Kinder-Bustour Wachtberg
Kostenfreie Kinder-Bustour in Wachtberg
aus Wachtberg
Wachtberg. 12.07.2026 - Heute war es endlich soweit! Der Förderverein für Kunst und Kultur in Wachtberg e.V. (KuKiWa) hatte im Rahmen der 19. Wachtberger Kulturwochen zur kostenfreien Bustour für Kinder „Auf geht’s! – Kennt ihr Wachtberg?“ eingeladen.
Der Wachtberger Bürgermeister Swen Christian begrüßte die Teilnehmenden am Schulzentrum in Berkum.
Bei bestem Wetter ging es, zwar mit leichter Verspätung, aber jeder Menge guter Laune mit dem Bus los, um unter der Leitung von Kurt Zimmermann und einem KuKiWa-Team an vier Orten fünf wichtige Wachtberger Persönlichkeiten kennenzulernen. Das Drachenmädchen Wadra, gespielt von Antonia Wittbrodt, stellte an den Stationen einleitende Fragen zu den geschichtlichen Figuren.
An der ersten Station in Villip erzählte Baron von Drachenfels, was die Vorfahren seiner Familie mit der Burg Gudenau zu tun hatten und warum die Gemeinde Wachtberg auch heute noch das „Drachenfelser Ländchen“ genannt wird. Außerdem zeigte er den Kindern Trachyt-Steine vom Drachenfels, die im Kölner Dom verbaut sind.
Dazu stieß die Blumenfrau Veronika Schüffelgen, dargestellt durch Marlies Frech, die erzählte, wie sie als Mutter von 10 Kindern ihre Familie von ca. 1870 bis in die 1920er Jahre mit dem Verkauf von Blumen ernährte.
In Arzdorf lernten die Kinder den Lehrer Welsch, gespielt von Kurt Zimmermann, an seinem Geburtshaus kennen, der in Köln-Kalk als Pädagoge tätig war und sich vor allem um die Förderung benachteiligter Kinder aus Arbeiterfamilien kümmerte. Ihm zu Ehren wurde 1938 das bekannte Karnevalslied „En d’r Kaygass Nummer Null“ von der Kölner Straßensängergruppe „Drei Laachduve“ komponiert. Kurt Zimmermann, Dafina, Klara, Ela und der KuKiWa-Vorsitzende Alfred Schneider trugen das Lied spontan vor.
In Fritzdorf traf die Reisegruppe an einem Acker auf Michael Kaspers, der als Bauer Heinrich Sonntag wunderbar auf Platt nachspielte, wie er im Jahr 1954 beim Ausheben seiner Rübenmiete den berühmten ca. 3500 Jahre alten Fritzdorfer Goldbecher gefunden hatte.
Nach einer Pause an der Fritzdorfer Mühle ging es zur letzten Station. In der Nepomuk Kapelle lernten die Kinder den Tenor Anton Raaff kennen, der in Holzem aufgewachsen ist. Aus Dankbarkeit für seine internationale Sängerkarriere stiftete er 1744 seinem Heimatort diese Kapelle. Nico Heinrich, selber Tenor, stellte Anton Raaff dar und erzählte Spannendes über dessen Leben. Zum Abschluss beeindruckte er die Zuhörenden mit kurzen gesanglichen Darbietungen aus der Zeitepoche Raaffs.
Schließlich endete die Fahrt am Schulzentrum in Berkum, wo die Kinder von ihren Eltern in Empfang genommen wurden.
Nico Heinrich als Anton Raaff in der Nepomuk-Kapelle in Holzem Foto: A. Schneider
Michael Kaspers als Bauer Heinrich Sonntag mit dem Fritzdorfer Goldbecher und der Kindergruppe vor der Fritzdorfer Mühle Foto: A. Schneider
Ein Mini-Chor vor dem Haus von Lehrer Welsch in Arzdorf Foto: A. Schneider
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v.re.n.li. Kurt Zimmermann, Marlies Frech als Blumenfrau Schüffelgen, Baron von Drachenfels in Villip Foto: A. Schneider