heiligen Pforte. Let’s go.
