Teamfortbildung der Evangelischen Jugend Vallendar
„Wir wollen neu durchstarten!“
Teamfortbildung Wangerooge 2017 – Konzepte überarbeiten
Vallendar / Wangerooge. „Wir wollen neu durchstarten!“ – So lautet das Motto, was uns, den Teamern der Evangelischen Jugend Vallendar, seit Monaten nicht mehr aus dem Kopf geht. Viele waren der Meinung, dass am Konzept der Erlebnistage, Freizeiten und Kinderferienspiele etwas verändert werden muss. Aber auch die Zusammenarbeit im Team und die räumliche Gestaltung wollen wir nach 15 Jahren Konstanz in Ruhe überarbeiten. Nach vielen Diskussionen beschloss das Leitungsteam der Evangelischen Jugend, dass wir in ein sogenanntes „Konzeptionelles Jahr“ starten werden. Mit Renovierungsarbeiten, aber auch verschiedenen Fortbildungen, darunter die Teamfortbildung auf Wangerooge, wird dieses Jahr gefüllt. Nun aber mehr zu unserer Teamfortbildung auf Wangerooge. Das Ziel, bzw. Programm dieser Freizeit bestand darin, neue Ideen für Spiele zu finden, aus Teambuilding und den Themen Kinderschutz und Kommunikation, die in unserer Jugendarbeit eine wichtige Rolle spielen.
Am frühen Samstag der ersten Osterferienwoche ging die Reise los. Nachdem wir mit der Fähre auf der Insel ankamen, sind wir mit dem Inselbähnchen zu unserer Unterkunft, dem Bielefelder Haus, gefahren, wo wir mit Kaffee und Kuchen herzlich begrüßt wurden. Der Abend wurde mit einem gemeinsamen Spieleabend beendet. Für ein paar Teamer fing der nächste Tag schon sehr früh an. Um den Sonnenaufgang nicht zu verpassen und mit Kameras einzufangen ging es um 6 Uhr los. Bis zur Mittagspause wurde Begleitprogramm, wie zum Beispiel Frühschwimmen, Joggen, Insel erkunden oder Drachen steigen lassen angeboten.
Die Fahrradtour am Nachmittag ließen wir uns nicht entgehen und fuhren zwei Stunden bei blauen Himmel und Sonnenschein um die Insel. Am Abend ging es dann los mit der Arbeit. In vielen verschiedenen Kleingruppen wurden GZ-Workshops geplant, wie zum Beispiel eine GZ-Zeitung, die beim Johannisfest am 25. Juni 2017 verteilt werden soll, das Kinderferienspielelied wurde auf den neusten Stand umgedichtet und wir konzentrierten uns auf die Programmstruktur der Kinderferienspiele. Eine wesentliche Idee ist, die Zeiten optional für Kinder berufstätiger Eltern auf die Vormittage auszudehnen. Dafür wollen wir per Abfrage bei den diesjährigen Spielen den Bedarf klären. Montags wurden diese Workshops präsentierfähig fertiggestellt. Mittags brachen wir zu einer Wattwanderung auf und konnten mehr über diesen außergewöhnlichen Nationalpark erfahren. Abends stellten wir die Ergebnisse der GZ-Workshops vor, die sehr zufriedenstellend sind, z.T. aber auch noch eine Menge Arbeit bedeuten.
„Ich fand die Woche sehr spaßig, erlebnis-und lehrreich. Freizeit und Arbeit waren gut aufgeteilt, sodass man genug Zeit zum Erkunden der Insel, chillen, Infos verbarbeiten und mit anderen was zu unternehmen hatte. Ich habe das Team besser kennengelernt, neue Freunde gefunden, viele neue witzige Spiele kennengelernt, was über mich selber gelernt und den Verlauf einer Jahres-und Kinderferienspieleplanung von Anfang mitbekommen und Wangerooge erkundet“, lautet die Rückmeldung von Maja K., Teamerin seit 2016.
Dann wurde das Motto der diesjährigen Kinderferienspiele gefunden. Dienstags ging es weiter mit dem Programm der Kinderferienspiele. Nachmittags nahmen wir die Jahresplanung in den Fokus und sammelten Ideen für Erlebnistage oder Erlebnisnächte, die wir in der nächsten Saison anbieten wollen. Von Referentin Melanie Schmidt gab es dann Vorträge über Kinderschutz und Kommunikation und eine Menge neue Spiele, die geeignet sind, Gruppen- und Teamprozesse voranzubringen.
„Aus meiner Perspektive, einer der Teamerinnen mit Beeinträchtigungen, war die Fortbildung sehr gelungen. Ich habe jetzt auf einmal gemerkt und gelernt, dass ich zum Team gehöre.
Ich möchte halt nicht in so einem Team arbeiten, dass sich nicht mit sich selbst auseinandersetzt, sondern versteht, was Inklusion bedeutet. Davon lebt das GZ. Ich möchte mit euch dafür kämpfen“, meint Teresa K. motiviert, die seit 2012 Teamerin ist.
Mittwochs und donnerstags fand das Programm mit Referentin Melanie Schmidt statt. Wir lernten weitere Spiele kennen, die wir bei jeder Gelegenheit bei Erlebnistagen bzw. –nächten und Kinderferienspielen spielen können. Als nächstes kam das Thema Kinderschutz auf die Tagesordnung. Fragen, wie „Dürfen wir Kinder in den Arm nehmen, wenn sie Heimweh haben?“ leiteten in das Thema „Grenzverletzungen“ ein. Anhand von Beispielen aus der Praxis machte die Referentin deutlich, wie wichtig eine permanente Reflexion und die Entwicklung einer „Kultur der Wachsamkeit“ innerhalb einer Organisation ist. Und: Kindertrösten geht auch mit in den Arm nehmen, solange der Impuls vom Kind ausgeht!
„Durch die Zusammenarbeit mit Melanie Schmidt konnte ich viele neue Blickweisen auf meine ehrenamtliche Arbeit gewinnen. Sie hat uns viele neue Spiele beigebracht und die Rücksichtnahme und Aufmerksamkeit geschärft“, fasst Oliver S., Teamer seit 2013, diesen Teil der Fortbildung zusammen.
Die Teamfortbildung wurde mit einem Bunten Abend abgerundet und wir sind mit vielen tollen Eindrücken und Erfahrungen wieder in Vallendar angekommen. Nun freuen wir uns sehr ,all das, was wir in dieser Zeit gelernt haben an die Kinder weiterzugeben. Wir hoffen auf zahl-und erfolgreiche Erlebnistage und Nächte, Freizeiten und Kinderferienspiele. Das GZ-Team bedankt sich bei Melanie Schmidt, die unser Programm voranbrachte und vervielfältigte. Zusätzlich möchten wir uns bei der Sparkasse Koblenz herzlich bedanken, die unsere Fortbildung mit einer großzügigen Spende mit finanzierte und somit unsere Fortbildung ermöglichte.
Für das Team der
Evangelischen Jugend Vallendar
Lisa Becker
