Lions Club Meckenheim Wachtberg
Jedes Jahr zu Weihnachten schenkt Lions dort, wo es sonst nichts geben würde
Benefiz-Adventsmusik mit dem Projektchor der Sekundarschule Wachtberg und der Blaskapelle des Musikcorps der Stadtsoldaten Meckenheim
Berkum. Obwohl die St. Josef-Sänger aus Köln um Bläck-Fööss-Gründungsmitglied Hartmut Priess kurzfristig ihren Auftritt abgesagt hatten, war die Katholische Pfarrkirche St. Maria Rosenkranzkönigin in Berkum gut gefüllt bei der Benefiz-Adventsmusik des Lions Club Meckenheim-Wachtberg. Schließlich standen mit der Blaskapelle des Musikcorps der Stadtsoldaten Meckenheim und dem Projektchor der Sekundarschule Wachtberg zwei durchaus hörenswerte Ensembles zur Unterhaltung des Publikums bereit.
Damit wurde zum dritten Mal musikalisch die Weihnachtsgeschenkaktion unterstützt, die der Lions Club Meckenheim-Wachtberg schon seit mittlerweile acht Jahren organisiert. Dafür benennen die Leiterinnen der Kindertagesstätten in der Gemeinde Wachtberg und der Stadt Meckenheim dem Club nur die Initialen, das Geschlecht und den Wunsch des Kindes - manchmal auch ein Geschenk, das die Erzieherin für dringend erforderlich hält. Der Lions-Vorstand besorgt dieses dann entweder in einem Geschäft vor Ort, manchmal auch im Internet, oder „köttet“ die Präsente durch „Klinkenputzen“ bei den heimischen Geschäftsleuten.
90 Kinder freuten sich über eine schöne Bescherung
Nach einer fröhlichen Packaktion der Lions Club-Mitglieder finden die weihnachtlich dekorierten Päckchen alljährlich wieder den Weg zurück in die Kindertagesstätte, wo sie dann an die entsprechenden Kinder verteilt werden. So freuten sich 2014 insgesamt 90 Kinder aus Meckenheim und Wachtberg über eine schöne Bescherung, dafür wurden etwa 4000 Euro an Spendengeldern aufgewandt. Ähnlich wird es voraussichtlich auch in diesem Jahr sein. Wenn die Erzieherinnen dann über gerührte Eltern und strahlende Kinderaugen berichten, ist dies der schönste Erfolg für die Mitglieder des Lions Clubs und insbesondere den federführenden Sekretär Christian Ullmann.
Aber nach dem Motto „Ohne Moos nix los“ muss das Geld dafür alle Jahre wieder neu eingeworben werden. Deswegen engagierten sich diesmal die beiden Musikensembles bei der „Benefiz-Adventsmusik“ des Lions Club Meckenheim-Wachtberg. „Jedes Jahr zu Weihnachten schenken wir dort, wo es sonst nichts geben würde“, unterstrich Lions-Präsidentin Ute Leonardy in ihrem Grußwort und dankte zugleich den Zuhörern: „Mit ihren Eintrittsgeldern und Spenden machen Sie es möglich, dass wir dieses Projekt verwirklichen können.“ Zugleich sollten die Besucher auf die Weihnachtszeit eingestimmt und aus dem hektischen Alltag entführt werden.
Es gibt nichts Schöneres als ein glückliches Lächeln
Bürgermeisterin Renate Offergeld wünschte sich als Schirmherrin, dass diese Aktion vielen Menschen ihre Herzen öffne und die Idee weitergetragen werde. „Denn es gibt nichts Schöneres als ein glückliches Lächeln.“ Schließlich sei es so einfach, Kindern oder Senioren ein Lächeln zu schenken und etwas gegen soziale Benachteiligung gerade in der nächsten Umgebung zu tun. Pfarrer Hermann Josef Zeyen lobte als Gastgeber ebenfalls die Veranstaltung und sah sie als wirklich gute Bescherung, als ein Geschenk der adventlichen Freude und Besinnung. Denn wer Geschenke nicht nur materialistisch an sich raffe, weil er immer mehr haben wolle, sondern sie als Ausdruck von Nähe und Wertschätzung zu sehen lerne, „der wird sensibel für das große Geschenk der Liebe Gottes, die wir an Weihnachten feiern.“
Durch das Programm des Benefizkonzertes führte einmal mehr Altbürgermeister Hans-Joachim Döring auf seine bekannt souveräne Art mit viel Hintergrundwissen zu den einzelnen Liedern und Komponisten. In dem Projektchor der Sekundarschule Wachtberg hatten sich 20 Schüler der Jahrgangsstufe sieben zusammengefunden, die sich mit großer Freude auf ihren Auftritt vorbereitet hatten. Die musikalische Leitung übernahm dabei Musiklehrerin Ilse Kirchner, die über einen Abschluss im Fach Gesang und Instrumentalpädagogik an der Opernschule und Musikhochschule Köln verfügt. Döring hätte an diesem Abend zwar auch gerne ihre „hervorragende Altstimme“ gehört, doch das ist vielleicht für eine der künftigen Veranstaltungen reserviert. Als geborener Kölnerin war es ihr jedenfalls eine besondere Freude, mit ihren Schülern die Lieder „op platt“ einzustudieren.
Publikum sang bei einigen Stücken mit
Die Blaskapelle des Musikzugs im Stadtsoldaten-Corps 1868 Meckenheim wurde an diesem Abend geleitet von dem 28-jährigen Meckenheimer Christoph Ahlemeyer, der neben seiner Tätigkeit als Dirigent auch Komponist und Arrangeur sowie Ausbilder und Dozent in verschiedenen Verbänden und Vereinen ist. Der Auftritt des Ensembles brachte einen Reigen an traditionellen und auch modernen Musikstücken zutage, die sich teilweise auch zum Mitsingen eigneten, wovon das Publikum auch eifrig Gebrauch machte. Vor allem bei den Stücken „Zu Bethlehem geboren“, „Es ist ein Trost entsprungen“ und „O Du fröhliche“ als Abschluss eines rundum gelungenen Konzertes.
Die Blaskapelle des Musikzugs im Stadtsoldaten-Corps 1868 Meckenheim wurde an diesem Abend geleitet von dem 28-jährigen Meckenheim Christoph Ahlemeyer.
