Lokalsport | 25.03.2014

Deutsche Hallenmeisterschaften der Feldbogenschützen in Berkum

Kondition, Konzentration, ein gutes Auge und eine ruhige Hand

Die Bogenschützen Wachtberg richteten zum zweiten Mal innerhalb von je vier Jahren diesen Wettbewerb aus

Bei der Siegerehrung zeichneten Walter Luksch (l.), der Präsident des Deutschen Feldbogenverbandes (DFBV), Bürgermeister Theo Hüffel (r.) und der Vorsitzende der Bogenschützen Wachtberg, Dr. Friedrich Heinbuch (Mitte) den jüngsten Teilnehmer, Luke Ahier, und den ältesten Teilnehmer, Horst Kunkler, aus.

Berkum. Schon zum zweiten Mal innerhalb von nur vier Jahren hatten die Bogenschützen Wachtberg die Ehre, die Deutschen Hallenmeisterschaften der Feldbogenschützen ausrichten zu dürfen. „Obwohl wir ein relativ kleiner Verein mit gerade mal 30 Mitgliedern sind, hat man wohl vor vier Jahren gemerkt, dass wir einige echte Organisationstalente in unseren Reihen haben“, freute sich der Vorsitzende Dr. Friedrich Hainbuch über die Anerkennung. Die sportliche Ausbeute der Gastgeber hielt sich hingegen in Grenzen, da sämtliche Schützen d im Helfer-Einsatz waren, ergänzte Hainbuch. „Dafür schlagen wir nächstes Jahr wieder zu“, gab er sich dennoch augenzwinkernd optimistisch. So nahmen am Wochenende mehr als 300 Mitglieder des Deutschen Feldbogen-Sportverbandes (DFBV) aus ganz Deutschland an dieser nationalen Meisterschaft teil, die in unzähligen verschiedenen Klassen ausgetragen wurde. Wegen des großen Andrangs schossen jeweils vier Bogenschützen in Zweiergruppen auf eine Scheibe, die für jeden der Schützen eine eigene Auflage hatte. Jeder der Teilnehmer musste so auf zwei Tage verteilt insgesamt 120 Pfeile abschießen und konnte dabei bis zu 600 Ringe erzielen. Nicht weniger als sechs Schützen gelang dieses Kunststück, hier entschied dann die Anzahl der „x“-Treffer mitten ins Zentrum der Scheibe über den Meistertitel.

Bis zu 50 Kilogramm Zugkraft notwendig

Geschossen wurde sowohl mit dem olympischen Recurve-Bogen wie auch mit dem hochmodernen Compound-Bogen sowie mit traditionellen Langbögen. Die besten Schützen müssen dabei eine Zugkraft von bis zu 50 Kilogramm entwickeln, um die Sehne voll zu spannen. Doch nicht nur eine ordentliche Kondition ist hier vonnöten, sondern vor allem Konzentration, ein gutes Auge und eine ruhige Hand. Schließlich gilt es, aus einer Entfernung von 18,30 Metern mit den ultraleichten Karbonpfeilen ein nur fünf Zentimeter großes Ziel mit einem daumengroßen X in der Mitte zu treffen. Gleich mehrfach passierte bei den Meisterschaften das Kunststück, aus den Robin Hood-Filmen, wenn ein Schütze mit seinem zweiten Pfeil den ersten Pfeil in der Mitte spaltet. Die Schützen haben das gar nicht so gern, weil dann meist beide Pfeile nicht mehr zu gebrauchen sind. Deutlich wurde bei dem Wettbewerb auch, dass der Bogensport ein anspruchsvolles Hobby für alle Altersgruppen und für beiderlei Geschlechter ist. So wurden unter anderem der jüngste Teilnehmer Luke Athier aus Griesheim mit seinen neun Jahren ebenso mit einem Materialgutschein ausgezeichnet wie der mit 74 Jahren älteste Teilnehmer, Horst Kunkler aus Bad Kreuznach.

Großes Lob an die Ausrichter

Walter Luksch, der Präsident des Deutschen Feldbogenverbandes (DFBV), lobte im Namen aller Schützen ausdrücklich die Gemeindeverwaltung Wachtberg mit Bürgermeister Theo Hüffel an der Spitze, die immer ansprechbaren und stets hilfsbereiten Hausmeister sowie die gesamten Örtlichkeiten, die es in dieser Form rund um eine Meisterschaftshalle in ganz Deutschland nur selten gebe. Das Foyer mit einem hervorragenden Catering, die Aula mit Bühne und Sitzgelegenheiten, den Parkmöglichkeiten sowie die Dreifachturnhalle als optimale Wettkampfstätte. Es gab sogar eine Videoübertragung aus der Halle in die Aula, sodass man auch beim Snack zwischendurch keinen Pfeil der Konkurrenz verpasste. Perfekt war nach seiner Ansicht auch die Organisation, die nun schon zum zweiten Mal vorbildlich und ohne Fehl und Tadel durch die Bogenschützen Wachtberg geleistet worden sei. Auch Hainbuch fand nur lobende Worte für die Sponsoren und Unterstützer der Veranstaltung, für den perfekten und generalstabsmäßigen Einsatz beim Auf- und Abbau, für das exzellente Kuchenbuffet und nicht zuletzt für den äußerst fairen Umgang der Sportler untereinander.

Bei der Siegerehrung zeichneten Walter Luksch (l.), der Präsident des Deutschen Feldbogenverbandes (DFBV), Bürgermeister Theo Hüffel (r.) und der Vorsitzende der Bogenschützen Wachtberg, Dr. Friedrich Heinbuch (Mitte) den jüngsten Teilnehmer, Luke Ahier, und den ältesten Teilnehmer, Horst Kunkler, aus.

Bei der Siegerehrung zeichneten Walter Luksch (l.), der Präsident des Deutschen Feldbogenverbandes (DFBV), Bürgermeister Theo Hüffel (r.) und der Vorsitzende der Bogenschützen Wachtberg, Dr. Friedrich Heinbuch (Mitte) den jüngsten Teilnehmer, Luke Ahier, und den ältesten Teilnehmer, Horst Kunkler, aus.

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