Gute Laune trotz Dauerregen
Blues mit Leib und Seele von der Bäd Honnef Blues Band
Unwetter ließ Feuerwerk ins Wasser fallen
Wachtberg-Berkum. Im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fiel das Feuerwerk des Wachtberger Frühlings am Samstag gegen 20.35 Uhr. Der moderate Regen, der bis dahin stetig mal mehr, mal weniger Menschen unter die Dächer der Pavillons gedrängt hatte, schlug mit einem Mal in einen Platzregen um. Das Publikum, das bis dahin trotz des widrigen Wetters den Abend bei Musik, Speis und Trank genossen hatte, musste gegen Viertel vor neun mit ansehen und anhören, wie der Rest des Abends kurzerhand umgeworfen wurde.
Eine Unwetterwarnung zwang zum Abbruch des Programms
Eine Unwetterwarnung und die Bilder aus anderen Städten, die teilweise in knapp dreißig Zentimeter dicken Hagelschichten oder in einem Meter hohen Straßenüberschwemmungen versanken, ließen Übles erahnen. Um die Menschen nicht in Gefahr zu bringen, informierte der Veranstalter die enttäuschten Zuschauer über die Situation, brach das Bühnenprogramm ab und strich das sehnlich erwartete Feuerwerk aus dem Programm.
Wer nun geglaubt hatte, der Abend sei gelaufen, hatte sich jedoch gehörig getäuscht. Die Menschen der bereits in den letzten Jahren wettererprobten Region ließen sich den Spaß am Feiern nicht verderben. Nachdem sich die meisten in das schützende Ausstellungszelt zurückgezogen hatten, wurden die Getränke eben dort ausgeschenkt und Tische und Stühle zurechtgerückt. Als jemand kurzerhand die Musikanlage in Gang setzte und Partyrhythmen aus der Steckdose erschollen, war die Feierstimmung schnell wieder hergestellt. In anderer, aber nichtsdestotrotz bester Laune ließen die Besucher den Abend bei angenehmen Gesprächen und kulinarischer Verpflegung ausklingen.
Die Bäd Honnef Blues Band sorgte für einen starken Start in den Abend
Die Bäd Honnef Blues Band, die den Samstagabend musikalisch eingeläutet hatte, hatte die besten Grundlagen geschaffen. Mit bekannten Stücken von Bob Dylan, AC/DC, Oasis, Gary Moore und anderen schufen sie ein unverwechselbares Ambiente. Otto Neuhoff am Mikrofon, Alfred Lohbeck am Bass, Uli Hanfeld mit dem Schlagzeug und Burkhard Franke legten in unverwechselbarer Art passende kleine Showeinlagen ein. Sie interpretierten Songs wie Don’t Look Back In Anger, Smoke On The Water, Still Got The Blues, Walking By Myself und The Jack genauso professionell, wie es sich für diese musikalischen Highlights gehört, und bezogen das Publikum erfolgreich mit ein.
Trotz des Wetters kamen etwa 11.000 zufriedene Besucher, trotz "Plan B"
Trotz der ungünstigen Umstände zeigten sich die Veranstalter und der Hauptsponsor mit dem Ergebnis des ersten Tages zufrieden. Kai Birkner schätzte die Zahl der Besucher an diesem Wochenende auf insgesamt 11.000. Die Aussteller haben gute Gespräche geführt, konnten ihre Angebote optimal präsentieren und zum großen Teil schon vor Ort gute Geschäfte abschließen.
Die Unwetterwarnung für Wachtberg, die die Veranstaltung kurz unterbrochen hatte, habe die Atmosphäre nicht nachhaltig drücken können. Die Aussteller sowie die Gäste hatten sich mit kreativen, spontanen Ideen zu helfen gewusst. Die Stimmung war nach dem ungewollten, wetterbedingten Programmwechsel auf den spontanen „Plan B“ ungebrochen gut und konnte sich sehen lassen.
Tische und Bänke luden anfangs auch im Freien zum Verweilen ein.
Die Wachtberger verlegten die Party kurzerhand ins Ausstellerzelt.
Selten gewordene Traktoren aller Altersklassen gab es zu bestaunen.
