Politik | 11.06.2013

Integriertes Handlungskonzept für Niederbachem vorgestellt

„Unser Niederbachem - Modernes Dorf mit Weitblick für alle Generationen“

Motto für den Wachtberger Ort wurde vorgestellt - Planungsbüro präsentiert die Ergebnisse seiner Arbeit

Alfred Körbel vom Planungsbüro plan-lokal aus Dortmund stellte den Niederbachemern die Pläne für das Integrierte Handlungskonzept vor.VJ

Niederbachem. „Unser Niederbachem - Modernes Dorf mit Weitblick für alle Generationen!“ Das soll das künftige Leitbild Niederbachems sein. Marco Eissing vom Planungsbüro plan-lokal (Dortmund) stellte es jetzt im Henseler Hof vor und erhielt die uneingeschränkte Zustimmung der etwa 70 anwesenden Bürger. Seit Anfang des Jahres lässt die Gemeinde Wachtberg vom Planungsbüro ein „Integriertes Handlungskonzept“ (IHK) für den Ortsteil Niederbachem erarbeiten, das langfristige Zukunftsperspektiven sowie Handlungsspielräume für die weitere Entwicklung definieren soll.

Stolz auf das moderne Dorf

Die Niederbachemer lebten in einem modernen Dorf und seien stolz darauf, wusste Marco Eissing. Künftig gelte es, die Identifikation mit dem Dorf weiter zu stärken und die Qualitäten sichtbar zu machen, sie zu bewahren und behutsam weiterzuentwickeln. Das sei nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen, räumte er ein. Dabei müsse man sich ständig an sich wandelnde Ansprüche anpassen in Bezug auf das Wohnen, die Freiräume, die Versorgung und die Freizeitgestaltung. Dafür habe plan-lokal sechs Entwicklungsziele definiert. Das wichtigste sei die Umgestaltung des Vorplatzes des Henseler Hofes zu einem Ortsmittelpunkt bei gleichzeitiger Steigerung der Aufenthaltsqualität. Dabei müsse zugleich die Konrad-Adenauer-Straße neu gestaltet werden.

Verkehrskonflikte entschärfen

Schließlich diene das Vorhaben auch der Entschärfung der Verkehrskonflikte in diesem sensiblen Bereich. Dafür soll der Straßenquerschnitt auf sechs Meter verringert werden.

Das sei möglich, weil die Bushaltestelle demnächst an die L 123 verlegt werde. Der Platz selbst soll entsprechend ausgedehnt, die Rasenfläche verkleinert und stattdessen gepflastert werden. Als Sitzgelegenheiten sollen einige Holzdecks aufgestellt werden, und auch ein kleiner Springbrunnen sei wünschenswert. Der Heimatverein will eine historische fränkische Mauer an der Ecke zur Vulkanstraße errichten. Entlang der Straße sollen kleinkronige Bäume gesetzt werden. Dorflinde und Dorfstele sollen am jetzigen Standort erhalten bleiben. Umgestaltet werden soll auch der kleine gemeindeeigene Platz am Mehlemer Bach, um mehr Aufenthaltsqualität zu gewinnen und die Zugänglichkeit des Gewässers zu verbessern.

„Damit wird der Mehlemer Bach wieder erlebbar“, glaubt Eissing. Insgesamt soll das Ortsbild aufgewertet und ein Verweilpunkt für vorbeikommende Wanderer und Radfahrer geschaffen werden.

Wohnstandort für alle Generationen

Zweites Entwicklungsziel sei es, Niederbachem mehr als bisher zu einem Wohnstandort für alle Generationen umzugestalten.

Dafür soll eine Machbarkeitsstudie für die Einrichtung eines Mehrgenerationen-Wohnprojekts gestartet werden, außerdem wünscht man sich ein Baulücken- und Leerstands-Management. Darüber hinaus solle mittelfristig auch die „Schrott-Immobilie“ der ehemaligen chinesischen Botschaft erworben und nach dem Abriss einer neuen Nutzung zugeführt werden, etwa als bedarfsgerechter Wohnraum.

Vier Querungshilfen für die Konrad-Adenauer-Straße

Das Entwicklungsziel „Mobilität und Sicherheit“ ziele auf eine Verringerung des Gefahrenpotenzials entlang der Verkehrswege und eine Ausweitung der Mobilitätsmöglichkeiten ab. So müssten nach Ansicht des Planungsbüros vier Querungshilfen an den markanten Punkten der Konrad-Adenauer-Straße entstehen. Zugleich müssten Tempo drosselnde Maßnahmen ergriffen werden.

„Versorgung und soziale Infrastruktur“ lautet das fünfte Entwicklungsziel, dabei soll die Nähe zu den bereits vorhandenen Versorgungseinrichtungen gesichert werden. Darüber hinaus soll das soziokulturelle Angebot im Dorf ausgebaut werden. Dafür sei insbesondere eine Aktivierungsstrategie für den Henseler Hof notwendig. Wünschenswert sei auch ein „Serviceführer Niederbachem“ in gedruckter Form.

Gemeinsam mit Weitblick

Das sechste Entwicklungsziel schließlich ist überschrieben mit dem Slogan „Gemeinsam mit Weitblick“ und beschreibt die Intensivierung und Optimierung der bestehenden Netzwerke und Kooperationen Zugleich soll das bürgerschaftliche Engagement noch besser als bisher eingebunden werden. Dafür sei ein Verfügungsfonds unabdingbar, mit dem man private Engagements unterstützen und die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Akteuren stärken könne.

Alfred Körbel vom Planungsbüro plan-lokal aus Dortmund stellte den Niederbachemern die Pläne für das Integrierte Handlungskonzept vor.Foto: VJ

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