Allgemeine Berichte | 02.09.2014

„Tag des Offenen Ateliers“ im Rahmen der Kulturwoche

Hiltrud Westheide zeigte ihr vielfältiges Werk

Hiltrud Westheide (r.) im Gespräch mit Bürgermeisterin Renate Offergeld. privat

Wachtberg-Berkum. „An der Farbe vorbei“ nennt Hiltrud Westheide eine aktuelle Serie ihrer neuesten Werke und meint damit ihre Schwarz-Weiß-Bilder. Dass sie aber auch Farbiges und sogar Gesellschaftskritisches kann, zeigte sie an ihrem „Tag des Offenen Ateliers“ in ihrem Räumen auf Gut Odenhausen in Berkum am 23. August im Rahmen der achten Wachtberger Kulturwochen.

Westheides nur in Schwarz/Weiß sowie allen dazwischen liegenden Grauabstufungen gehaltenen Werke wirken auf den ersten Blick abstrakt, die Titel lassen aber anderes vermuten. In „Seelen“ entdeckt man bei näherem Hinschauen Gestalten, einen „Karpfen“ und auch den „Hahn“ findet man schnell. Die Vielzahl der im kleinen Gartenatelier ausgestellten, zumeist kleinformatigen Bilder bildete in dem überschaubaren Raum eine in sich ruhende Einheit und wirkte auf eine ganz eigene Art lebendig, gefühlt beinahe farbig - eben an der Farbe vorbei.

Dagegen klingen schon die Titel ihrer großformatigen im Garten und im Haus präsentierten Acrylbilder bunt. „Farbspiele“, „Blütenzauber“, „Grüner Sommer“ und „Ostsee-Impressionen“ sowie „Felder“ galt es, zu entdecken. Da blitzen Blau- und Grün-Töne auf grau-weißem Grund und klares Blau harmoniert mit erdigem Rostbraun. Hier hat sich die Künstlerin ganz der abstrakten, farbigen Gestaltung gewidmet. Die Flächen sind zum Teil geometrisch gegliedert, zeigen Quadrate und strenge Linien.

Sie sei in ihren Kompositionen spontan, erzählte die Künstlerin Bürgermeisterin Renate Offergeld, die sie als eine der Ersten unter ihren Gästen begrüßen konnte. „Manchmal habe ich Lust auf Grün – dann male ich ein Bild in Grüntönen“, verriet sie, „manchmal auf Rot.“ Rot war auch eine Serie, die aus „Roten Listen“ bestand, jene roten Nachschlagewerke, die in jeder Arztpraxis stehen. Westheide hatte mehrere alte Exemplare im Auftrag eines Arztes zu Kunstobjekten geformt. In eines hatte sie ein buntes Sortiment an Pillen künstlerisch eingearbeitet – ein Denkanstoß auf die Pharmaindustrie und den Umgang mit Medikamenten. Ein anderes setzte sich mit muslimischen Frauen auseinander, ein drittes mit dem Thema Pädophilie. In Kürze werden sie in besagter Arztpraxis wohl zum künstlerischen Hingucker.

Pressemitteilung

Gemeinde Wachtberg

Hiltrud Westheide (r.) im Gespräch mit Bürgermeisterin Renate Offergeld. Foto: privat

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