Allgemeine Berichte | 31.08.2016, 13:13 Uhr

St. Hubertus Schützenbruderschaft feierte in Adendorf

Perfekter Umzug trotz brennender Hitze

Gelungenes Schützenfestim Töpferdorf in bester Feierlaune

Die Majestäten präsentierten sich trotz brennender Hitze in bester Laune. CEW
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Wachtberg-Adendorf. Mit dem Königsball und dem traditionellen feierlichen Umzug beging die aktive Adendorfer Schützenbruderschaft St. Hubertus ihr Schützenfest am letzten Augustwochenende. Dechant Zeyen und Diakon Kader zelebrierten die Messe für die Schützen gemeinsam. Auch die Ehrung der Gefallenen fehlte selbstverständlich nicht und hielt zudem in diesem Jahr eine Überraschung bereit. Die Tochter des in Wachtberg begrabenen polnischen Zwangsarbeiters Eugen Nowicki, die als zweijähriges Kind in Kriegszeiten ihren Vater verloren hatte, war eigens zu diesem Tag angereist, um bei der Ehrung der Toten des Krieges dabei zu sein. Mit ihrem Mann hatte sie den weiten Weg von Warschau nicht gescheut, um ihrem Vater die Ehre zu erweisen und mit den Adendorfern gemeinsam für die Gefallenen zu beten. Ihr Vater war von 1943 bis 1945 in Wachtberg, bevor er wie viele andere am 5. Februar 1945 bei einem Luftangriff dort ums Leben kam.

Bruderschaftsorden vergeben

Im Schützenhaus wurden anschließend die diesjährigen Ehrenträger und Aktiven des Vereins empfangen. Zum Schützenkönig schoss sich in diesem Jahr René Krüger, Schützenliesel wurde Wilma Wagner, und Sonja Kerzmann verzeichnete einen guten Erfolg als Bürgerkönigin. Zur Jungschützenprinzessin und Schülerprinzessin schafften es mit ihren Leistungen Alice und Justine Kerzmann, Bambiniprinz wurde Benjamin Schlitzer. Besondere Ehrungen wurden in der Ansprache Kathrin Merzenich zuteil. Sie erhielt den Jugendverdienstorden in Bronze für ihre jahrelange Jugendarbeit. Inge Paulußen macht sich seit vielen Jahren in der Frauenarbeit verdient und erhielt als Damensprecherin die Frauenauszeichnung in Gold. Michael Pies freute sich indes über das Silberne Verdienstkreuz. Eine der höchsten Bruderschaftsauszeichnungen, den hohen Bruderschaftsorden nahmen Josi Gütten und Brigitte Meckenholt in Empfang.

Über 150 Jahre Ttradition

Mit dem Gründungsdatum 1860 gehört die Schützenbruderschaft zu den ältesten Vereinen des Töpferortes. Antiquiert ist er deshalb allerdings lange nicht. Der Zusammenschluss, der ursprünglich ausschließlich erwachsene Männer umfasste, hat sich im Laufe der Jahrzehnte bis zum heutigen Tage stetig weiterentwickelt. Seit den 1960er-Jahren durften auch Jugendliche ab 16 Jahren mitschießen, zehn Jahre später waren auch Schüler ab dem zwölften Lebensjahr dabei.

Die Damengruppe entwickelte sich in den folgenden zehn Jahren, sodass sie ihren Platz in der Bruderschaft in den 1980er-Jahren fand. Mit dem Wandel der Mitgliederstruktur gesellten sich zur fast lückenlosen Reihe der Schützenkönige zuerst die Jungschützenprinzen, später Schülerkönige, danach die Schützenlieseln. Neben den regelmäßigen Trainingseinheiten veranstaltet der Verein verschiedene Höhepunkte im Jahr. Dazu gehören selbstredend das Königsschießen an Fronleichnam, das Schützenfest, die Schießwochen im August und das alljährliche Hubertusfest im November.

René Krüger schoss in diesem Jahr den sprichwörtlichen Vogel ab und wurde Schützenkönig.

René Krüger schoss in diesem Jahr den sprichwörtlichen Vogel ab und wurde Schützenkönig.

Vor der alten Schule stellten sich die erfolgreichsten Schützen auf und erwarteten den Zug der Vereine.

Vor der alten Schule stellten sich die erfolgreichsten Schützen auf und erwarteten den Zug der Vereine.

Schützen des eigenen und befreundeter Vereine salutierten den Würdenträgern.

Schützen des eigenen und befreundeter Vereine salutierten den Würdenträgern.

Die Majestäten präsentierten sich trotz brennender Hitze in bester Laune. Fotos: CEW

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