Allgemeine Berichte | 06.01.2015

Heimatverein Pech e.V.

Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr 2014

Pech. Den ersten Vortrag des dritten Zyklus der diesjährigen Pecher Winterakademie im Januar hielt Dr. Jürgen von Düsterlho aus Pech mit dem Thema: „Quo vadis Medizin – Wollen wir Patient oder Kunde des Arztes sein?“ Neben den großen Fortschritten in der Medizin in den letzten 20 Jahren wies der Referent darauf hin, dass es durchaus auch negative Entwicklungen gibt. Er berichtete über die Finanzierungsprobleme in den Krankenhäusern, über das Finanzierungssystem mit sogenannten DRG-Gruppen und die sogenannten Vorsorge- oder Screening-Untersuchungen. Er betonte, wie wichtig auch die Eigenverantwortung der Patienten sei. Ein weiterer Punkt des Vortrags war die Rolle der überwiegend profitorientierten Pharmaindustrie, die immer mehr Einfluss in der medizinischen Forschung und in der Therapieempfehlung nimmt.

Im zweiten Vortrag der Pecher Winterakademie im Februar wies Dr. Georg Schütte aus Pech, Staatssekretär ins Bundesministerium für Bildung und Forschung, auf unterschiedliche Probleme in unserer Gesellschaft hin. Wie lässt sich der Klimawandel bewältigen? Wie stellen wir künftig die Energieversorgung sicher? Was lässt sich gegen das Vordringen neuer Infektionskrankheiten tun? Die Antwort der Wissenschaftspolitik auf diese Fragen präsentierte er mit dem Thema: „Wissenschaft muss die Lösungen finden – Globale Herausforderungen und nationale Forschungspolitik“. Um die Ziele der Energiewende zu erreichen, bedürfe es beispielsweise neuer Energiespeicher, moderner Energieverteilernetze und gänzlich neuer Technologien zur Energieerzeugung. Mit Milliardenaufwand fördere die Bundesregierung die Energieforschung an über 180 Forschungseinrichtungen und Hochschulen in Deutschland.

Der letzte Vortragsabend der diesjährigen dritten Pecher Winterakademie im März galt dem Thema „Karl Carstens und die Entstehung der Römischen Verträge - zu seinem 100. Geburtstag“. Dr. Ulrich Junker, Gesandter i.R. aus Pech, zeichnete die bewegte Entwicklungsgeschichte der Sechser-Gemeinschaft von EWG mit Euratom nach, in deren Mittelpunkt auf Beamtenebene der junge Karl Carstens im Auswärtigen Amt stand. In diesem Jahre wäre Karl Carstens 100 Jahre alt geworden. Dr. Junker beschrieb ihn als glänzenden juristischen Verstand. Adenauer habe großes Vertrauen in Carstens gehabt. An einer kritischen Stelle im deutsch-französischen Verhältnis bewahrte Carstens in Paris die Verhandlungen vor dem Scheitern. Damit begann seine große Laufbahn im öffentlichen Leben, die ihn bis an die Spitze unseres Staates als Bundespräsident führte.

Eine beträchtliche Anzahl von Mitgliedern des HVP in ihren kreativen Kostümen bereicherten den diesjährigen Narrenzug am Karnevalssonntag.

Am 23. März verstarb Ilse Alder aus Wachtberg-Pech im Alter von 75 Jahren. Sie war Mitglied im Heimatverein Pech e.V., hatte 21 Jahre lang im Vorstand aktiv mitgewirkt und gewissenhaft die Kasse des Heimatvereins geführt. Der HVP ist Ilse Alder zu großem Dank verpflichtet und wird ihr stets ein ehrendes Andenken wahren.

Am Gründonnerstag übergab der Vorsitzende, Günter Wagner, das Wegekreuz in Pech, Ecke Mühlenstraße – Pecher Hauptstraße, mit einem Blumengebinde seiner Bestimmung. Der Heimatverein ließ das Kreuz restaurieren. Die grüne Einfriedung übernahm die Gemeinde Wachtberg, sodass eine ansehnliche und dem Anlass entsprechend würdige Anlage entstanden ist.

