Allgemeine Berichte | 17.01.2013

Heimatverein Pech

Rückschau auf auf ein aktives Jahr

Wachtberg-Pech. Nachdem der Heimatverein Pech (HVP) im Dezember des letzten Jahres mit einem Höhepunkt der Pecher Winterakademie, mit dem Polit-Gespräch zwischen Dr. Hans-Dietrich Genscher und Dr. Helmut Herles, das Jahr beendet hatte, startete er gleich wieder mit einem nächsten Glanzpunkt: „Vision und Wirklichkeit“ war das Thema des Wachtberger Bürgermeisters Theo Hüffel im Januar. Im Gespräch mit Frau Dr. Barbara Hausmanns wagte er einen Rückblick über die Vergangenheit und einen Ausblick auf die nahe Zukunft der Gemeinde Wachtberg, zum Beispiel die Beantragung der Stadtrechte, Bildungs- und Kulturpolitik, Ausbau einer modernen Infrastruktur. Im zweiten Vortrag im Februar sprach Prof. Dr. Ulrich Everling, ehemaliger Leiter der Europa-Abteilung des Bundeswirtschaftsministeriums und Richter am Europäischen Gerichtshof zum aktuellen Thema „Europa in Gegenwart und Zukunft“. In einem spannenden Vortrag über die Europäische Union lockerte er mit kurzen Anekdoten und persönlichen Erfahrungen die Geschichte der EU auf und vermittelte in zahlreichen Denkanstößen, dass die EU mehr als nur ein wirtschaftlicher Zusammenschluss ist.

Zum Abschluss der Vortragsreihe im März berichtete Dr. Franz Bertele, letzter Leiter der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in Ost-Berlin, spannend über „Die Mauer fiel in Prag“. Gespickt mit vielen Details über das arrogante Verhalten der DDR-Spitze und die Angst der Menschen, als das Zerbrechen der DDR absehbar wurde, schilderte er beeindruckend von den Sorgen und Nöten der Zufluchtsuchenden in der ständigen Vertretung in Berlin und in den Botschaften in Prag und Warschau.

Auch im Karnevalszug war der HVP vertreten und präsentierte sich mit dem Logo des HVP „Zum Glück gibt’s Pech“, das seit zwei Jahren auf den Ortseingangsschildern die Bürger willkommen heißt und seit dem Sommer auch die Pecher Fahne schmückt. Dieses Pecher Logo hat mittlerweile sogar Interesse im Ausland gefunden. Ein niederländischer Autor möchte in seiner Buchveröffentlichung zum Thema „Glück und Pech“ das Symbol des HVP verwenden. Bei den Pecher Bürgern stößt die Fahne auf ein großes Echo. Der HVP hofft, dass bald überall im Ort „Zum Glück gibt’s Pech“ Wehen wird.

Mitglieder des HVP halfen dem Ortsfestausschuss sowohl beim Fest zum Maibaumaufstellen als auch beim Oktoberfest.

Die 27. Jahreshauptversammlung der Mitglieder im Mai fand zum ersten Mal in der Gaststätte „Küpper“ in Pech statt. Die geplanten Aktivitäten wurden vorgestellt und helfenden Mitgliedern gedankt. Für die musikalische Begleitung sorgte Georg Krahe mit einem breiten Repertoire von Schlagern, über Rock und Pop zu Kölschen Liedern.

Zum zweiten Mal beteiligte sich der HVP an den Wachtberger Kulturwochen mit einer Ausstellung „Pecher Künstler“ im Henseler Hof in Niederbachem mit Werken von Gundula Scholz, Annelie Siebert, Marilies Wagner und Michael Frechen.

Im September feierte der HVP sein siebtes Brunnenfest. Bei schönem Wetter und an geschmückten Tischen genossen viele Alt- und Neubürger das reichhaltige Kuchenbüfett und Grillwürstchen. An aufgereihten Fotos vom alten Pecher Dorf, die die Familie Theisen zur Verfügung stellte, gab es einige interessante Gespräche zum Pecher Dorfleben. Für weitere Unterhaltung sorgte Rolf Schmitz mit seinem vielseitigen Repertoire.

Der besondere Höhepunkt in diesem Jahr war die offizielle Verleihung der Ehrenpräsidentschaft an Dr. Hans-Dietrich Genscher im Oktober im Köllenhof in Ließem. Sehr humorvoll und launisch antwortete Herr Genscher auf die Laudationes von Bürgermeister Herrn Theo Hüffel und Herrn Günter Wagner. Der Vorsitzende des HVP gab augenzwinkernd zu, dass er eine schwierige Aufgabe zu bewältigen habe mit dem Versuch, Herrn Dr. Genscher zu würdigen; er stünde in zu starker Konkurrenz zu vielen Großen dieser Welt. Alle drei Redner betonten die Verbundenheit von Hans-Dietrich Genscher zu Wachtberg, und besonders zu Pech, das er selbst liebevoll „Sein Zuhause“ nennt. Der 25-jährige Pianist, Jens Kratzenberg, begleitete die Feierstunde mit ausgewählter Musik.

Den Auftakt zur Pecher Winterakademie übernahm im Dezember Staatssekretär a.D. Werner Ablaß mit dem Thema: „Die Deutschen und die Einheit - vom Wert der Freiheit“. In Brandenburg geboren, wurde er als Spitzenkandidat der Partei „Demokratischer Aufbruch“ in das erste frei gewählte Parlament der DDR gewählt und arbeitete dann als Staatssekretär an den 2+4-Verhandlungen mit. Danach leitete er bis 1996 die Außenstelle des Bundesministeriums der Verteidigung in Strausberg, bevor er bis Ende des letzten Jahres als Beauftragter für Sonderaufgaben in den Neuen Ländern tätig war. Anschaulich stellte er dar, dass jeder von Geburt bis zum Tod von den DDR-Machthabern „geführt“ worden sei. In keiner Situation hätte der Bürger selbst entscheiden können oder müssen, angefangen von der politischen Erziehung in der Kita, über die Wahl der Schule oder des Studiums bis zur Arbeitsstelle. Und dann ab der Wiedervereinigung sollten sowohl die Bürger über ihr Leben als auch die neu gewählten Politiker über ihre Handlungen und beruflichen Möglichkeiten selbst entscheiden; zu dieser Eigenverantwortung waren die meisten nicht mehr fähig. Anhand von vielen Beispielen stellte er diese Problematik lebhaft, humorvoll, manchmal kritisch und sehr persönlich dar.

Christa von Düsterlho

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