Proklamation der Karnevalsgesellschaft Gemütlichkeit Rot-Weiß Villip
„Leeve ze viel jefiert als ze wennisch jelaach!“
Dreigestirn machte seinem Motto alle Ehre. Prinz Thomas II. (Köhler), Bauer Thomas (Brück) und Jungfrau Baptista (Norbert Schulten) wurden feierlich proklamiert
Villip/Berkum. Mit einem wahrhaft stattlichen Dreigestirn geht die Karnevalsgesellschaft „Gemütlichkeit“ Rot-Weiß Villip in die Session. In der restlos ausverkauften Aula des Schulzentrums Berkum wurden Prinz Thomas II. (Köhler), Bauer Thomas (Brück) und Jungfrau Baptista (Norbert Schulten) feierlich von Bürgermeisterin Renate Offergeld und Pfarrer Hermann Josef Zeyen proklamiert. Das erste Dreigestirn der KG seit 2005 bringt zusammen stolze 336 Kilogramm auf die Waage, wäre aufeinandergestellt 5,66 Meter hoch, weist einen gemeinsamen Fußabdruck von gut 90 Zentimetern Länge auf und ist zusammen 159 Jahre alt. Das statze Trio überzeugte darüber hinaus aber seine Untertanen gleich beim ersten Auftritt davon, dass die Session kurz, heftig und vollkommen jeck wird, getreu dem Motto: „Leeve ze viel jefiert als ze wennisch jelaach!“
„Ob Karneval, Schützenfest oder Fronleichnam – Hauptsache, der Zooch kütt!“
Bürgermeisterin Renate Offergeld freute sich, dass sie einen ihrer beliebtesten Mitarbeiter nun in neuer Funktion sehe, denn Prinz Thomas II. (Köhler) kümmert sich seit vielen Jahren als Hausmeister um alle anfallenden Arbeiten rund um die Grundschulen Villip und Pech. Ihm stellte die Gemeindechefin, ihres Zeichens seit vielen Jahren Präsidentin der KG, natürlich Sonderurlaub in Aussicht. Die Grundschule ist auch die Wirkungsstätte von Jungfrau Baptista (Norbert Schulten), ist er doch in den restlichen vier Jahreszeiten Rektor der Gemeinschaftsgrundschule Berkum. Bauer Thomas (Brück) arbeitet im Hauptberuf als Elektroinstallateurmeister in Köln und begann schon im zarten Alter von zehn Jahren als Tanzoffizier bei der KG Rot-Weiß. Für die närrischen Tage hat das Dreigestirn den grünen Schützenrock gegen das rot-weiße Tollitäten-Ornat eingetauscht. Schließlich sind alle drei schon seit vielen Jahren an leitender Stelle der St. Hubertus Schützenbruderschaft Villip engagiert, dort ist der Prinz zugleich Brudermeister, der Bauer sein Stellvertreter, und die Jungfrau kümmert sich um die Finanzen. Weil sie in dieser Funktion auch stets das Allerheiligste bei der Fronleichnamsprozession beschützen, hatte Pfarrer Zeyen auch gleich den passenden Kommentar parat: „Ob Karneval, Schützenfest oder Fronleichnam – Hauptsache, der Zooch kütt!“
Villip, Holzem und auch Rott, ach was fährt der Zug so flott!
Zu Ehren des Dreigestirns hatte er gemeinsam mit der Bürgermeisterin sogar ein selbst gedichtet Lied über die „Ländchen-Eisenbahn“ verfasst, das das gutgelaunte Duo gleich zur Melodie der „Schwäb‘schen Eisenbahn“ zum Besten gab: „Villip, Holzem und auch Rott, ach was fährt der Zug so flott!“ Anschließend gab es für jeden der drei Tollitäten eine kleine Lokomotive als Andenken. Nachdem der Prinz eine 15 Meter lange Rede vorgetragen und die Jungfrau ein neckisches Lied über die Ziege intoniert hatte, hielt die Musikgruppe „De Kläävbotze“ die Stimmung auf dem Siedepunkt, ebenso wie die holländische Schlagersängerin Claudia Ansel, die mit ihren Liedern „Wenn du bei mir bist“ und „So wie Du“ schnell die Herzen der Karnevalisten eroberte. Einen sehenswerten Auftritt hatte zuvor die Prinzengarde Alfter unter Leitung ihres Kommandanten Guido G. Bertram auf die Bühne gelegt, bevor „Dä Knubbelisch vum Klingelpütz“ (Ralf Knoblich) mit seiner Typenrede des Kölner Gefängniswärters die altehrwürdige Karnevalstradition hochhielt. Volker Meininger als „Sitzungspräsident“, die Musikgruppe „Kölsche Adler“ und die beiden Villiper „Schneiderjungen“ Werner Faßbender und Stefan Stratmann sorgten zu später Stunde für einen rundum gelungenen Proklamationsabend, der souverän von Schultheiß Leo Bauckhage geleitet und vom Duo „Wahnsinn total“ musikalisch umrahmt wurde
Sie regieren ab sofort über die Narrenschar in Villip, Villiprott und Holzem: Prinz Thomas II. (Köhler), Bauer Thomas (Brück) und Jungfrau Baptista (Norbert Schulten) wurden feierlich von Bürgermeisterin Renate Offergeld und Pfarrer Hermann Josef Zeyen proklamiert.Fotos: Jost
„Dä Knubbelisch vum Klingelpütz“ (Ralf Knoblich) überzeugte das Publikum mit seiner Typenrede als Kölner Gefängniswärter.
Das neue Dreigestirn heizte die Stimmung im Saal an.
