Allgemeine Berichte | 19.03.2013

Vortrag zum Abschluss der Pecher Winterakademie

Flammender Aufruf zum Ehrenamt

Heimatverein hatte General a.D. und Präsident der Johanniter-Unfall-Hilfe Hans-Peter von Kirchbach eingeladen

Vorstandsmitglied Hans-Otto Budde (v. l.), Genneral a.D. Hans-Peter von Kirchbach und der Vorsitzende des Heimatvereins Pech, Günter Wagner. privat

Wachtberg-Pech. Im letzten Vortrag der diesjährigen Pecher Winterakademie des Heimatvereins Pech gab General a.D. Hans-Peter von Kirchbach, Präsident der Johanniter-Unfall-Hilfe, einen tiefen Einblick in die Aktivitäten dieser Organisation unter dem Thema: „Die Johanniter-Unfall-Hilfe - mehr als der Name verspricht.“ Zunächst hob er hervor, dass auch der Pecher Bürger und Ehrenmitglied des HVP, Dr. Hans-Dietrich Genscher, Mitglied der Johanniter-Unfall-Hilfe sei.

Seit gut 60 Jahren besteht diese karitative, soziale Organisation und hat seitdem ihr Gesicht vollständig verändert. Von sieben ehrenamtlichen Personen zu Anfang ist sie mit nunmehr 1,4 Millionen Mitgliedern und 50.000 Mitarbeitern enorm gewachsen. Der größte Teil davon arbeitet ehrenamtlich, rund 35.000 Menschen, darunter viele Jugendliche, sodass das Durchschnittsalter der ehrenamtlichen Mitarbeiter erstaunlicherweise bei nur 35 Jahren liegt. Die Freude an dieser sozialen Arbeit, das Gefühl, gebraucht zu werden, und der Dienst an anderen Menschen und in der Gemeinschaft lässt weiterhin die Zahl der Freiwilligen steigen.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe hat sich zu einem marktfähigen Dienstleistungsunternehmen entwickelt, ist wirtschaftlich gesund, muss effektiv arbeiten und vollzieht fortwährend einen Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und den humanen Ansprüchen. Sie bekommt keine öffentlichen Zuschüsse. Die Wirtschaftlichkeit ist die Basis für die Hilfen, nicht das Ziel, denn „wer helfen will, muss gesund sein.“ Die Leistungen müssen kostendeckend erbracht werden, was nur durch die Mitgliedsbeiträge und Spenden von Privatpersonen und vielen großen Firmen gewährleistet werden kann, damit das soziale Versprechen eingelöst werden kann. Der Jahresumsatz 2012 belief sich auf 680 Millionen Euro.

Die Arbeit der Johanniter-Unfall-Hilfe ist in vier Bereiche geteilt: Da sind zunächst Rettungsdienste und Katastrophenschutz, die wiederum unterteilt sind in Zivildienst, Sanitätsdienst, Fahrdienste etc. Dieser Bereich wird „Blaulicht-Bereich“ genannt.

Ein weiterer Bereich sind Sozialdienste mit Seniorencafés, Wohnanlagen für Senioren, Altenheime, Mittagstische, Hospize, Selbsthilfegruppen für Senioren, ambulante Tagespflege.

Erst in den letzten Jahren wurde die Arbeit in Erziehung und Bildung aufgebaut. Die Organisation betreibt 268 Kindergärten und Kindertagesstätten sowie Jugendzentren. Um den steigenden Bedarf an Fachkräften decken zu können, bietet sie jungen Menschen hervorragende Ausbildungsmöglichkeiten an zwei bildenden Schulen mit Abiturabschluss, an einer Akademie für den Bereich Pflege, Erziehung, Rettung sowie an einer Fachhochschule in Berlin mit dem Abschluss Master und Bachelor in der Fachrichtung Sanitäter für das mittlere Management.

Darüber hinaus bietet die Auslandshilfe als dauerhafte oder zeitlich begrenzte Unterstützung in 20 Ländern, darunter Haiti, Pakistan (Erdbeben und Flut), Kongo, Südamerika. Im Ausland arbeiten meist örtliche Mitarbeiter unter der Leitung deutscher Kräfte.

In seinen Schlusssätzen sprach von Kirchbach über die Freiheit, die von Gewalt und Extremismus angetastet wird. Sie muss erhalten bleiben und gestaltet werden. Freiheit verpflichtet, auch zum Engagement für andere Menschen; sie ist nicht Leere und Inhaltslosigkeit, das wäre ein großes Missverständnis. Nur durch Achtung der Menschenwürde, Verantwortung und Wahrnehmung von Problemen kann das Leben in einem freiheitlichen Staat gestaltet werden. Deshalb muss auch die Arbeit der Johanniter-Unfall-Hilfe je nach gesellschaftlicher Entwicklung neu überdacht und gestaltet werden, um für die Zukunft gerüstet zu sein und zeitgemäß und jung zu bleiben.

Nach einer Stunde konnten die Zuhörer nur zustimmen, dass das Thema des Abends „Die Johanniter-Unfall-Hilfe - mehr als der Name verspricht“ überzeugend interpretiert wurde und der Vortrag zugleich ein flammender Aufruf zum ehrenamtlichen Engagement der Bürger war.

Von Kirchbach begeisterte die Zuhörer in Pech.

Von Kirchbach begeisterte die Zuhörer in Pech.

Vorstandsmitglied Hans-Otto Budde (v. l.), Genneral a.D. Hans-Peter von Kirchbach und der Vorsitzende des Heimatvereins Pech, Günter Wagner. Fotos: privat

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