DLRG Vallendar war auch am zweiten Tag der Bezirksmeisterschaft dabei
Zusammenhalt stärkte den Teamgeist
Vallendar. Nachdem am Tag zuvor bereits die Mannschaften ihre Wettkämpfe bestritten hatten (wir berichteten), waren am 9. März Einzelschwimmerinnen und Einzelschwimmer eingeladen, sich dem Kräftemessen bei den diesjährigen Bezirksmeisterschaften im Rettungsschwimmen zu stellen. Die DLRG Vallendar stellte dabei mit neun Einzelstartern das drittstärkste Teilnehmerfeld nach Emmelshausen (48) und Remagen (12). Weiterhin waren Starter aus den Nachbarortsgruppen Bad Neuenahr-Ahrweiler (6), Koblenz (6), Boppard (2), Lahnstein (2), Andernach (2) und Bad Salzig (1) vertreten.
Für uns starteten in der Altersklasse 11/12 weiblich Caroline und Marie. Sie hatten die Disziplinen “50 Meter kombiniertes Schwimmen“, „50 Meter Flossenschwimmen“ und „50 Meter Hindernisschwimmen“ zu absolvieren. Kombiniertes Schwimmen heißt hierbei, zunächst eine Bahn im Freistil zu absolvieren, um anschließend eine Bahn Rückenschwimmen hinter sich zu bringen, wobei die Hände und Arme nicht genutzt werden dürfen. Und während die „Kleinen“ den Sonntagmorgen noch ausschlafen konnten, mussten alle höheren Altersklassen schon früh ran und den Tag mit der Übung zur Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) beginnen. Für manche endet hier schon der Wettkampftag, da die mit Strafpunkten geahndeten Fehler im nachmittäglichen Schwimmen eigentlich nicht mehr auszugleichen sind. Aber dank der guten Vorbereitung durch unsere Erste-Hilfe-Ausbilderin Carmen meisterten unsere Athleten die gestellte Aufgabe bravourös und konnten unbeschwert in den Nachmittag starten.
Für die Altersklassen 13/14 hieß es zunächst „50 Meter Retten“, dann „50 Meter Retten mit Flossen“ und „100 Meter Hindernisschwimmen“. Hier starteten Céline, Marieke, Paula F. und Paula R. (alle vier hatten tags zuvor auch schon in den Staffeln mitgewirkt) und bei den Jungs Jacob. Als einzige Teilnehmerin startete Anne in der Altersklasse 15/16 weiblich. Sie hatte die gleichen Disziplinen wie die AK 13/14 zu absolvieren, wobei allerdings das Retten mit Flossen auf 100 Meter ausgelegt wurde.
Schließlich startete noch in der Altersklasse offen (19 Jahre und älter) unsere Anna-Sophie. Dies ist bemerkenswert, denn dies war Anna-Sophies erste Teilnahme an einem Rettungssportwettkampf, während üblicherweise viele Wettkampfschwimmer in dieser Altersklasse aufgrund von Ausbildung und Studium schon wieder aufhören (müssen). Allerdings hat sie aus anderen Sportarten durchaus Wettkampferfahrung und stellte sich entsprechend gefestigt der Herausforderung. Für ihre Teilnahme entschied sie sich für die Disziplinen „100 Meter Kombinierte Rettungsübung“, „50 Meter Retten“ und „200 Meter Hindernisschwimmen“. Die Kombinierte Rettungsübung stellt eine komplexe Aufgabe dar: Zunächst müssen 50 Meter im Freistil geschwommen werden. Daran schließt sich ohne Pause eine 17,5 Meter lange Tauchstrecke an, an deren Ende - quasi zum Auftauchen hin - eine auf zwei Meter Tiefe liegende Puppe aufgenommen und 32,5 Meter geschleppt werden musste. Insgesamt verlief der Wettkampftag gut. Und auch wenn keine(r), mit Ausnahme von Anna-Sophie, die in ihrer Altersklasse Dritte wurde, einen Platz auf dem Treppchen erreichen konnte, so war die Stimmung innerhalb des Teams bis zum Schluss (und auch danach) toll. Wer gerade nicht schwimmen musste, feuerte die anderen mit an.
Ein starker Teamgeist ist manchmal mehr wert als Gold und Silber. Denn noch bevor alle die Heimreise antraten war klar: Das Training soll in Zukunft verstärkt, Fehler ausgemerzt und Zeiten verbessert werden. Nächstes Jahr greifen wir die Siegesgewohnten aus den anderen Ortsgruppen an. Sie sollen und werden sich wundern.
Anna-Sophie: Kraftvoll durch’s Wasser.
Anne schleppt die circa 65 Kilogramm schwere Puppe.
