Kunst und ungeahnte Vielfalt im Drachenfelser Ländchen
Kunstkreis Wachtberg feiert 35-jähriges Jubiläum
Ausstellung gibt Einblicke in künstlerische Entwicklung
Wachtberg-Berkum. Grund zum Feiern hatte der Wachtberger Kulturkreis am 7. Dezember im Rathaus Berkum. Bürgermeisterin Renate Offergeld dankte dem Kunstkreis für die Bereicherung des Rathauses mit den vielfältigen Inspirationen, die die wiederkehrenden Ausstellungen auch für die örtlichen Mitarbeiter mit sich bringen. Besonders bei hitzigen Diskussionen sei es für den einen oder anderen hilfreich, in den Pausen die entspannende Wirkung der Kunstbetrachtung zu genießen. So könne man sich danach wieder mit freiem Kopf dem Thema widmen.
Seit nunmehr 35 Jahren betätigt sich der freie Zusammenschluss von Künstlern und stellt gemeinsam aus. Dies nahm die Gruppe zum Anlass, die künstlerische Entwicklung der Kreativen genauer zu betrachten. So gab es zu fast jedem Exponat aus der neueren Zeit je eines des gleichen Künstlers aus seinen Anfangszeiten.
Verschiedene Kunsttechniken wurden präsentiert
Die Gäste der Vernissage hatten bei der Betrachtung die freie Auswahl unter vielen verschiedenen Kunsttechniken. So gab es Aquatinta Radierungen, Aquarelle, Öl auf Leinwand, Siebdruckarbeiten, Collagen, eine Plastik aus dem Jahre 1986 und manch andere interessante Technik zu entdecken. Die Themen der Arbeiten stammen aus vielfältigen Bereichen. Die Künstler bezogen sich unter anderem auf Motive aus der Natur, wobei die Wachtberger Äpfel natürlich nicht fehlen durften. Auch Jahreszeiten waren Anlass für künstlerisches Schaffen, Urlaubserlebnisse und natürlich die Politik. Das Werk „Brücken verbinden“ befasste sich mit einem in diesem Jahr besonders aktuellen Thema in Wachtberg, nämlich den beim Unwetter am 4. Juni dieses Jahres zerstörten Brücken.
Brigitte Felgendreher und Gitta Briegleb sowie Willi Zettelmeier und Dietmar Walossek tragen bereits seit den Gründungsstunden des Kunstkreises mit ihren Arbeiten zum künstlerischen Schaffen der Gemeinschaft bei. Was für Willi Zettelmeier ursprünglich für sich als Entspannungsmaßnahme gedacht war, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem für alle Beteiligten spannenden Projekt. Die Künstler erhielten durch den Kunstkreis die Gelegenheit, sich miteinander auszutauschen und gemeinsam auszustellen. So wurden in den nunmehr dreieinhalb Jahrzehnten bei durchschnittlich zwei bis drei Ausstellungen pro Jahr rund 2.250 Bilder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Das Ensemble Jazztime untermalte die Veranstaltung mit gekonntem Spiel.
