Allgemeine Berichte | 17.12.2015

Viertklässler der der GGS Berkum zeigen ihr „Wachtberg-Projekt“

„Im Keller war ein Gefängnis“

Bürgermeisterin Renate Offergeld (h.r.) und die Klasse 4a der GGS Berkum präsentieren die Ausstellung im Rathaus. Gemeinde Wachtberg/mm

Wachtberg-Berkum. Dass es in Gimmersdorf einst ein Gefängnis und ein Gericht gegeben hat, war nur eine von vielen interessanten Erkenntnissen, die die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4a der Gemeinschaftsgrundschule Berkum mit nach Hause nahmen. Im Rahmen eines Projektes hatten sie sich mehrere Wochen mit der Geschichte und den einzelnen Ortschaften der Gemeinde Wachtberg beschäftigt. Die Ergebnisse ihrer Arbeit sind aktuell im Rathaus ausgestellt. „Im Keller war das Gefängnis, im Erdgeschoss darüber befand sich das Gericht“, schildert ein Mädchen ihre Entdeckung. Überrascht sei sie gewesen, erzählt sie weiter, als sie sich an der Kapelle in Gimmersdorf die dort angebrachte Infotafel einmal genauer angeschaut habe. Sie wohnt in diesem Ortsteil und war deshalb umso mehr erstaunt, derlei Spannendes und bisher Nicht-Bekanntes über ihren Heimatort zu erfahren. Ähnlich Überraschendes wussten auch einige ihrer Mitschüler zu berichten. In Gruppen hatten sie sich auf den Weg gemacht und einzelne Ortsteile erkundet. Zumeist gingen sie in den Ortschaften auf Tour, in denen sie auch wohnen.

Gute Vorbereitung

Klassenlehrerin Gabriele Winkler hatte sie gut vorbereitet. Vorausgegangen waren Unterrichtsstunden, in denen die Klasse die Gegebenheiten einer Gemeinde wie Wachtberg näher betrachtet hat. Eine Fahrt durchs Gemeindegebiet mit Altbürgermeister Hans-Jürgen Döring umfasste das Projekt ebenso wie ein Rathaus-Besuch bei Bürgermeisterin Renate Offergeld, von der sie Interessantes über die Arbeit in einer Gemeindeverwaltung erfuhren. Und als es dann ans eigene Erkunden vor Ort ging, erwiesen sich die jungen Heimatforscher als überaus kreativ. Auf großen Plakaten haben sie fantasiereich ihre Ergebnisse festgehalten. Und dass sie keine Berührungsängste hatten, lässt sich darauf auch gut ablesen, zeigen doch die vielen aufgeklebten Fotos, Malereien und Notizen, dass die Kinder an viele Türen geklopft und viele Leute interviewt haben - und wohl auch immer herzlich empfangen wurden. So führten ihre Recherchen die Mädchen und Jungen unter anderem in Arzdorf in den dortigen Reitstall und in Berkum in die Burg Odenhausen. „Ich wohne ja gleich um die Ecke“, war ein mehrfach gehörter Satz. Das Fraunhofer Institut und das Radom finden sich in Abbildungen, dazu Erklärungen zur Technik und sogar eine „Kugel zum Anfassen“ gibt es - gebastelt aus Pappmaché. Weitere, von den Schülern erforschte Ortsteile sind Werthhoven, Berkum, Klein-Villip, Ließem und Niederbachem. Die Collage zu Letzterem ist aufwendig geschmückt, die Auflistung von Bäckerei, Restaurant oder Feuerwehr ist mit aufgeklebten Spielzeugbrötchen, kleinen Tellern und einem Mini-Feuerlöscher veranschaulicht.

Ausstellung ist bis 8. Januar im Rathaus zu sehen

„Viel unterwegs gewesen, persönlich befragt, ausgiebig gelesen, genau hingeschaut - insgesamt viel gelernt“ war dann auch das Fazit der stolzen Nachwuchshistoriker und von Bürgermeisterin Offergeld, die angesichts der ausgestellten Arbeiten voll des Lobes war. Die Ausstellung ist noch bis 8. Januar 2016 zu den Öffnungszeiten des Rathauses (Treppenaufgang erste Etage), Rathausstraße 34 in Berkum, zu sehen.