Nach der Begrüßung des Noch-Vorsitzenden Günter Wagner bei der diesjährigen 29. ordentlichen Mitgliederversammlung im April wurde eine umfassende Auflistung der Aktivitäten des HVP von der Gründung 1985 bis heute vorgetragen. Alle Mitglieder waren erstaunt über die zahlreichen Projekte, die der HVP auf den Weg gebracht hatte. Ebenso ist der HVP der geistige Vater des beliebten Slogans „Zum Glück gibt’s Pech“. Mit dieser eindrucksvollen Leistungsbilanz der letzten Jahre geht der HVP in sein 30. Jubiläum. Nach Kassenbericht, von den Kassenprüferinnen als äußerst korrekt bewertet, wurde der Vorstand entlastet. Satzungsgemäß standen in diesem Jahr die Neuwahlen des Vorstands an. Die Anwesenden wählten einstimmig erneut Günter Wagner zum Vorsitzenden. Damit wurde auch die besondere Leistung und das Engagement des Gründungsvorsitzenden Günter Wagner gewürdigt, der nun im 30. Jahr den Vorsitz innehat. Seine Stellvertreterin blieb Christa von Düsterlho, ebenso Rita Theisen als Kassiererin, Irmgard Koltermann als ihre Vertreterin; Schriftführer blieb Dr. David Berchem, seine Vertreterin Erica Hoefer-Janker. Nur bei den drei Beisitzern gab es eine Neuwahl. Für das ausscheidende Vorstandsmitglied Georg Krahe-Walsdorf wurde Konrad Bauer gewählt; geblieben sind Hans-Otto Budde und Heinz Schmidt als Beisitzer. Alle Vorstandsmitglieder wurden einstimmig mit je einer Enthaltung gewählt; alle nahmen die Wahl an. Auch die beiden Kassenprüferinnen, Frau Bauer und Frau Müller, wurden in ihrem Amt einstimmig bestätigt.

Wie jedes Jahr gehörte das Maibaumsetzen zur Tradition im Ortsteil Pech. So wurde in Zusammenarbeit mit der Löschgruppe Pech, dem OFA und den Gebrüdern Kolzem am 30. April ein Maibaum auf dem Feuerwehrplatz aufgestellt. Kinder des Kindergartens Sankt Raphael schmückten ihn mit bunten Bändern, und der Kinderchor der Grundschule stimmte mit Liedern auf den Mai ein. Vorstandsmitglieder des HVP hatten die Arbeit am Grill übernommen.

Zum neunten traditionellen Brunnenfest des HVP im September kamen trotz des unbeständigen Wetters zahlreiche Besucher, die sich von den Vereinsmitgliedern mit selbst gebackenem Kuchen, Kaffee und Würstchen verwöhnen ließen. Das Logo des Heimatvereins „Zum Glück gibt’s Pech“, prangte auf den Schürzen der fleißigen Helfer.

Einige prominente Gäste aus dem Rathaus waren gekommen und fanden genug Partner für interessante Gespräche. Seitdem der HVP 2005 die Brunnenanlage renovieren ließ, feiert er traditionell Anfang September dieses Fest. Im nächsten Jahr soll das Zehnjährige gebührend gefeiert werden.

Vierte Pecher Winterakademie

Donnerstag, 8. Januar: Michael Mertes, „Arabischer Frühling, islamischer Winter und jüdischer Staat: Israel und die Umbrüche im Nahen Osten“

Mittwoch, 11. Februar: Landrat a.D. Frithjof Kühn, „Der Rhein-Sieg-Kreis – eine Region von besonderer Entwicklung und wirtschaftlicher Dynamik“

Donnerstag, 12. März: Botschafter a.D., Hannspeter Hellbeck, „Ist China auf dem Weg zur Weltmacht? - Eine Zwischenbilanz“

Donnerstag, 26. März: Dr. Jürgen von Düsterlho, „Medizin heute – Gedanken zum Bedenken“

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