Politik | 07.01.2016, 14:06 Uhr

SPD-Fraktion im Rat der Gemeinde Wachtberg

Eine Seilbahn bis Gimmersdorf?

Gimmersdorf. Bei der Organisation und Leitung des Verkehrs in der Region schadet es auch nicht, ungewöhnliche Vorschläge zu bedenken. Gimmersdorf? Ja, das ist der kleine Ort in Wachtberg, der seit über 40 Jahre für seine Ortsumgehung kämpft, die er nun auch bekommt. Nun schlug ein Kommunalpolitiker noch zusätzlich eine Verkehrsanbindung für Gimmersdorf per Seilbahn vor.

„Ich traute meinen Augen nicht, als ich das las“, stellte Siegbert Heid fest. Er sitzt für die SPD in der Gimmersdorfer Ortsvertretung. Das Thema, das seiner Meinung nach eher das Motto für einen Karnevalswagen sein könnte, hat aber einen interessanten Hintergrund. Die Diskussion um eine Seilbahn vom UN-Campus über Dottendorf auf den Venusberg wird in Bonn ernsthaft diskutiert. Eine zusätzliche Variante ist deren Verlängerung auf der anderen Rheinseite über Ramersdorf den Ennert hoch. Millionenstädte wie zum Beispiel La Paz in Bolivien mit ihrer hügeligen und beengten geographischen Lage bewältigen seit einiger Zeit auf diese Weise ihren Verkehrsinfarkt.

Koblenz hat mit seiner Seilbahn zur Festung Ehrenbreitstein beste Erfahrungen gemacht. Diese Seilbahn hat sich bereits amortisiert. Sie erschließt dem sanften Tourismus auf der anderen Rheinseite ein riesiges Erholungsgebiet. Für Wachtberg wäre das Projekt einer Seilbahn zwischen Venusberg und der anderen Seite nicht unwichtig. Noch gibt es Bestrebungen, eine Straßenverbindung über die Südbrücke zwischen der linksrheinischen A 61 und der A 3 auf der anderen Seite herzustellen.

Das wiederum würde in Wachtberg das ohnehin hohe Verkehrsaufkommen noch dramatisch erhöhen. Insofern sollte die Gemeinde alle Überlegungen aktiv unterstützen, die das Ziel haben, zusätzlichen Verkehr von Wachtberg abzuhalten.Pressemitteilung

der SPD Wachtberg

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