Club für Bildung und Freizeit e.V. Vallendar
Viertägige Städtereise in die Kulturstadt Bilbao und ins Seebad San Sebastian - Teil 1
Vallendar. Die diesjährige Städtereise führte uns nach Nordspanien, ins Baskenland. „Was wollt ihr denn in dieser düsteren Industriestadt?“ hörten wir meistens, wenn von unserem Ziel Bilbao die Rede war. Nach erlebnisreichen und wie es immer ist, wenn „Engel reisen“, wunderschönen Sonnentagen, können wir nur begeistert von dieser Kurzreise erzählen.
Nach der Ankunft am Flughafen Bilbao wurden wir von unserem Reiseleiter Cristian begrüßt, der mit uns gleich eine orientierende Stadtrundfahrt unternahm. Vom Stadtberg Artxanda hatten wir die beste Aussicht auf Bilbao. Durch das Viertel Ensanche, vorbei an herrlichen frisch renovierten Häusern, wunderschön bepflanzten Plätzen und Parkanlagen erreichten wir das 700 Jahre alte historische Zentrum. Bei einem Spaziergang besichtigten wir die wunder-schönen Fassaden mit den blumengeschmückten Balkonen aus Gusseisen. Vorbei ging es unter anderem an der Kathedrale Santiago, der Plaza Nueva und dem Mercado de la Ribera, wo einige ihren Hunger mit einem kleinen Brötchen, belegt mit Iberico-Schinken stillten.
Cristian machte uns aufmerksam auf die schön geformten Glaseingänge zur Metro, ein Werk des berühmten Architekten Norman Forster. In den nächsten Tagen werden wir noch zahlreiche Werke berühmter Architekten entdecken. Schon am ersten Tag konnten wir feststellen: Aus der einst dreckigen und grauen Industriestadt wurde eine viel besuchte Kulturstadt.
Wieder im Bus ging es vorbei am beeindruckenden Rathausgebäude zu unserem Hotel „Barceló Nervion“, wo schnell die Zimmer bezogen wurden. Da man in Spanien spät isst, blieb uns noch etwas Zeit, alleine die nähere Umgebung zu erkunden. Über die geschmackvoll angelegte Promenade am „RíoNervión“, an der unser Hotel lag, ging es über die Zubizuri-Brücke von Santiag Calatrava, auch „Weiße Brücke“ genannt, nochmals durch das historische Zentrum. Hier nahmen wir dann auch später im Restaurant „Café Iruna“, mit einem typischen Tapas-Teller als Vorspeise, unser Abendessen ein. Bei einem leckerem Weiß- und Rotwein ließen wir dann nochmal diesen schönen Tag an uns vorbeiziehen, bevor es dann über die beleuchtete „Weiße Brücke“ und die Promenade wieder zurück zum Hotel ging.
Am nächsten Morgen hieß es ausschlafen und gemütlich Frühstücken. Cristian holte uns erst um 10 Uhr zum Besuch des 1997 eröffneten Guggenheim Museums ab. Wieder über die Promenade und die „Weiße Brücke“ ging es auf dem direkten Weg zu dem von Frank O´Gehry entworfenen Guggenheim Museum. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes das Glanzstück Bilbaos, ein metallisch schimmerndes Bauwerk. In der Außenanlage begrüßte uns eine gigantische Spinnenfigur, genannt „Mama“, der französischen Bildhauerin Louise Bourgeois.
Vor dem Hauteingang grüßt das Maskottchen „Puppy“, eine mit Blumen überpflanzte Skulptur eines Hündchens des amerikanischen Künstlers Jeff Koons. Auf der Terrasse gefiel uns eine große bunte Skulptur, ebenfalls von Jeff Koons, die wie ein Tulpenstrauß aussieht. Besonders faszinierte uns im Inneren des Museums das 50 m hohe Atrium, von dem aus in verschiedenen Höhen 19 Galerien abgingen. Einige wurden von uns besichtigt.
Der Nachmittag stand zur freien Verfügung, den jeder nach seinen Interessen verbrachte, ein nochmaliger Besuch im Guggenheim Museum, ein Schiffsausflug auf dem Río Nervión, oder mit der Metro zur ältesten Schwebebrücke der Welt, zur „Puente Vizcaya“, 1890-93 erbaut (2. Teil folgt).
Das obligatorische Gruppenfoto muss sein.
Farbenfroher „Tulpenstrauß“ auf der Terrasse des Guggenheim-Museums.
Blick aufs Guggenheim-Museum mit Promenade am „Rio“.
