Lokalsport | 14.10.2014

SC Liessem

Hoher Aufwand, aber wieder kein Ertrag

1. FC Godesberg – SC Liessem 90 1:0 (1:0)

Liessem/Bad Godesberg. Auch beim favorisierten FC Godesberg konnten die Gallier des SC Liessem am Ende des Tages trotz hohen Aufwands erneut nichts Zählbares mit nach Hause nehmen. Fast schon tragisch, dass wiederum ein einziger, allerdings kapitaler Bock eines Defensivspielers ausreicht, um die Niederlage zu besiegeln. Augenscheinlichste Veränderung im Aufgebot des SCL war der Einsatz von Torwart-Oldie Harald Kowalski, der Stammkeeper Jens Schure ersetzte und dies nicht nur in gewohnt einwandfreier Manier erledigte, sondern letztlich gar zum besten Spieler seines Teams avancierte. Der SCL startete, wie sollte man es zum jetzigen Zeitpunkt auch anders erwarten, sehr defensiv in die Partie. Tief stehend ließ man den Gegner im Spielaufbau fast bis zur Mittellinie gewähren, um dann kompakt und entschlossen die Bälle in die Spitze abfangen zu können. Bis zur 14. Minute ging das Konzept auch einwandfrei auf. Dem FCG fiel außer dem ein oder anderen lang geschlagenen Ball nach vorne nicht viel ein und der SCL hatte wenig Mühe diese Versuche zunichtezumachen. Trotzdem reichte eine eher harmlose Flanke zur Führung, da Mariusz Kukuc mit seinem einzigen, aber am Ende leider entscheidenden Fehler, den Ball statt einfach aus der Gefahrenzone zu köpfen, mit der Brust annehmen wollte und ihn mangels sauberer technischer Ausführung so Sebastian Knieps genau vor die Füße legte und dieser nur noch einzuschießen brauchte. In der aktuellen Situation des SCL sollte es primär darum gehen, den Ball irgendwie aus der Gefahrenzone zu befördern. Im Grunde sollte eigentlich jeder begriffen haben, dass für arrogante technische Feinheiten, die dann auch noch schlecht ausgeführt werden, derzeit kein Platz im Spiel des SCL ist. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte bot sich beiden Teams noch jeweils eine große Möglichkeit. Einen Weitschuss des FCG holte „der alte Mann“ Kowalski glänzend aus dem Torwinkel und nach einem klugen Rückpass von Philip Horn verzog Wolfgang Weber aus dem Rückraum für den SCL aus aussichtsreicher Position. Die Gallier waren aber noch im Spiel und es war auch in der 2. Hälfte sichtbar, dass das Team verzweifelt versuchte, mit Einsatz, Laufbereitschaft und Moral die unübersehbar derzeit vorhandenen spielerischen Mängel aufgrund der allgegenwärtigen Verunsicherung zu kompensieren und noch irgendwie zum Ausgleich zu kommen. Unterm Strich blieb es aber vor dem Tor der Gastgeber zu harmlos. Einen Fernschuss von Dominic Bardtke pariert der FCG-Keeper stark und nach einem Freistoß vor das Tor kann sowohl Philip Horn als auch Niklas Häusler das Zögern des Keepers nicht ausnutzen. Keiner geht richtig mit letzter Konsequenz zum Ball und so bleibt das Zögern des Torwarts ungestraft. Auf der Gegenseite musste Torwartoldie Kowalski auch nur noch ein- bis zweimal eingreifen, vereitelte aber dabei erneut mit einer tollen Parade gegen Sven Meier, dessen Schuss er gerade noch so zur Latte ablenken konnte, eine vorzeitige Entscheidung. Seiner Leistung hätte er nur noch die Krone aufsetzen können, wenn er einen seiner beiden Vorstöße in den gegnerischen Strafraum zum Spielende mit einem Tor vollendet hätte. So blieb es bei der knappen Niederlage aufgrund eines einzigen Fehlers. Aufgrund der Art und Weise wie sich die Mannschaft präsentiert hat, wäre sicher ein Punkt verdient gewesen. Auch weil der FCG an diesem Tage nicht zu seinem gewohnten Passspiel gekommen war oder entsprechend daran gehindert wurde. Aber dafür kann man sich bei den Gallier auch nichts kaufen. Punkte müssen dringend her. Noch ist alles möglich, da auch die direkten Konkurrenten keine Punkte einfahren konnten. Als nächster Gegner steht Witterschlick auf dem Programm, dann fährt man zum bärenstarken Aufsteiger aus Volmershoven. Nicht gerade gemalt für Punktgewinne, aber die vermeintlich leichteren Gegner hat die Mannschaft bereits nahezu allesamt hinter sich und so ist sie nun auch gegen diese starken Gegner zum Punkten verdammt.

Es spielten: Kowalski, Miftarj, Kukuc, Böckmann (67. Quast), Kania, Dresen (58. Virnich), Horn, Ruhnau, Bardtke, Weber, Häusler (79. Humburg )

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