Allgemeine Berichte | 08.04.2014

Katholische Öffentliche Bücherei Fritzdorf wird für eine Nacht zur Burg Bibernell

Klassiker „Igraine Ohnefurcht“ verzaubert 15 Grundschulkinder

Nach nur vier Stunden Schlaf ging es schon während des Frühstücks munter weiter

Das Ergebnis einer langen Nacht.

Fritzdorf. Voll beladen mit allem, was für eine Übernachtung auf dem Fußboden benötigt wird, haben 15 Grundschüler der dritten und vierten Klasse die Fritzdorfer Georgsstube gestürmt. Der Andrang war aber nicht der Beginn einer Belagerung. Nein, die Kinder folgten der Einladung der Katholischen Öffentlichen Bücherei zu einer weiteren Lesenacht. Auf dem Programm stand Cornelia Funkes „Igraine Ohnefurcht“. Alle waren sichtlich gespannt, was es wohl mit diesem Klassiker aus dem Jahr 1998 auf sich hat. Lange mussten sie auf die Antwort nicht warten. Denn direkt, nachdem die Eltern verabschiedet waren, starteten zwei Mitglieder des Bücherei-Teams mit dem Vorlesemarathon. Parallel dazu begann in der Küche das Pizza-Backen - die Wünsche dazu waren schon vorher abgefragt worden.

Cornelia Funke entführt in ihrem Buch auf die fantastische Burg Bibernell, wo Steinlöwen überm Tor brüllen, wenn sich ein Fremder nähert, wo Bücher singen und dicke Kater sprechen können. Die Titelheldin Igraine lebt auf dieser Burg, ihre Eltern Sir Lamorak und die schöne Melisande, sind Zauberer, sogar Igraines großer Bruder Albert beherrscht Magie. Nur Igraine träumt von etwas ganz anderem: Sie möchte eine Ritterin werden, auf Turnieren kämpfen und Drachen retten. Als sich Igraines Eltern ausgerechnet an ihrem zehnten Geburtstag aus Versehen in Schweine verwandeln, muss Igraine Ohnefurcht losreiten, einem Riesen ein paar Haare abschneiden und Burg Bibernell vor Gilgalad dem Gierigen beschützen. Dass sie dabei einem echten Ritter begegnet, kann sie natürlich nicht ahnen.

Bei so viel Spannung und packenden Details war es kein Wunder, dass die meisten Kinder selbst kurz vor 2 Uhr nachts noch nicht an Schlaf denken wollten. Nur die Kräfte der Vorleserinnen schwanden langsam, weshalb die Fortsetzung auf den nächsten Morgen vertagt wurde. Nach gerade mal vier Stunden Schlaf ging es schon während des Frühstücks munter weiter. Müde, aber erfüllt ließen sich die Kinder um 9 Uhr morgens von ihren Eltern (zumindest dem Anschein nach keine Magier) wieder abholen. Eine wieder einmal rundum verzauberte Lesenacht ging im Sonnenschein zu Ende.

Das Ergebnis einer langen Nacht.

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