Allgemeine Berichte | 26.08.2014, 12:12 Uhr

Achte Auflage der Wachtberger Kulturwochen wurden eröffnet

Lieder voller Erinnerungen verursacht melancholische Stimmung

Bürgermeisterin Renate Offergeld gab den Startschuss im Atelier von Michel Franke - Tenor Nico Heinrich sang Lieder von Franz Schubert und Hugo Wolf -

Lieder voller Erinnerungen verursacht melancholische Stimmung
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Gimmersdorf. Lieder voller Erinnerungen, Sehnsüchte und Abschiede tauchten das Eröffnungskonzert der achten Wachtberger Kulturwochen in eine melancholische Stimmung. Unter dem Motto „Also liegt mein Herz versunken“ geleitete der Wachtberger Tenor Nico Heinrich die Zuhörer im randvollen Atelier des Malers Michael Franke in Gimmersdorf mit Werken von Franz Schubert und Hugo Wolf ins Reich der Emotionen zwischen schmachtender Liebe und verzehrendem Herzeleid. Am Klavier wurde der mehrfache Bundespreisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ dabei grandios begleitet von der Südkoreanerin Jihyun Yu, die derzeit Liedbegleitung bei Professor Manuel Lange an der Musikhochschule Detmold studiert. Mit sehr nuanciertem Ausdruck und exzellenter Klarheit verhalf Heinrich einmal mehr dem Publikum zu einem unvergesslichen Abend mit musikalischem Hochgenuss.

Zwischen Unterwelt und Ekstase

Zuvor hatte Hausherr Michel Franke die Gäste in seiner zu Atelier und Galerie umgebauten Scheune, inmitten von großformatigen Gemälden vor allem aus seinem Zyklus „Dionysos und Apollon“, begrüßt. Für die Ausstellungseröffnung war er extra aus dem italienischen Siena zurückgekommen, wo derzeit im Palazzo Pubblico seine große Ausstellung „Àntron“ über „Etruskische Gottheiten zwischen Unterwelt und Ekstase“ und zur Bildwerdung Europas zu sehen ist. Auf der Suche nach den kulturellen Ursprüngen Europas habe er seinen Blick auf die Welt der Etrusker und auf deren verborgene Heiligtümer gerichtet, erläuterte Franke, und wolle diese durch die Sprache der Malerei erneut in das Bewusstsein führen: „Die etruskische Kultur wird zum Paradigma und Inbild eines erneuerten Bundes zwischen Mensch und Natur.“ Dem Partnerschaftsverein mit seinem Vorsitzenden Peter Menke dankte Franke dafür, dass er die Bewirtung an diesem Abend übernommen hatte.

Großes künstlerisches Potenzial vorhanden

Zum ersten Mal eröffnete Bürgermeisterin Renate Offergeld die Wachtberger Kulturtage und gab dabei einen kurzen Abriss der zahlreichen Veranstaltungen, die noch bis zum 7. September in allen Ortschaften der Gemeinde stattfinden werden. Neben zahlreichen „alten Hasen“ seien auch diesmal wieder einige interessante „Neuentdeckungen“ dabei und zeigten eindrucksvoll, welch großes künstlerisches Potenzial im Drachenfelser Ländchen zu Hause sei. Mit den Wachtberger Kulturwochen beteilige sich die Gemeinde gerne am erstmals stattfindenden „Rheinischen Kultursommer“ und befinde sich damit in bester Gesellschaft mit zahlreichen Städten und Kommunen des Rheinlands. „Mein Herz bibbert schon“, konnte sie ihre Vorfreude auf die überaus vielschichtigen und breit gefächerten Veranstaltungen nicht verheimlichen, denen sie allesamt zahlreiche Gäste wünschte. Besonderer Dank galt den beiden Organisatorinnen Marlies Schmitz und Margit Märtens, die ein tolles Programm zusammengestellt und zahlreiche Künstler zusammengeführt hätten.

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