Weihnachten kann kommen
Gesangverein Germania bot Weihnachtsgala vom Feinsten
Vallendar. Das war in der Tat eine wirklich schöne Einstimmung auf die kommende Weihnachtszeit. Der Gesangverein Germania hatte zu einer Weihnachtsgala „Zwischen Klassik und Moderne“ in die Aula der Anbetungskirche auf dem Berg Schönstatt eingeladen. Eine „Gala“ ist eine festliche Veranstaltung und damit der Name auch das hält, was er verspricht, kamen die Sopranistin Deborah Sasson, der Pianist Iwan Urwalow, das Streichquartett „Die Konzertanten“ und natürlich die Damen und Herren vom GV Germania unter der musikalischen Leitung von Tristan Kusber in die Schönstattaula. Die Weihnachtsgalamacher, allen voran der Erste Vorsitzender des GV Germania, Peter Stäblein, hatten bei der Auswahl der Künstler wieder einmal die richtige Nase - ausverkauftes Haus mit 750 Plätzen innerhalb kurzer Zeit.
Schön anzuhören
Der erste Konzertteil fiel eher unter die Überschrift „Klassik“. Sehr schön anzuhören waren besonders die „Duette“. Chor und Deborah Sasson - der klare, helle Sopran im Wechsel und gemeinsam mit dem vollen sonoren Klang des großen gemischten Chores - Gänsehauteffekt - toll gemacht - bravo Chordirektor Tristan Kusber. Den Flügel spielte Iwan Urwalow. Der in St. Petersburg geborene und aufgewachsne Pianist gab Konzerte in vielen europäischen und außereuropäischen Ländern - perfekt. Damit die Gala noch runder und prächtiger wurde, hatte man das Streichquartett „Die Konzertanten“ eingeladen. Streicher, Piano, Chor, Sopran - das passte famos und war aus einem Guss. Was nur noch fehlte war eine Moderation, verbindende Worte, die zur Musik hinführten und weiterführten. Prof. Dr. Heribert Niederschlag ist hierfür genau der richtige Mann. Charmant und geistreich mit einem klugen Witz, eine schöne Stimme, da ist die Moderation mehr als nur das Sahnehäubchen, die Beilage - sie war tragender Bestandteil des Konzertes. Und nebenbei gibt es noch eine Minivorlesung zur Maria, der Jesusmutter - jawohl, so kennt man den Professor.
Zweiter Konzertteil
Im zweiten Konzertteil wurde die Brücke zwischen Klassik und Moderne geschlagen. Ein Höhepunkt war ohne Zweifel die amerikanischen Weihnachtslieder von Deborah Sasson. Die Amerikanerin brachte das festliche und fröhliche Weihnachtsgefühl, so wie man es aus vielen amerikanischen Liedern kennt, mitten ins Publikum - sie verließ die Bühne, fast tanzend bewegte sie sich durch den Saal mit Jingle Bells, Rudolf, dem Rentier mit der roten Nase und dem Träumen von einer weißen Weihnacht. Dem Publikum gefiel es, viel, langer, langer Applaus, Zugabe garantiert.
Fazit:
Ein schönes Konzert, eine besinnliche Veranstaltung, ein unterhaltsamer Abend mit einer froh machenden adventlichen Botschaft - Weihnachten kann kommen.
Vom Kartenverkauf ging pro Karte ein Euro an die „Kinderschutzdienste der Lottostiftung“. Die Schirmherrschaft der Veranstaltung hatte der Koblenzer Sänger Thomas Anders übernommen. Obwohl zu Konzertbeginn angekündigt, konnte er zur Scheckübergabe nicht kommen. AND
Der Erste Vorsitzende der Germania und Organisator Peter Stäblein.
Die Starsopranistin Deborah Sasson.
Die Moderation oblag Prof. Dr. Heribert Niederschlag.
