Allgemeine Berichte | 13.05.2014

Wehrleiter im Zuge der Aktion „Freie Fahrt der Feuerwehr“unterwegs

Die Freiwillige Feuerwehr hat fast überall freie Fahrt

Sämtliche Stellen in der Gemeinde wurden angefahren, um das Durchkommen mit einem Feuerwehrauto zu prüfen

Kaum ein Durchkommen gab es in der Werthhovener Fuchskaule für das Feuerwehrfahrzeug mit Wehrleiter Markus Zettelmeyer am Steuer. Gemeindeverwaltungs-Mitarbeiterin Karin Zimmermann half beim Rangieren. JOST

Wachtberg. Einen Einsatz habe man zwar noch nie ihretwegen abbrechen müssen, aber oft seien in der Vergangenheit langwierige Rangierarbeit notwendig gewesen, erklärt der Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Wachtberg, Markus Zettelmeyer. Die Rede ist von Falschparkern, die an Engstellen innerhalb der Ortschaften immer wieder dafür sorgen, dass Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr nicht mehr durchkommen. Dagegen wird allerdings schon seit einiger Zeit regelmäßig etwas getan, denn alljährlich rückte Zettelmeyer zu Testfahrten mit einem großen Feuerwehrfahrzeug aus, um die Verkehrssituation im Gemeindegebiet vor Ort zu prüfen und ein „Durchkommen“ im Ernstfall sicherzustellen.

Im Rahmen der kreisweiten Aktion „Freie Fahrt der Feuerwehr“ machten sich Zettelmeyer und Karin Zimmermann, Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung, erneut mit einem rund siebeneinhalb Meter langen Löschgruppenfahrzeug LF 10/6 auf den Weg durch das Wachtberger Gemeindegebiet. Dabei stand nicht das „Knöllchen-Schreiben“ im Vordergrund, sondern der Präventionsgedanke und die Sensibilisierung der Autofahrer für umsichtiges Parkverhalten.

Durch „steten Tropfen“ wolle man das Bewusstsein in der Bevölkerung für dieses Problem schärfen und hoffe darauf, dass dadurch und mithilfe der Berichterstattung in den Medien der eine oder andere Falschparker künftig dies unterlässt und die Fahrbahn für Rettungsfahrzeuge freihält. Schließlich könne man nie wissen, wann und wo ein Notfall eintrete, bei dem es um Leben und Tod oder zumindest um die wirtschaftliche Existenz gehe - und wo Sekunden kostbar sein können.

Da Zettelmeyer aus langjähriger Erfahrung die „neuralgischen Punkte“ in der Gemeinde Wachtberg kennt und außerdem ein ausgezeichneter Lastwagenfahrer ist, saß er am Steuer des Zwölf-Tonner-Löschgruppenfahrzeugs. Dabei wurde immer wieder deutlich, dass es mit solch sperrigen Fahrzeugen ziemlich häufig knapp wird, auch ohne Falschparker, wenn es um enge Ecken und spitze Kehren geht. Oftmals muss in weitem Bogen ausgeholt werden, und dennoch ist manchmal nur durch millimetergenaues Rangieren ein Weiterkommen möglich. So war etwa in der Werthhovener Fuchskaule ein Auto so ungünstig geparkt, dass Zettelmeyer mit dem Feuerwehrauto wirklich nur um Haaresbreite durchschlüpfen konnte. „Ich habe jetzt als erfahrener Fahrer bei Tageslicht ohne Einsatzdruck einige Minuten gebraucht, um das Auto vorbei zu schlängeln - wenn im Einsatzfall ein junger Kollege am Steuer sitzt und mitten in der Nacht hier steht, kann sehr viel Zeit beim Einsatz verloren gehen, zumal auch die nachfolgenden Fahrzeuge das gleiche Problem haben.“ Ein ähnliches Problem gab es auch in der Huppenbergstraße in Pech, wo einige Autos ebenfalls ziemlich ungünstig parkten, sodass der Feuerwehrwagen gerade so durchkam. Mit Handzetteln, die hinter die Scheibenwischer geklemmt wurden, soll nun versucht werden, die Autofahrer an den neuralgischen Stellen für die Situation zu sensibilisieren.

