Gemeinderat macht den Bürgern ein „Weihnachtsgeschenk“
Abwassergebühren im Drachenfelser Ländchen werden deutlich günstiger
Integriertes energetisches Quartierskonzept Klima Quartier Köllenhof verabschiedet - Sanierungsmanager soll eingestellt werden
Wachtberg. Gute Nachricht für die Wachtberger Bürger: Die Abwassergebühren wird deutlich günstiger als bisher. Bei einer Enthaltung beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung, die Verbrauchsgebühr für das Schmutzwasser von bisher 2,74 auf 2,65 Euro pro Kubikmeter zu senken, die Niederschlagswassergebühr allerdings wurde von 1,24 auf 1,50 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche erhöht. Unter dem Strich bleibe für einen „Durchschnittshaushalt“ mit vier Personen und 200 Kubikmeter Wasserverbrauch pro Person eine Ersparnis von 12,50 Euro pro Jahr übrig, so Werkleiter Volker Strehl. Zumal auch die Grundgebühr für das Schmutzwasser in Abhängigkeit von der Zählergröße gesenkt wurde. Die Sondergebühr für die Entsorgung der Kleinkläranlagen wird ebenfalls deutlich günstiger, es ergebe sich eine Grundstücksentsorgungsgebühr in Höhe von 76,88 Euro pro Kubikmeter abgefahrenen Grubeninhalts gegenüber 87,97 Euro im Vorjahr.
Halbe Stelle auf drei Jahre befristet
Mehrheitlich beschlossen wurde auch das „Integrierte energetische Quartierskonzept Klima Quartier Köllenhof“, wofür ab dem kommenden Jahr ein Sanierungsmanager mit einer halben Stelle, befristet auf drei Jahre, eingestellt werden soll. Die Kosten dafür betragen insgesamt wurden 80.500 Euro, wovon aber die Kreditanstalt für Wiederaufbau 65 Prozent als Zuschuss bezahlt, sodass für die Gemeinde Wachtberg lediglich ein Eigenanteil von 28.875 Euro, verteilt auf drei Jahre, übrig bleibt.
Das Konzept zeige im Wesentlichen auf, welche technischen und wirtschaftlichen Energieeinsparpotenziale in einem Quartier bestünden und welche konkreten Maßnahmen ergriffen werden könnten, um CO2-Emissionen zu reduzieren, so der Erste Beigeordnete Jörg Ostermann. Primäre Zielsetzung sei die Entwicklung und Verwirklichung von Sanierungsmaßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz der Gebäude in einem Wohnquartier. Der integrative Ansatz des Konzeptes berücksichtige energetische, städtebaulich-funktionale, verkehrstechnische, grünplanerische und soziale Aspekte gleichermaßen. Sie sei in enger Zusammenarbeit mit den Bürgern und Eigentümern erörtert und erarbeitet worden.
Eigentümern bei Sanierungsmaßnahmen helfen
Das Erstellen des Quartierskonzeptes sei jedoch nur der erste Schritt auf dem Weg der effektiven Umsetzung, denn ein solches Projekt lebe von der Fortführung, so Ostermann. „Deshalb ist es notwendig, dass im zweiten Schritt ein Sanierungsmanager eingestellt wird, der mit der Aufgabe betraut wird, das Konzept umzusetzen.“ Dessen Rolle sei im Wesentlichen die eines Kümmerers, der den Eigentümern bei der Verwirklichung ihrer Sanierungsmaßnahmen mit Rat und Tat zur Seite stehe. Gleichzeitig sei er das Bindeglied zur Verwaltung, die ihrerseits die im Konzept als Maßnahmen geplanten städtebaulichen Aspekte umsetzen werde. Erfreulicherweise fördere die Kreditanstalt für Wiederaufbau die Einrichtung einer solchen Stelle für die Dauer von drei Jahren. Mitte kommenden Jahres soll sie besetzt werden, hofft Ostermann.
