Allgemeine Berichte | 17.12.2015, 11:26 Uhr

Viertklässler der der GGS Berkum zeigen ihr „Wachtberg-Projekt“

„Im Keller war ein Gefängnis“

Bürgermeisterin Renate Offergeld (h.r.) und die Klasse 4a der GGS Berkum präsentieren die Ausstellung im Rathaus. Gemeinde Wachtberg/mm
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Wachtberg-Berkum. Dass es in Gimmersdorf einst ein Gefängnis und ein Gericht gegeben hat, war nur eine von vielen interessanten Erkenntnissen, die die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4a der Gemeinschaftsgrundschule Berkum mit nach Hause nahmen. Im Rahmen eines Projektes hatten sie sich mehrere Wochen mit der Geschichte und den einzelnen Ortschaften der Gemeinde Wachtberg beschäftigt. Die Ergebnisse ihrer Arbeit sind aktuell im Rathaus ausgestellt. „Im Keller war das Gefängnis, im Erdgeschoss darüber befand sich das Gericht“, schildert ein Mädchen ihre Entdeckung. Überrascht sei sie gewesen, erzählt sie weiter, als sie sich an der Kapelle in Gimmersdorf die dort angebrachte Infotafel einmal genauer angeschaut habe. Sie wohnt in diesem Ortsteil und war deshalb umso mehr erstaunt, derlei Spannendes und bisher Nicht-Bekanntes über ihren Heimatort zu erfahren. Ähnlich Überraschendes wussten auch einige ihrer Mitschüler zu berichten. In Gruppen hatten sie sich auf den Weg gemacht und einzelne Ortsteile erkundet. Zumeist gingen sie in den Ortschaften auf Tour, in denen sie auch wohnen.

Gute Vorbereitung

Klassenlehrerin Gabriele Winkler hatte sie gut vorbereitet. Vorausgegangen waren Unterrichtsstunden, in denen die Klasse die Gegebenheiten einer Gemeinde wie Wachtberg näher betrachtet hat. Eine Fahrt durchs Gemeindegebiet mit Altbürgermeister Hans-Jürgen Döring umfasste das Projekt ebenso wie ein Rathaus-Besuch bei Bürgermeisterin Renate Offergeld, von der sie Interessantes über die Arbeit in einer Gemeindeverwaltung erfuhren. Und als es dann ans eigene Erkunden vor Ort ging, erwiesen sich die jungen Heimatforscher als überaus kreativ. Auf großen Plakaten haben sie fantasiereich ihre Ergebnisse festgehalten. Und dass sie keine Berührungsängste hatten, lässt sich darauf auch gut ablesen, zeigen doch die vielen aufgeklebten Fotos, Malereien und Notizen, dass die Kinder an viele Türen geklopft und viele Leute interviewt haben - und wohl auch immer herzlich empfangen wurden. So führten ihre Recherchen die Mädchen und Jungen unter anderem in Arzdorf in den dortigen Reitstall und in Berkum in die Burg Odenhausen. „Ich wohne ja gleich um die Ecke“, war ein mehrfach gehörter Satz. Das Fraunhofer Institut und das Radom finden sich in Abbildungen, dazu Erklärungen zur Technik und sogar eine „Kugel zum Anfassen“ gibt es - gebastelt aus Pappmaché. Weitere, von den Schülern erforschte Ortsteile sind Werthhoven, Berkum, Klein-Villip, Ließem und Niederbachem. Die Collage zu Letzterem ist aufwendig geschmückt, die Auflistung von Bäckerei, Restaurant oder Feuerwehr ist mit aufgeklebten Spielzeugbrötchen, kleinen Tellern und einem Mini-Feuerlöscher veranschaulicht.

Ausstellung ist bis 8. Januar im Rathaus zu sehen

„Viel unterwegs gewesen, persönlich befragt, ausgiebig gelesen, genau hingeschaut - insgesamt viel gelernt“ war dann auch das Fazit der stolzen Nachwuchshistoriker und von Bürgermeisterin Offergeld, die angesichts der ausgestellten Arbeiten voll des Lobes war. Die Ausstellung ist noch bis 8. Januar 2016 zu den Öffnungszeiten des Rathauses (Treppenaufgang erste Etage), Rathausstraße 34 in Berkum, zu sehen.

Pressemitteilung der

Gemeinde Wachtberg

Bürgermeisterin Renate Offergeld (h.r.) und die Klasse 4a der GGS Berkum präsentieren die Ausstellung im Rathaus. Foto: Gemeinde Wachtberg/mm

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