„Ansonsten gab es eigentlich überall freie Fahrt für die Feuerwehr, das war schon vorbildlich“, lobte der Wehrleiter die Wachtberger Autofahrer. Dabei habe man fast sämtliche Straßen in allen Ortschaften angesteuert, insgesamt legte er eine Strecke von 60 Kilometern zurück. „Alles in allem eine sehr erfreuliche Sache.“

Kaum ein Durchkommen gab es in der Werthhovener Fuchskaule für das Feuerwehrfahrzeug mit Wehrleiter Markus Zettelmeyer am Steuer. Gemeindeverwaltungs-Mitarbeiterin Karin Zimmermann half beim Rangieren. Foto: JOST

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Dauerauftrag
Rund ums Haus Daueranzeige
Anzeige "Rund ums Haus"
Räumungsverkauf
Angebotsanzeige (Juni)
Lebenskunstmarkt Remagen
Weinblütenfest in Mayschoß
Empfohlene Artikel
Ideenschmiede Ließem
173

Ließem. Tristan, ein aufgeweckter Vierjähriger, schwärmt begeistert von seiner Idee: „Ich esse so gern Kirschen. Wir müssen einen Kirschbaum pflanzen.“ Seine Augen leuchten, als könnte er die süßen Früchte bereits vor sich sehen. Sogleich malt er ein Bild von seinem Wunschbaum für Ließem.

Weiterlesen

Trommelzauber
24

Wachtberg-Villip/Pech. Vom 11. bis 13. Mai drehte sich an der Schule im Ländchen alles um Musik, Rhythmus und gemeinsames Erleben. An beiden Standorten unserer Verbundschule – in Villip und Pech – fand die Trommelzauber-Projektwoche statt, die Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern gleichermaßen begeisterte. An jedem Standort wurde das Projekt von einem eigenen Trommelzauberer des Vereins...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Ullrich Remus stellt alle Facetten der Ehrenbreitsteiner Kultur in seinem Outfit dar. Foto: SCH
690

Ehrenbreitsteiner Kulturtage

Großes Programm über drei Tage

Koblenz. Ehrenbreitstein hat seine eigene Kultur! Hier befindet sich, wie nirgendwo anders in Koblenz, auf kleinstem Raum Klein- und Handwerkskunst, Musik, Offline-Kunst und Galerien in den Straßen, Gassen und Häusern des rechtsrheinischen Stadtteils unterhalb der Festung und rund um den Kapuzinerplatz. In diesem Jahr bietet die Bürgergruppe, der Ortsring Ehrenbreitstein, wieder großes Programm über drei Tage.

Weiterlesen

Das Foto zeigt das Ensemble „kleine Bühne“.(v.l.n.r. 1. Reihe: Oscar Neuman, Ole Neumann, Stephanie Neumann2. Reihe: Karim Kirner, Stefanie Käufler, Cecylia Darda, Martina Bouhs, Bettina Kurscheid, Elfi Rüd, Jutta Flink, Walther Heling, Hannelore Busch, Olga Steinke)
492

Bad Breisig. Die Theatergruppe „kleine Bühne“ bringt den beliebten Klassiker „Der Zauberer von Oz“ von L. Frank Baum als Familienstück open air am letzten Juni-Wochenende im Kurpark der ThermalQuellenstadt auf die Bühne. Die Inszenierung wird im Biergarten Barth im Kurpark aufgeführt und verspricht ein fantasievolles Theatererlebnis für die ganze Familie.

Von Rolf HENZGEN aus Bad Breisig

Weiterlesen

es ist angerichtet: faires Frühstück am 20. Juni 2026
934

Andernach. Die Stadt Andernach engagiert sich aktiv für den fairen Handel und beteiligte sich in diesem Jahr an der Fairtrade-Kampagne „Faires Frühstück“ von Fairtrade Deutschland. Dazu findet am Samstag, 20. Juni, von 10 bis 12 Uhr vor dem historischen Rathaus im Herzen der Altstadt das öffentliche faire Frühstück statt.

Von Hans-Georg Hansen aus Andernach

Weiterlesen