Arbeitskreis sozialdemokratischer Frauen (AsF) Vallendar
Zu Besuch im Hospiz St. Martin
Die Damen erhielten intensive Eindrücke im stationären Hospiz in Koblenz
Koblenz. Der Arbeitskreis sozialdemokratischer Frauen (AsF) der Verbandsgemeinde Vallendar besuchte vor Kurzem das stationäre Hospiz St. Martin in Koblenz. Die stellvertretende Leiterin Hille Nohn führte uns nach einem einleitenden Gespräch durch das Haus. Schon beim Betreten waren wir sehr überrascht über die positive, helle und freundliche Ausstrahlung des ganzen Hauses. Besonders der schöne kleine Park mit herrlich blühenden Rosen hat uns begeistert. Das stationäre Hospiz verfügt über zehn Einzelzimmer, fast alle mit einer kleinen Terrasse. Auf der Warteliste stehen etwa 30 Personen. Das Personal ist großzügig besetzt, sodass genug Zeit für die Gäste zur Verfügung steht. Im Mittelpunkt steht die bzw. der Sterbende als Gast. Es wird ganz auf die Bedürfnisse und Wünsche des Einzelnen rund um die Uhr eingegangen. Übernachtungsmöglichkeit für Angehörige ist ebenfalls gegeben. Das speziell dafür ausgebildete Team, Palliativärzte und Schwestern, begleitet und betreut schwerstkranke Menschen, bei denen weder Heilung noch Stillstand der Erkrankung erreicht werden kann und eine Versorgung zu Hause nicht möglich ist. Die Kosten werden zu 90 Prozent durch die Krankenkasse und Pflegekasse aufgebracht. Zehn Prozent der Kosten müssen durch Spenden finanziert werden.
Schwester Hille Nohn führte uns zu dem Ort des Abschieds, Ort der Trauer und Raum der Stille. Dieser Raum ist der räumliche Mittelpunkt des stationären Hospizes. Er steht für Stille, Meditation und gemeinsame Andacht als Rückzugsmöglichkeit zur Verfügung. Das Wohlfühlbad ist wie ein kleiner Wellnessbereich, in dem unter anderem mit ätherischen Ölen, Duftlampen oder auch Klangtherapie eine Erleichterung der Beschwerden und Schmerzen erreicht werden soll oder kann. Nach dem Rundgang hatten wir Gelegenheit bei einer Tasse Kaffee an Schwester Hille Nohn noch Fragen zu stellen. Mit einer kleinen Spende zeigten wir uns bei ihr erkenntlich und versicherten ihr, das Hospiz und die Hospizarbeit weiterhin nach Kräften zu unterstützen. Es muss noch viel getan werden, um diese wertvolle Arbeit auch im Hinblick auf den demografischen Wandel für alle möglich zu machen.
Pressemitteilung Arbeitskreis
sozialdemokratischer
Frauen Vallendar
Fotos: privat
