Frauen- und Müttergemeinschaft Niederwerth
Zeitreise in die Welt der (Ur-)Großeltern
Niederwerth. Die Halbtagstour der Müttergemeinschaft Niederwerth führte in diesem Jahr ins Maifeld und startete bei bewölktem Himmel. Doch wenn Engel reisen, scheint die Sonne und so riss der Himmel schon während der Busfahrt auf und es wurde ein wunderschöner Tag.
In Münstermaifeld bietet das in der alten Propstei untergebrachte Heimat- und Erlebnismuseum eine Gelegenheit zur Zeitreise in die Welt der (Ur-)Großeltern. Denn in Deutschlands größtem Laden-Museum entdeckten die Besucherinnen Dinge, mit denen sie viele Erinnerungen verknüpften.
Mit viel Liebe zum Detail wurden dort 15 historische Läden (z. B. Damenhut-, Friseur-, Bäckerei- und Kolonialwarenladen), 10 Handwerksbetriebe (u. a. Werkstätten von Schuhmacher, Sattler, Stellmacher oder Schneider), Schulklasse, Kneipe, Arztpraxis und vielem mehr nachgebildet. Alles wirkt so, als seien die Menschen darin nur für ein paar Momente fortgegangen.
Über 20.000 Exponate gaben einen detailgetreuen Einblick in das Leben auf dem Maifeld im vergangenen Jahrhundert. Die einzelnen Läden und Werkstätten konnten betreten und jede Einzelheit in Ruhe betrachtet werden. Die Ausstellungsstücke, die überwiegend aus der Umgebung von Münstermaifeld oder der näheren Umgebung stammen, repräsentieren eine Zeitspanne von 1900 bis etwa 1950/1960 und halten die Erinnerungen an Alltagsszenen des dörflichen Lebens wach.
Im Anschluss führte Wilhelm Kirschesch, der all diese Schätze gesammelt hat, bei einem Spaziergang fachkundig durch den Ort. Hier gab es noch mehr zu entdecken. So wurde noch eine jüdische Metzgerei in Jugendstilarchitektur, die 1937 geschlossen wurde, mit ihrer ursprünglichen Einrichtung gezeigt. Ein Lederwarengeschäft mit Sattlerei und Polsterei sowie eine historische Schmiede luden ebenso zu einem Besuch ein.
Bevor die Stiftskirche St. Martin und St. Severus besichtigt wurde, trafen sich die Frauen in Löffel’s Landhaus zu einer Kaffeepause mit einem Stück Kuchen oder einem Eisbecher.
Zum Abschluss gab es im Restaurant Vulcana ein leckeres Abendessen in angenehmer Atmosphäre und mit herzlichem Service.
Auf der Heimfahrt gab es von allen einen großen Applaus für Christa Hilden, die auch diesen Ausflug wieder bestens organisiert hatte.
Fotos: privat