Pressemitteilung der

Gemeinde Wachtberg

Bürgermeisterin Renate Offergeld (h.r.) und die Klasse 4a der GGS Berkum präsentieren die Ausstellung im Rathaus. Foto: Gemeinde Wachtberg/mm

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 8

  • Winfried: Rheinbrücke bei Engers
  • Gerhard Stotzem: Die einzige mir bekannte Brückenbaustelle in Hönningen berührt zwar den Ahrradweg, aber sie unterbricht ihn nicht. Es handelt sich dabei um eine Ahrquerung vom Radweg in die Ortschaft. Der Radweg zwischen...
  • Jörg Kasper: Habe zehn Jahre rumgedocktert, war schon als Simmulant abgestempelt, dann 2021 war es soweit. Im November links, Hüfttep und weil es so schön war, sieben Monate später rechts, da hatte mein Arzt dann gemerkt das ich nicht simuliert habe.
  • Horst Peschell: Manschmal isch aber auch der Bein und der Knie inschgeschamt im Arrrrgehnnnn, ich hab Krääääätze und Schoooorf, Schnooooorrrrr!!! ESCH juckt so seeeehr, ob eine Prothese da hilft ? mit freundlichen Grüßen Eure Schorfkrätze
  • Heruete: Holt euch auf jeden Fall eine Zweit- oder Drittmeinung ein. So schnell wie in Deutschland wird in keinem anderen Land operiert und der Patient über den OP Tisch gezogen
Dauerauftrag
Monatliche Anzeige
100 Jahre KGO
Anzeige "WM Start 2026" Sonderpreis
Richtgest Jahn Eleven
Kirmes in Königsfeld
Sprudelndes Sinzig
Sonderseite Jahn Eleven
Empfohlene Artikel
Symbolbild.
198

Mit dem Übergang in den Frühsommer verdichten sich die Energien: Die Tage werden länger, Entscheidungen klarer und Beziehungen intensiver. Rund um die Sommersonnenwende am 21. Juni zeigt sich für viele Sternzeichen eine Phase zwischen Aufbruch und innerer Standortbestimmung. Während berufliche Themen Fahrt aufnehmen, verlangen persönliche Beziehungen nach Aufmerksamkeit und ehrlichen Gesprächen.

Weiterlesen

Symbolbild.
70

Region. Der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) erweitert seine Maßnahmen zur Qualitätssicherung im Schienenpersonennahverkehr (SPNV): Ab Mitte Juni kommen erstmals sogenannte Profitester*innen zum Einsatz, um die Qualität der Verkehrsleistungen anhand objektiver Kriterien überprüfen zu können. Bereits heute enthalten die Verkehrsverträge umfangreiche Qualitätsvorgaben.

Weiterlesen

Symbolbild.
527

Bonn. Am Samstagvormittag, dem 6. Juni 2026, hat die kommunale Task Force Nordbrücke über drei Stunden lang getagt. Anwesend waren der Oberbürgermeister, alle relevanten Dezernate und Fachämter der Stadtverwaltung sowie die Stadtwerke Bonn und die Autobahn GmbH. Diskutiert wurden der aktuelle Stand der Prüfaufträge und der Fahrplan für das weitere Vorgehen. Über das Wochenende arbeitet die Verwaltung intensiv weiter, um die Auswirkungen der Vollsperrung der Nordbrücke zu minimieren.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verbindung zwischen dem Reitverein und der Palliativmedizin hat in Metternich eine feste Tradition.Fotos: privat
2

RFV Metternich lädt zum Ponyreiten für den guten Zweck ein

Glücksmomente auf dem Ponyrücken

Weilerswist-Metternich. Ein unvergessliches Erlebnis für die kleinsten Pferdefreunde und gleichzeitig ein starkes Zeichen für die Region: Der Reit- und Fahrverein (RFV) Metternich e.V. veranstaltete ein großes, geführtes Ponyreiten auf seiner Vereinsanlage am Ginsterberg. Das Besondere an dieser Aktion: Die gesamten Einnahmen des Reitens, wurden zu 100 Prozent an das Palliativ-Netz Südlicher Erftkreis e.V. gespendet.

Weiterlesen

Die lange Geschichte der Altenahrer Weinmajestäten, wird auch 2026/27 weitergeschrieben, von links Lukas Sermann (Vorsitzender Ahrwein e.V.), Lara Surget (designierte Weinprinzessin), Victoria Charlotte Zimmermann (designierte Weinkönigin), Leonie Krupp (designierte Weinprinzessin), Eva Flügge (Vorsitzende Weinort Altenahr e.V.), Mirco Burkardt (stellv. Vorstandsvorsitzender WG Mayschoß-Altenahr).  Foto: DU
28

Neue Weinmajestäten für 2026/2027 vorgestellt

Victoria Charlotte Zimmermann wird Altenahrer Weinkönigin

Altenahr. Die lange Geschichte der Altenahrer Weinmajestäten wird auch 2026/27 weitergeschrieben. Sehr zur Freude des Teams vom Weinort Altenahr e.V. rund um die geschäftsführende Vorsitzende Eva Flügge, aber auch der Bürgerinnen und Bürger, der Vereinsvertreter, der lokalen Politik sowie der Winzerinnen und Winzer, übernehmen erneut drei junge Frauen diese wichtigen Ehrenämter. Designierte Weinkönigin...

Weiterlesen