WortWEISE mit Nevfel Cumart
Zwischen Orient und Okzident
Am Sonntag, 6. Oktober
Vallendar. Vor fast 60 Jahren kamen seine Eltern mit den ersten türkischen Gastarbeitern nach Deutschland, angeworben als billige Arbeitskräfte. Heute zählt der in Bamberg lebende Nevfel Cumart mit achtzehn Gedichtbänden zu den produktivsten und kreativsten Lyrikern seiner Generation in Deutschland. Auch mit seinem letzten Gedichtband „Feuerzunge“ beweist Cumart erneut sein Gespür für lyrische Themen über Grenzen hinweg. Von den kargen Feldern Anatoliens, der Heimat seiner Eltern und Vorfahren, bis zu den Amtsstuben Bayerns, in denen er reichlich Erfahrungen sammeln konnte, spannt er einen lyrisch-literarischen Bogen zwischen Orient und Okzident. Gedichte aus seinen diversen Werken stehen bei dieser WortWeise im Mittelpunkt: biographische Texte, Liebesgedichte und politische Gedichte, ebenso wie pointierte, humorvolle Momentaufnahmen aus einem Leben in verschiedenen Kulturen. Zahlreiche Literaturpreise belegen, dass Cumart seinen Platz in der deutschen Literatur gefunden hat: als Dichter mit individuellem Stil und einer eigenen literarischen Sprache zwischen orientalischer Tradition und deutscher Moderne. Als literarischer Grenzgänger versteht es Cumart wie kaum ein anderer, mit seinen Gedichten für mehr Toleranz und Verständnis gegenüber Menschen anderer Kultur zu appellieren. Musikalisch begleitet wird die Lesung an der Gitarre von Babak Ghyasiamin, einem in Deutschland lebenden Iraner.
Leitung: Nevfel Cumart, Autor & Babak Ghyasiamin, Gitarre,
Veranstaltungsort: Pallottikirche an Haus Wasserburg, Vallendar,
Kosten: Eintritt frei, Spenden erbeten,
Termin: Sonntag, 6. Oktober, 18 Uhr
Einfach kommen! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
