Politik | 14.01.2014

CDU Wachtberg nominiert Kandidaten zur Wahl des Bürgermeisters

Eine 95-prozentige Rückendeckung

Hartmut Beckschäfer soll die Nachfolge von Theo Hüffel antreten

Eine 95-prozentige Rückendeckung

Wachtberg. Mit großer Mehrheit nominierte die CDU Wachtberg Hartmut Beckschäfer (57) zum Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Wachtberg. Amtsinhaber und Parteifreund Theo Hüffel hatte im November seinen vorzeitigen Amtsverzicht erklärt und nach Differenzen mit Teilen des Gemeindeverbands-Vorstandes angekündigt, nicht mehr für das Amt des Wachtberger Bürgermeisters zu kandidieren. Stattdessen wurde er einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten in der Naturpark-Eifel-Stadt Heimbach von der dortigen CDU gekürt, mittlerweile haben auch die Heimbacher Grünen ihm ihre Unterstützung zugesagt. „Ich freue mich schon auf dem Wahlkampf“, so Hüffel gegenüber Blick aktuell. Beckschäfer wurde mit 58 Ja-Stimmen bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung, das entspricht einer Zustimmung von 95 Prozent, in der vom Bundestagsabgeordneten Dr. Norbert Röttgen (CDU) geleiteten Mitgliederversammlung, im Hotel Görres in Villip aufgestellt. Der Kandidat unterstrich in seiner Vorstellungsrede ausdrücklich die Verdienste Hüffels. „Der Erfolg hat bekanntlich viele Väter, ganz sicher ist dabei vor allem der Bürgermeister mit seiner Verwaltung zu nennen“, sagte er im Blick auf eine aus seiner Sicht überaus erfolgreiche Wahlperiode. Deshalb freue es ihn besonders, dass auch Hüffel ihm zugesprochen habe, den Schritt vom bisherigen Fraktionsvorsitzenden zum möglichen künftigen Bürgermeister zu tun.

15 Jahre Bundestagsfraktion

Der gebürtige Sauerländer Beckschäfer ist seit 32 Jahren mit seiner Ehefrau Andrea, die aus Bad Godesberg stammt, verheiratet. Das Ehepaar wohnt in Ließem und hat zwei Söhne. Nach Abitur und Wehrdienst studierte er Jura in Bonn, wo er schon als Student im Konrad-Adenauer-Haus der CDU gejobbt habe. Nach seinem zweiten juristischen Staatsexamen von Beckschäfer erhielt er dort 1985 seine erste berufliche Anstellung im Büro des Justizjahres und habe sozusagen das Hobby zum Beruf gemacht. Nach kurzer Zeit wechselte er in die Dienste der Bundestagsfraktion, wo er mehr als 15 Jahre lang verschiedene Funktionen wahrnahm, unter anderem zehn Jahre lang als Geschäftsführer des Parlamentskreises Mittelstand der Bundestagsfraktion. Derzeit leitet er die Abteilung Kranken- und Pflegeversicherung im Bundesversicherungsamt, einer Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales mit Sitz in Bonn. Dort ist der Volljurist verantwortlich für die Rechtsaufsicht über die gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen. Als Chef einer Abteilung mit sieben Referaten und mehr als 50 Mitarbeitern sehe er sich auch fachlich in der Lage, eine Gemeindeverwaltung zu führen.

Viele politische Erfahrungen

Die Zusage für die Kandidatur sei ihm als „politischem Menschen“ auch nicht schwergefallen, schließlich sei er seit 40 Jahren Mitglied der CDU und gehöre bereits seit zehn Jahren dem Wachtberger Gemeinderat an. Seit 2009 habe er als Fraktionsvorsitzender ein erhebliches Maß an Erfahrung in praktisch allen Angelegenheiten der Gemeinde gesammelt, „denn als Fraktionsvorsitzender bekommt man ja die gesamte Bandbreite der Themen auf den Tisch.“ Gerade in der jetzt zu Ende gehenden Wahlperiode habe er in Wachtberg eine Reihe großer Projekte angepackt und erfolgreich umgesetzt, von der Neuentwicklung des Flächennutzungsplans über die Entwicklung der Neuen Mitte in Berkum bis zur Gründung der enewa als kommunales Versorgungsunternehmen. Diese und weitere Verbesserungen habe man trotz knapper Finanzen mit einer soliden Haushaltsführung unter Vermeidung des gefürchteten Haushaltssicherungskonzeptes geschafft. Beckschäfer war sich dabei sicher: „Ohne die Geschlossenheit und Entschlossenheit der größten Fraktion im Rat, ohne ihren konstruktiven und zielgerichteten Beitrag zur Entscheidungsfindung und ohne ihre Parkmöglichkeit werden diese Projekte so nicht gelungen.“ Sein bisheriger Einsatz für die Gemeinde und die gesammelten Erfahrungen im beruflichen und politischen Bereich sprechen also dafür, den Schritt zu tun. Nach Abwägung aller Aspekte sei er, nicht zuletzt nach Rücksprache mit seiner Frau Andrea, zu dem Entschluss gelangt: „Ich traue es mir zu, und ich würde es gerne machen.“

Erster Diener der Gemeinde

Sollte er am 25. Mai die Wahl gewinnen, sieht Beckschäfer sich vor allem als „Erster Diener der Gemeinde“ und nannte als Schlüsselbegriffe für seine künftige Amtsführung „Vertrauen“ und „Verantwortung“. Beides gelte sowohl nach innen im Verhältnis zu dem Rathausmitarbeitern, wie auch nach außen gegenüber den Bürgern, den Fraktionen im Gemeinderat und allen anderen Partnern der Verwaltung. Generell gelte dies ohnehin auch auf Gegenseitigkeit: „Wer Vertrauen erwartet, muss Vertrauen bieten“, sagte Beckschäfer. Er betonte aber auch, Altbürgermeister müsse vor allem darauf hinwirken, dass nicht allein das Wünschbare, sondern vor allem das Verantwortbare der Maßstab für die Entscheidungen in Rat und Verwaltung sei. Was die Sachthemen angehe, werde sein Programm ein gemeinsames mit der CDU sein, dass man noch in einer separaten Mitgliederversammlung, wahrscheinlich im Februar, gemeinsamen aufstellen und vertreten werde. „In guter Tradition werden Programm und Politik der CDU Wachtberg aber auch künftig an den Boden der Vernunft, an den Interessen der Gemeinde und ihrer Bürger ausgerichtet sein, eine Politik, die daher auch die Zustimmung der Wähler finden wird“, so Beckschäfer weiter. Als seriöser und verlässlicher Partner werde man für eine konstruktive Zusammenarbeit mit den anderen politischen Kräften im Rat offen sein. Damit werde man eine tragfähige Basis für die Arbeit der nächsten Wahlperiode legen können, hoffte er.

Die Wachtberger CDU führte Hartmut Beckschäfer zum Kandidaten für die Wahl des Bürgermeisters.

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